Cardano, Geronimo, Offenbarung der Natur und natürlicher dingen auch mancherley subtiler würckungen

List of thumbnails

< >
971
971 (dccccxv)
972
972 (dccccxvi)
973
973 (dccccxvii)
974
974 (dccccxviii)
975
975 (dccccxix)
976
976 (dccccxx)
977
977 (dccccxxi)
978
978 (dccccxxii)
979
979 (dccccxxiii)
980
980 (dccccxxiiii)
< >
page |< < (dccccxix) of 997 > >|
Subteilen ſachen.
Es geſchicht vyleicht nitt on vrſach/ daß es aber allzeit geſchehe iſt nitt zů-
glauben.
dann es iſt anzeigt/ daß die gröſte vrſach die geilheit zůerwecken/
ſeie die einbildung eines dings welches wir lieb haben/ vnd deſſen begären
zůgenieſſen.
Noch vyl mehr iſt zůuerwunderẽ/ dz man ſagt/ daß eines dachſen zan/
oder ſein lincker fůß/ an den rechten arm des menſchen gebunden/ die me-
mory vnd gedechtnuß ſtercke.
Ich wölte ehe glauben/ wie Symeon Sethi
ſagt/ dz eines räbhůns gall vmb die ſchlaffaderẽ geſtrichẽ/ damit ſie hinein
tringe/ zů dem monat ein mal/ die memory hefftig ſtercke vnd fürdere.
Wiewol auch diſe die Meliſſen hefftig ſterckt/ darzů die ſiñ ſcherpfft/ vñ
den menſchen klůg vnnd fleiſſig machet.
ſolliches thůt auch garten kreſſig.
Einer hennen hirn fürdert auch die ſinnreiche vnnd gedechtnuß. alſo das
ettlich auß großer aberwitz wider zůrecht kommen ſeind.
Wann man einer Muleſelin ſchweiß auff den bauch legt/ macht die wei
Mauleſel
ſchwelſs.
ber vnfruchtbar/ vnd das ſie nit entpfahen.
Es iſt auch wol müglich/ daß
diſes ſolches thüe.
Daß aber eines ſchwartzẽ hunds aug/ ſo in der hand ge-
habt/ verhüte das die hund nit bellen/ vnd den dieben vnnd ehebrecheren
nutzlich ſeye/ möchte von wegen des geruchs geſchehen.
dann die hund als
allen wol bekannt/ habend ein ſcharpffen geruch.
Solliches müßte einer
inn einem friſchen außgeſtochnen aug erfaren.
Es iſt gemein/ vnnd einem jeden zůwiſſen/ daß des affen hertz gůt für
Affen hertz
nutz.
das hertzklopffen iſt/ es hilfft auch den ihenigen ſo mit dem fallendẽ ſiech-
tagen beladen ſeind/ vnd machet fräuel vnd verſtendig.
dann gleiches wirt
mit gleichem geholffen/ das ſehen wir auch inn den hüner mägen/ welche/
wann ſie vor dem eſſen genommen/ vnnd verdöuwt werdẽ/ ſtercken ſie den
magen mechtig/ dann ſie ſeind hart töuwig/ vnd iſt diſes ſo geſpeiſet wirt/
allwegen der ſpeiß geleich/ doch ſeind der Byren ſamen (als Simeon Sethi
ſagt) der zungen gůt/ wiewol ſie jren nit gleich ſeind.
Die haut von dem rechten fůß des geyren hilfft dem rechten fůß des Po
dagräniſchen/ vnd die lincke dem lincken fůß.
Der nabel eines kinds/ welcher ſo es geboren/ abgeſchnitten wirt/ in ei-
Kind@ nabel.nem ſilberen ring getragen/ alſo das er die haut berür/ hatt vylen geholf-
fen/ das ſie nitt inn Colicam oder krimmen gefallen ſeind/ vnnd habend
ſich etlich (als ich geſehen) vyl jar alſo behütet/ vyleicht hat ihn der glaub
geholffen/ dann ich kan nit ſagen/ daß es allen helffe/ wie ich auch oben an-
gezeigt hab.
Man hatt allwegen gezweifelt/ ob die ihenigen ding ſo angehenckt wer-
Podagran zů
milteren.
den/ etwas ſchaffen vnnd krafft haben mögen.
Ich hab erfaren vnnd
geſehen an einem gůten freünd/ daß das männle von Peonien wurtzen ſo
vaſt groß/ vnnd inn dem vollen Mon gegraben/ vnnd an den halß ge-
henckt/ dem Podagra wol geholffen hatt.
ich ſag aber darumb nit das es al
len helffen werde.
Conradus Geſnerus ſagt vonn einem ſeltzamen wunderwerck/ welches
mit ſeinem gantzen leib vnd angſicht einẽ menſchen gleich ſach/ allein dz es
füß vnd negel hatt wie ein adler/ vnnd was gar ſtumm.
Es iſt geſehen wor
dan Anno M.
D. xxxj. im wald zů Hameßberg in Meyſſen. Es war
ſchier bleicher farb/ vnnd hatt ein bart.
ſein haar was auch wie ein helm.
oben auff dem rucken/ vnnd außwendig an den beinen vnd armen (welche

Text layer

  • Dictionary

Text normalization

  • Original

Search


  • Exact
  • All forms
  • Fulltext index
  • Morphological index