Cardano, Geronimo, Offenbarung der Natur und natürlicher dingen auch mancherley subtiler würckungen

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830dcclxxiiijVon mancherlei wunderbaren wann auch nitt die zeyt erforderet den handel zů letſt beſchlieſſen/ vnd weil
man auch dem vnuerſtendigen vnnd gemeinen böffel ſolliches nitt ſoll er-
offnen/ vnnd wie das ſprüchwort lautet/ das heiligthumb nit für die hünd
werffen/ wolte ich mehr exempel brauchen.
Wiewol man mag durch alle bü
cher der maſſen fürfaren/ vnnd die waarheit durch erforſchung allenthal-
ben erkennen/ vnnd die vollkommenen in etlichen orthen noch mehr.
Wañ
du diſes alles zůſammen liſeſt/ vnnd mitt einanderen vergleicheſt/ magſt
du vyl komlicher alles erkundigen.
Die dritt fürnembſte nutzbarkeit iſt geweſen/ daß ich weyß vnnd weg an
zeigete/ wie man alles mitt gewüſſen vrſachen fürgeben vnnd lernen ſolte/
weil Vitruuius ſolliches weg nit acht genommen/ iſt ſein ſchreiben in noch-
uolgenden zeyttenn alſo verduncklet/ daß auch deſſen bücher vnnütz wor-
den/ vnnd ſich ſein ehr geminderet.
man wirt auch mitt der zeytt ſich deren
arbeit gar nitt beladen/ von wegen deß duncklen verſtands.
Wöllicher jrr-
thumb faſt allen Scribenten in allen künſten/ großen ſchaden zůgefüget/
auch deren nammen vnd der kunſt ſelbs bey allen nochkommenden ein ver
achtung bringet.
Deßhalben ſoll diſes bůch zů einem exempel ſthen/ damitt mencklich er-
kenne/ was mitt duncklen/ was mit heiteren/ mitt vyl oder wenig worten/
zů eroffnen ſeye.
daß auch vyl ein anders/ etwas mitt duncklen/ etwas mitt
kurtzen worten/ oder on alle vrſach an tag zů geben.
dann allein durch diſen
weg werdend alle ſachen/ ſo jetz leicht ſeind/ mitt der zeytt alſo ſchwer vnnd
dunckel/ daß man ſie gar nitt mehr verſthen mag/ vnnd niemandt nutzlich
ſeind.
Wann man aber etwas kurtz vnnd dunckel mitt gewüſſen vrſachen
anzeiget/ daß wirt von tag zů tag offenbarer.
Inn anderen dingen aber die
net der nammen vnnd ſachen als der geſchirren/ kleidung/ vnd ſpraachen
enderung zů großem nochtheil vnd ſchaden.
Wir wöllend aber deſſen geſchweigenn/ vnnd vrſach anzeigen/ warumb
11Ein verglei-
chũg diſer bü
chern vnd de
ren von Subti
liteten.
ich vyl mehr diſe/ dann andere bücher/ auch noch diſer ordnung beſchriben
habe.
Dieweil dann etliche nateürliche ding zů der gantzenn welt vnnd de-
ren fürnemmeſten theilen/ wölliche doch den entpfindtlichen ſinnen vnder
worffen/ gehörend/ habend wir inn demm erſten bůch deß gegenwirtigenn
wercks/ das ander vnnd ein theil von demm letſten bůch der Subtiliteten
begriffen.
das ander bůch begreifft das ander/ vnd das dritt von Subtilite
ten.
die nochuolgenden biß zů dem neündten ſeind einanderen geleich.
In dem ſiebenden wirt das neündt vnnd zehend begriffenn. das achteſt
habend wir den vier nochuolgenden zůgeeignet/ vnnd alſo bißhar auff das
kürtzeſt/ der geſtalt/ daß der mehrtheil inn wenigeren eroffnet.
Zům theil
weil die ding in den bücheren der Subtiliteten noch der lenge angezeiget/
vnnd weil die ding nitt gar zů diſem werck dienſtlich geweſen.
In nochuolgenden iſt das widerſpil beſchehen/ dann dem ſiebenzehen-
den bůch hab ich hie viere zůgeordnet/ vnnd dem achtzehenden drey.
dieweil
diſe matery weitleüffig/ vnnd nitt genůgſam in den bücheren der Subtili-
teten gehandlet worden.
Auß diſer vrſach hab ich auch das fünffzehend/ ſechßzehend/ zwentzigeſt/
vnnd ein vnnd zwentzigeſt nitt geleich gemachet.
auch das erſt vnnd achtze
hend nit.
ſonder weil vyl ding in diſem begriffen/ darzů mancherley ding/
habend wir ſie zů anderen gethon.

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