Cardano, Geronimo, Offenbarung der Natur und natürlicher dingen auch mancherley subtiler würckungen

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Subteilen ſachen.
zů der mitte des him̃els kommet. auch jr wach ſung gegen dem geſtirn über/
vnd die zeit der reuolution/ welche ſonſt fünff vnd zwentzig ſtũd iſt/ zů wel
cher zeit/ der Mon von Auffgang wider in den Auffgang kommet.
Dieweil dann der Monalle tag vmb das meer mit ſampt der erden lauf-
warumb die
ſchiff @@ des
meer vff vnnd
ab lauffen, nit
ſchnell farẽd.
fet/ iſt zůuerwunderen warũb die ſchiff in einer ſtund küm̃erlich über ſechs
tauſet ſchritt farend/ ſie werden dañ von den windẽ genötiget vnd getribẽ?
Die vrſach iſt/ daß nit das gantz waſſer/ auch nitt ein theil dem Mon nach
fabret/ ſonder ye das nechſt in das nechſt gelegen.
als wañ einer das fleiſch
trincket/ wirt ſich wol ein geſchwulſt darumb erheben/ vnnd das fleiſch an
ſeinem orth weichenn/ doch wirt ſich diſe geſchwulſt ſchnell durch den gan-
tzen ſchenckel zertheilen.
Dieweil ich aber von deſſen ſachen meldung gethon/ will ich auch Ariſto
welt ewig
nach der Phi
loſophen mei
nung.
telis argument anzeigen/ durch welches er auß des meerſaltz beweißet/ daß
die welt ewiglich geweſen ſeye.
vnd iſt diſe. Wañ das meer angefangen/ iſt es
zůerſt ſüß ader geſaltzen geweſen.
es was aber nit geſaltzẽ/ dieweil nitt ſo vyl
ſaltz mocht darein vermiſchet werden/ welches das meer verderbẽ mocht/
dann man ſoll halten/ es ſeye alles gůt erſchaffen.
dañ was ein vrſprũg hat/
als die ſee vnd flüß/ manglet alles geſchmacks.
deßhalben gläublich/ es ſeye
kein meer geweſen/ ſo auß erden vnd waſſer vermiſchet/ dieweil das geſal-
tzen allein auß einer vermiſchung entſthet.
Wann es nun am anfang kein
geſchmack gehabt/ vnnd mit der zeit erſt geſaltzen worden/ ſo hatt das ſaltz
auch ſein alter.
es iſt aber diſes nit. dann es iſt auff heütigen tag nit verſaltz
ner/ dann es vor zeiten geweſen/ darumb iſt das meer auch nie gemachet/
vnd deßhalben auch die welt nie.
Es ſeind aber auch der waſſeren verſamlung vnder der erden wie die ſee/
waſſer vnder
der erden.
als der Tanais in Moſcouiten/ der Lycus in Aſia/ der Tigris in Meſopo-
tamia/ welche mit einem imerwerenden lauff harfür kommend.
Man ſagt
es entſpringe auch der Timaus in dem feld bey Aquileia/ vñ bey Atinaten
ein waſſer ſo kein nam̃en hatt.
Dañ weil vnder der erden hülinen ſeind/ vnd
nit gar tieff/ wie in dem Gabienſer feld/ ein meil von Rom/ die erden erzit
teret/ wann wagen oder pferd für fůrend/ iſt kein wunder wann diſe mitt
waſſer erfüllet/ oder die erden von jren ſelbs einfallet/ o{der} der lufft gar ver-
derbt wirt.
Vnd ob wol diſe tieffe gar klein gegen der gantzen erden zůrech-
nen/ mag ſie doch gantze ſtett vmbkeren/ die ſee harein füren/ berg verloßẽ
mit vngeleicher hule/ dieweil nit alles/ ſo dargegen gelegen verſincket.
Weil aber die ſodbrunnen von etlichen brunnaderen entſthond/ gr abt
man ſie vier ſchůch tieff/ oder ein wenig mehr.
dann wann es alles waſſer we
re/ wurde die erden nacher fallen/ vnd die ſöd auch alſo tieff werden.
Es iſt auch der ſelbigen waſſer in dem winter nit wermer dañ im ſom̃er/
warumb das
waſſer im win
@er warm
ſeye.
ſonder man vermeinet nur alſo.
dann der lufft iſt in dem ſom̃er warm/ vnd
im winter kalt.
auß welcher vergleichung meinet man/ es ſeye ein waſſer in
dem winter wermer dann im ſom̃er.
dañ es wirt alle ding nach vnſeres leibs
vergleichung/ welchen alles vmbgibt/ geurtheilet.
alſo beſchicht wann wir
warm ſeind/ daß wir vermeinend/ die ding ſeyend kalt ſo wir anrürend/ vñ
wann wir kalt/ ſie ſeyend warm.
deßhalben vermeinend wir der harn ſeye in
dem bad etwas küler.
Es wirt auch das waſſer etwz warm/ wañ die werme
hinein gezogen/ dañ ſie mag nit harauß kom̃en/ vnd ſich auff die erden zer-
ſpreiten.
darumb bringend die ſchnee welche nit langwerend ſeind allwegen

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