Cardano, Geronimo, Offenbarung der Natur und natürlicher dingen auch mancherley subtiler würckungen

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Außzug von allen
beleibt es nit in dem bauch. der geſtalt iſt ger fluß Euleus/ welcher auß dem
berg Zagrus/ durch Suſianer landſchafft faret.
dann die Künig in Perſia
fůrten diſes waſſer mit jnen/ wann ſie inn kriegßläuffen zůfeld zugend.
al-
ſo fleiſſig warend diſe jr leben zůerhalten.
dañ das waſſer hatt faſt des lufft
natur/ als wir an anderẽ orthẽ angezeigt.
Es ſoll auch niemãd verwũderen
daß Artaxerxes Longimanus alſo lang gelebet/ weil die Künig in Perſi-
ſien/ ſo großen fleyß in dem lufft vnd waſſer zůerwellen gehabt.
doch find
ich bey Aeliano für den fluß Euleum den Choaſpen.
Ich find auch daß zwiſchen Gangen vnd Indum ein fluß gar eines liep
lichen geſchmack ſeye/ alſo daß deſſelbigen lands einwoner ſo nit am waſſer
gelegen/ botten außſenden diſes waſſer zůholen/ damit ſie es trincken mö-
gen.
Man vermeinet aber daß Choaſpes in Medier lãd lige/ wiewol Stra-
bo anderſt daruon haltet.
wann er aber in India were/ hette man das waſ-
ſer ſchwerlich mögen ghen Perſepolim bringen.
Deßhalben laß ſein/ das waſſer Chaſpis ſeye das beſt/ vnd ſeye des fluß
Eulei auch eines lieblichen geſchmack/ welches die Perſiſchen Künig ge-
braucht.
Es hatt auch India gantz gůte vnd angeneme waſſer. demnach dz
waſſer von dem Nilo/ darnach das Tyber waſſer in Italia.
Sonſt ſeind auch ander waſſer durch ihr kelte gar verrümpt/ als vorzeyt
Kalte waſſer.ten eines in Corinthier landſchafft auß eines bergs gübel gefloſſen/ welches
kelter dann der ſchnee geweſen.
Es zeigt Georgius Agricola an/ daß ein
meil von Culma ein waſſer vorhanden ſo vnſinnig genennet/ welches gar
kalt ſeye/ ob man wol vermeinet es ſiede.
Alſo iſt auch eines in Behem bey
dem fluß Egra/ welches wol nitt kalt/ aber doch ſeüdet vnd blateren gibt/
darzů laute klapff von jm laßet/ daß es ein wunderbar getöß in den ohren
gibt/ von ſeines fal wegẽ.
Geleicher geſtalt ghet es auch mit dem Rhein zů/
vn{der} dem bodenſee bey Schaffhauſen/ da er über hoche felſen hinab fallet/
daß man jn etliche tauſent ſchritt hören mag/ vnnd an der neche einẽ Ton-
der faſt geleich iſt.
dann wann das waſſer vonn der höhe hinab fallet/ oder
mit ſtarckem trib auß engen orthen lauffet/ gibt es ein getöß.
alſo iſt der
kelte vrſach die ſchnee/ Marmolſtein/ metall/ kalter himmel/ ſchnelle bewe
gung/ hocher hinabfal/ vnnd fürnemlich wann ſalpeter darunder vermi-
ſchet iſt/ dann ſolliches wirt hernach angezeigt werden.
Doch beleibt diſe
kelte in etlichen brunnen nit alle zeit.
als in einer ſtatt in Hiſpaniẽ/ Peſque
ren von Dueren zůgehörig/ bey dem großen fluß Durren/ ligt xj grad von
den glückſeligen Inßlen/ vnd zwey vnnd viertzig von dem Aequinoctial/
da iſt ein bruñ welcher in dem früling waſſer gibt/ in dem ſommer hernach
gantz vylfaltiglich.
Zů anfang des herbſt aber facht er an außtrucknẽ/ vnd
bleibt in dem winter trocken.
Blaſius de Villa Frãta ein Hiſpanier artzet/
als einer der deſſen gůte erfarnuß habẽ vermeint/ achtet/ es kom̃e von des
bronnen tieffe har/ darum̃ verſige er inn dem ſom̃er nit/ aber in dem win-
ter werde er durch die innerliche werme der erden verzeert.
Ich hab aber vorhin angezeigt/ daß die innerliche erdenn nitt für ſich
ſelbs wermer in dem winter dañ im ſommer ſeye/ ſonder allein auß verglei-
chung des lufft.
Weil nun diſer gantz kalt/ hatt er etwz ſalpeter. in dem ſom
mer ghet er an/ wan die bechlin von den bergen herab lauffen vñ die ſchnee
ſchmeltzen.
in dem Herbſt wirt er trocken/ wann die waſſer von den bergen
auffgehöret vnder der erdẽ zůflieſſen/ darumb iſt er in dem winter trocken.

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