Cardano, Geronimo, Offenbarung der Natur und natürlicher dingen auch mancherley subtiler würckungen

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Von mancherlei wunderbaren
Es were diſes vyl nutzlicher geweſen/ vnnd ſeiner lehr baß angeſtãden/
dann vyl Mathematiſch fragen ſtellen/ in welchẽ er doch nit gar wol erfa-
ren.
Darumb weil der diſes nit angezeigt/ wöllen wir daran gerathen vnnd
lernen warumb diſer ſtein von den durchtringendẽ vnd ſubteylen artzneyẽ
gebrochen werde.
Es iſt aber offenbar daß diſes ſo durchtringen ſoll/ ſubtyl
ſein můß.
es iſt auch die zertheylend artzney/ ſo die feißte vnnd zäche feüch
tigkeit/ durch wölche der ſtein zůſammen gewachſen/ aufftrücknẽ mag.
da-
rumb můß es gar trocken vnd ſubtyl ſein.
wañ es aber faſt kalt/ beſchicht es
vyl mehr/ wie das gold von dem queckſylber/ vnd die ſtein in dem winter.
Doch iſt gewüß dz es gar ſchwerlich zů geth/ dz ein ſubtyl ding ſo gar kalt/
oder ein faſt hitzig vnd trocken/ die blaſen nit letze vnnd verderbe.
darumb
gefallet etlichen der gediſtilliert eßig.
demnach zerlaßend etlich Chryſecollẽ
oder berggrün vnd ander darinnen/ welches dann hie vnd ſonſt angezeigt.

etlich brauchend wintergrün ſafft.
inn gemein aber was offt gediſtilliert/
wirt ſubtyler.
es dienet auch retigſafft wol darzů/ vnnd was ſonſt der gelei
chen iſt/ doch daß ſie nit das temperament übertreffen.
Wie geth es dañ zů/
daß der Iudẽſtein/ oder ſcorpion eſchẽ/ die doch einer dickẽ ſubſtantz/ auch
die krebßaugen den ſtein zermalen/ dieweil wir doch gar ſubtyler dingẽ be-
dörffen?
es were dann ſach daß die ſelbige ding das an jhnen hetten/ als ein
ſafft/ ſo von der nateürlichen werme nit verderben/ vonn wegen der vmb-
gebenden ſubſtantz grobheit/ alſo daß die krafft inn anderen nitt ſeye.
da-
rumb wann man ſchon die ſelbige durch ein rörlin hinein ſpritzet/ ſeind ſie
doch nicht nütz.
Was ſubtyl iſt/ wirt durch ein krefftig vñ beſtendig feüwr gediſtilliert/
was aber gar vollkommen/ bedarff einer kleinẽ vnd gar feüchten werme/
wie dann diſes iſt ſo Marienbad genennet.
Waß aber einer mittelmeßigen
arth/ ſoll durch mittel feüwr beſchehẽ/ als die äſchẽ vnd ſand.
es ſeind auch
etlich mittel ding/ die zů den mitlen gehörend/ als wann man waſſer vnnd
ſand zůſam̃en thůt.
Man endert auch offt des feüwrs größe/ vñ die qualite
ten nit/ als wañ man den brentẽ wein mit einer kertzen liecht oder an {der} Son
nen diſtilliert.
Alſo werden beyde geenderet. Es ſoll aber das verdorbẽ waſ-
ſer bey einem großen feüwr gediſtilliert werdẽ/ auch etwas zächers/ damit
das ſo verdorben/ gar zůgrund gange.
aber darũb höher/ weil es ſonſt nitt
möcht geſamlet werden.
Man hencket aber die wullen auff/ damit wann ſie
außgetrucket/ man mehr waſſer habẽ möge/ daß man auch keines anderen
geſchirr bedörffe/ ſonder allein mit dem keſſel genůg habe.
Was aber etwas größer vnd dicker iſt/ als die ſeind ſo in Marienbad ge-
diſtilliert werden/ das nimmet an ſtatt des waſſers allein den rauch an/ vñ
hencket man das geſchirr etwas höher auff/ damit ſie den geſchmack vnd ge
ruch lenger behalten/ es werden auch diſe ſafft/ ſo alſo außgetruckt/ ehe zer-
ſtöret.
Dann in der diſtillierung hatt man allein auff acht ding ſorg. eint-
Acht ding
in der diſti
lierung zů
bedencken.
weder iſt allein die krafft/ vnd der geruch oder geſchmack darzů.
dann mit
derkrafft ghend diſe ding auch hindurch/ als wann wir roſen in einẽ leinen
tůch behalten/ oder auch vnder den mandelkernen.
oder allein der rauch/
als in dem weyrauch/ vnd diſen dingen ſo man zů reüchen pfligt.
es iſt aber
offenbar daß auch in diſen dingen die krafft vnd anders/ ſo darbey iſt/ hin
durch geth.
was aber diſes ſeye/ iſt jetz gemeldet. oder es iſt lauter waſſer. es
beſchehen auch diſe weyß on feüwr.
aber am aller beſten mitt Marien bad.

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