Cardano, Geronimo, Offenbarung der Natur und natürlicher dingen auch mancherley subtiler würckungen

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Außzug von allen
hatt ein geſtalt eines creützes geben/ dieweil die faden/ wann ſie gewäben/
kreützweiß gemacht werdẽ.
Es werden auch alſo der kleinen thierlenen ey-
er/ gleich wie der fröſchen vnd fiſchen herumb getriben/ welche die thier in
den großen winden vnnd vngeſtümen wetteren herfür bringen/ gleich als
wann ſie hinab geregnet weren.
Darumb wann man die vrſach ſücht/ iſt es
nit ſo ein groß wunder/ dañ ſolliches geſchicht nit/ dañ nur in großen mech
tigen winden.
Alſo dz vor zeiten in ſollichen großen vngeſtümenen/ große
übergieſſungen vnd verſchwämmung der waſſeren entſtanden ſeind.
Die wind kom̃end von einer großen vnd mechtigen werme vnd tröckne.
wind bedeüt-
tung.
zeigend auch gemeinlich verreterey an/ alſo das ein gemein ſprichwort wor-
den/ Große wind/ große verreterey.
Oder vyleicht mag man die vrſach auß
dem geſtirn ſůchen/ alſo daß es geſchehe vonn wegen der zůſammen kom-
mung Mercurij/ Martis/ Hundsſtern/ Arcturi vnd Orionis.
Oder auch
das die hitzige vnnd trockne zeit/ die ſchwachen vnd blödẽ höupter vexiert
vnd plagt/ alſo daß ſie zů verreterey/ auffrůr vnnd todtſchlag bereitet wer-
den.
Es hatt der gemein böffel gemeinglich ſolche häupter/ dañ ſie haben
kein erfarnuß/ vnd halten ſich vnmäſſig/ werden deſſenthalb zů ſchandtlt
chen laſteren gereitzet.
Sye werden aber offtermals betrogen/ vñ darumb
haben die alten glaubt/ es ſeye gůt/ das man die götter zů den ſelbigen zeit
ten ernſtlich anrüffe.
Es komment auch alſo von großen vngeſtümen wetteren die fiſch in an-
dere waſſer vnd weyer/ deßgleichen frömbder ſamen in ander erdtrich/ wie
Theophraſtus von dem Laſer ſagt/ darumb hat man vnrecht glaubt daß
neüwe kreüter vnd fiſch/ von wegen der feülung wachſen/ dann ſie kom̃ent
allweg noch groſſer vngeſtüme/ aber nit nach groſſer ſchöne.
Wann es zů end des Glentzes oder Sommers vyl rägnet/ keine wind/
Zeichen der
zůkünfftigenn
peſtelentz.
vnnd große hitz iſt/ vnd ob es gleich nit regnet/ vñ aber doch ein trübe/ vñ
neblechtig wetter vorhanden/ iſt es ein gewiß nateürlich zeichen vnd vrſach
der zůkünfftigen peſtilentz.
Alſo hatt es Hippocrates in der ſtatt Cranon
vorgeſehen/ welchem gleich ein große Peſtilentz hernach geuolget iſt.
In den eychöpflen (welche gemeinlich im Mertzen durch hület werdenn)
wachßt gemeinlich ein wurm/ etwan ein ſpinn/ vnd allemal ein flieg.
Wañ
ein wurm darinn wachßt/ ſo bedeüt es ein peſtelentz.
dañ ein wurm wachſet
von großer feüchtigkeit/ die nit wol gekocht wirt.
Iſt es ein fliegen darin/
ſo bedeüt es fruchtbarkeit/ dann die feüchtigkeit můß dünn ſein/ vnd wol
gekocht/ darumb iſt auch der lufft recht vnd artig temperiert/ welcher ein
überfluß aller dingen gibt.
Wann aber ein ſpinn herfür kompt/ bedeüt es
vnfruchtbarkeit/ dann ein ſpinn iſt ein kalt vnd trocken thier/ darũb wibt
ſie.
Die kälte aber vnd tröckne iſt der gebärung vnd dem leben gar zůwider.
Mit kunſt vnnd geſchicklichkeit ſeind zwölff verrümpte menner zů allen
Zwölff geler-
te menner.
zeiten hoch geachtet/ welche ich zůſammen geordnet hab.
Der erſt iſt Archimedes/ welcher nit allein von wegen der bücheren ſo er
Archimedes.hinderihm verlaſſen/ ſonder auch von wegen der geſchwinden erfindung
vnd kriegßrüſtungen (als Plutarchus ſagt) mit welchen er die Römer offt
gedempt vnd abgetriben/ faſt verrümpt worden.
Es ſagt Plutarchus in
der beſchreibung M.
Marcelli vonn wunderbarlichen erfindungen diſes
mans/ welche jm von keinem nachgethan werden/ als wir auch auß Gale-
no bezeügen mögẽ.
Diſem volget gleich Ptolomeus Alexandrinus nach/
Ptolomeus.

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