Cardano, Geronimo, Offenbarung der Natur und natürlicher dingen auch mancherley subtiler würckungen

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Außzug von allen
ein fruchtbar jar/ vnd zů zeiten auch die langwerenden. Hie zů dienet auch
daß die gantze erdẽ an dem orth do dz waſſer hinein kom̃en mag/ voll bech/
ſaltz/ vnd metall iſt/ auß welchen begibt ſich/ daß die eingeſchloßenẽ demff
das waſſer erwermend.
deßhalben beſchicht/ wiewol gar ſelten/ daß etliche
brunnen in dem winter wermer ſeind dann in dem ſom̃er/ welches gantz wũ
derbar.
Es ſeind aber diſe waſſer eines gůten geruchs/ oder ſtinckend/ mö-
gend auch durch den geſchmack/ wann ſie entſpringen/ wol erkeñt werden/
alſo daß man wüſſen mag/ ob man die brauchẽ/ oder ſich vor jnen hietẽ ſoll.
Wañ man aber nit weißt ob an einer trockenen ſtatt waſſer verborgẽ ſeye
wie man das
waſſer erkun-
digen.
oder nit/ vnd was diſes für waſſer ſeye/ mag der geſtalt vermerckt werden.
Nimb ein bleyen geſchirr/ oder wañ du diſes nit haben magſt/ ein neüw ir-
den geſchirr/ das beſtreich mit öl inwendig/ vñ hefft ein trockne weiſſe wul-
len mit wachs an den boden/ welche in der mitte ein ſteinlein habe.
diſes ver
grab fleiſſiglich/ wañ die Soñ nider ghet/ vier ſchritt vnder die erden/ vnd
thůn den hafen vnden überſich/ doch daß die wullen nit harauß falle.
dann
bedeck den hafen allgemach wider mit erden zů.
An dem nachghenden tag
grab das geſchirr wider herfür/ vñ bedenck die wullen.
wann nun dz waſſer
nit weit iſt/ werden der erden dempff von des ſteinlein vnd der nacht kelte/
darzů von {der} feüchte die ſich an dz öl gehẽckt/ zů waſſer tropffen.
darũb truck
ſie auß zůſam̃en.
wañ deren wenig/ ſo iſt das waſſer noch ferr/ wann deſſen
vyl/ gar nach.
du wirſt auch am geruch vnd geſchmack wol vermerckẽ/ was
es für waſſer ſeye.
Es ſeind auch etliche auß diſen/ darzů außwendig der
erden/ welche nit allein des ſaltz vnd geſchwebletẽ bechs geſchmack habẽd/
ſonder gantz ſiedend ſeind/ wie zů Appon bey Padua.
vñ diſer alſo vyl/ daß
faſt kein land deren manglet/ dieweil auch an vyl orten diſe bruñen herfür
brechend.
Franckreich iſt diſer brunnen voll/ vnd noch mehr Teütſchland/
aber Italia am aller mehrſten/ wie dañ alle gůte ding doſelbſten fürkom̃en.
Sollicher vrſach můß das feüwr/ oder ein feüle/ oder nateürlich/ oder
wa her die ſie
dende brũnen
oder warme
beder ſeind.
himmliſche werme ſein.
es mag aber die himmliſche werme nit alſo mechtig
ſein/ daß die waſſer ſieden/ vorab zůnacht vnd im winter.
Die nateürliche
werme iſt allein an den thieren/ dann ſie habend ein ſehl vñ entpfindtliche
ſinn.
Es mag auch kein ſolliche große feülung ſein/ vnnd iſt nit gläublich/
daß ein matery wachſe vnd zůmal faule.
dann die laugwerenheit diſes wun
ders zeigt an/ daß die matery wachſen můß.
deßhalbẽ můß die vrſach in dem
feüwr ſein.
dann wañ die werme zů dem höch ſten kom̃en/ hatt ſie ein ſchlech
te bewegung/ vnd wirt deßhalben von jren ſelbs außgelöſchet.
Das feüwr
hatt zweyerley geſtalt/ ein flam̃en vnd ein glůt.
es iſt aber der warheit nitt
gemeß/ daß ein flam̃ daſelbſten ſeye/ dañ diſer bedarff einer offenbaren re-
ſpiration vnd athem/ verzeeret auch vyl matery/ alſo dz gãtz ſchwebelberg
einen monat gebroñen.
es wurden auch zů mehrmalen die erdbidẽ entſthen/
von wegen der auffſteigendẽ dämpff.
dz waſſer wurde auch vyl heiſſer ſein/
vnd wurde man das feüwr etwan ſehen/ wann es zů zeiten am ſelbigen orth
herfür breche/ welches doch nie mehr geſehen worden.
Diſes beſchicht aber
von den windenn/ wie man vermercket hatt.
dann wann die wind weyend
bey denen orthen da die flam̃ herauß bricht/ ſoll man deſſelbigẽ am nach gen
den tag erwarten ſein.
ſolliches beſchicht von der iñerlichen werme/ gleich
wie ein kalch/ welcher von auſſerlicher kelte zůſam̃en gezogen.
wañ dañ der
ſchwebel oder bech angezündet/ wirt der flam̃ gemehret/ als werẽ blaßbelg

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