Cardano, Geronimo, Offenbarung der Natur und natürlicher dingen auch mancherley subtiler würckungen

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Von mancherlei wunderbaren
Die Griechen vereriben die ſchermüß alſo/ ſie ſagend man ſoll ein nuß o-
Schermeüſs
vertreiben.
der ein anderen öpffel/ ſo geleiche hert hatt/ außhülen vnnd durchboren/
demnach ſtrauw/ wachs/ vñ ſchwebel gnůgſam darein thůn.
auff diſes ſoll
man alle kleine zůgeng vnd lufft löcher der ſchermeüßen wol verſtopffen/
vnnd ein loch ſo etwas weytter offen behalten.
in diſes ſolt du die nuß/ ſo in
wendig angezündet iſt/ legen/ alſo daß ſie von dem einẽ orth har möge lufft
entpfahen/ wölchen ſie an dem anderen orth wider von ihr laße.
wann alſo
alle ſpält voll rauchs werden/ müſſen die ſchermeüß eintweders gleich flie-
hen oder ſterben.
Wañ du der bauren oder feldmeüß löcher mitt eichener
eſchen fülleſt/ werden ſie grindig vnd ſterben.
Ich ſag das nicht ſchnellers
alle thier vmb bringet/ dañ der ſteckrüblin ſafft/ welches doch den alten vn
bekant geweſen.
es iſt auch nit gůt von den vmbgebrachten thierẽ zůeſſen/
ſie ſeiend vierfüßig/ vögel/ fiſch oder andere.
Wann du einem hund ein gekochte fröſchen zůeſſen gibſt/ wirt er nim̃er
von dir weichen/ alſo ſchreibt Saſerna in ſeinem feldwerck daruon.
ich weiß
aber wol daß ich vyl hünden zů mehrmalen fröſchen/ ſo ongefahr gekochet
waren/ geben hab/ welche mir doch nit gehorſammet.
Wann ſie aber etwan
ein anderer ſchlecht/ ſo ſie von dir weichẽd/ vñ du jnen allein zůeſſen gibſt/
bleibend ſie bey dir.
Etlich vermeinend wann man ihnen brot zůeſſen geb/
das man vnder der achßlẽ getragen/ alſo das es von ſchweiß naß worden/
ſeyen ſie den herrẽ gehorſam vnd lieben die.
die andere/ welches doch ſchant
lich zůſagen/ wann man das brot in eines weibs kranckheit vnd blůt beſud
le.
Vnd wañ ſchon diſes war/ ſoll man doch nit ein ſolche ſchand begehn/ da
mit man den hund günſtig behalte.
Alle thier/ nit allein die vierfüßige/ werden treffenlich vnnd gar bald
Thier ſelſst
zůmachen.
feißt nach dem dreytägigen hunger/ mit der ſpeiß/ ſo ihnen füglich iſt.
man
vermeint es ſeye den roßen das bilſenkraut/ ſneckenfleiſch/ gerſten vnd an
ders der gleichẽ/ gantz kommlich.
den ſchaffen iſt das ſaltz in der ſpeiß gůt/
dann ſie werden fürnem̃lich durch das tranck feißt.
Die vrſach iſt daß der
hunger in diſen thierẽ die überflüſſige feüchte verzeert/ vñ mehret die hitz/
vnd bringet vyl tag begird zů der ſpeyß.
Die wildẽ thier fragend nicht nach
der ſpeyß/ dann wañ ſie die nateürlich begird darzů treibt.
Es hatt aber die öltrůſen ein ſolliche krafft vnd nutzbarkeit/ dz ſie auch
die ochſen vor krãckheit behütet/ vñ luſtiger zů eſſen machet/ wañ man diſe
allgemach am vierdten o{der} fünfften tag vnder die ſpeyß vnd trãck miſchet.
Alſo wann man diſe mit weintrůſen vnd feygbonen ſafft vermiſchet/ vnd
außwendig das viech vnnd ſchaaff mit beſtreychet/ behaltet es ihnen das
haar vnnd wullen/ darzů die haut vor reüdigkeit vnd auff ſchrinden/ ja es
@nehret jnen auch die wollen.
es iſt aber beſſer daß man die geſchmirtẽ ſchaaf
mit ſaltzwaſſer ab weſche.
. Der geſchmack von einer verbrenten katzen ver
treibt alle arthen der wißelein.
alſo beſchicht mitt allen blůtloſen thieren/
ein yedes in ſeiner arth.
Wann man ein ſchwam in feißte röſtet/ iſt der hünden gifft/ dañ er frißt
diſen/ vnd mag jn weder widergeben/ weil er geſchwillet/ noch vertäuwen
veil er gantz zäch iſt.
alſo geth es auch mit den thierfälen zů/ doch töten ſie
nit ſo bald.
demnach die mittelmeüßlin ſo leicht vnnd hert ſeind/ alſo auch
das glaß.
dañ das überig gifft ſpeyen ſie herauß. Mam kompt jnẽ widerũb
zůhilff/ wann ſie vyl öl getruncken/ welches der mehrtheil nützlich inn den

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