Cardano, Geronimo, Offenbarung der Natur und natürlicher dingen auch mancherley subtiler würckungen

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Subteilen ſachen.
der kürtzer wöllicber etwas bleicher hatt die überigen drey. Alſo warend ſie
all ſieben.
ob ſie etwas auff dem haupt gehabt oder nitt/ ſind ich nit geſchri-
ben.
Sie warend alters halben ſchier wie viertzig jerige menner/ jedoch ver
meinte einer ſie werend nit über die dreyſſig jar.
Als ſie gefraget warden wer ſie werend/ habend ſie geantwort/ ſie ſeyen
lüfftige menſchen/ wölliche auch wurden vnnd ſturbend.
ſie lebten aber vil
lenger weder wir/ als nemlich biß auff die drey hundert jar.
Als er fraget
von vntödtlichheit der ſehlen/ ſprachend ſie/ ſie hetten inn dem faal nichts
beſonders.
Sie werend den götteren vyl neher weder die menſchen/ jedoch
were zwiſchen ihnen ein großer vnderſcheid.
Sie werend aber nitt mehr ar-
beytſeliger oder fäliger/ gegen vns zů rechnen/ weder wir gegen den thieren
vergleichet.
Sie wüſſend alle verborgene ding/ als nemlich büecher/ vnnd
gelt.
Sie kom̃end alſo zůſammen auß herrlicher menner geiſter/ geleich wie
ſchlechte leüt gůte hünd vnnd ſchöne roß erzugend.
Vnnd dieweil ſie eines
dünnen leibs/ könten ſie vns nitt vyl nutz oder ſchaden thůn/ allein daß ſie
vns erſchinen/ erſchreckten/ vnnd dannethin wiſſenheit geben.
Der kleinſt
vnd kürtzeſt vnder jnen hat drey hundert lehr jungen/ der ander zwey hun
dert/ auff einer offnen hohen ſchůl/ dann ſie laſen beid offenlich.
Als nun mein vatter fraget warum/ wann ſie ſchätz wüßten/ ſie die ſelbi
gen nit anzeigten?
haben ſie geantwort/ es ſeye mit einem beſonderen geſatz
vnnd großer ſtraaff verbotten/ daß keiner ſolliches anzeigen ſolte.
Sie be-
leibend bey ihm alſo mehr dann drey ſtund/ vnd diſputierten/ noch dem er
fragte/ von vrſach der welt.
Der lenger wolte nitt zů laſſen daß Gott die
welt von ehewigkeit her erſchaffen hette.
Harwiderum̃ ſagt der ander Gott
erſchüffe all augenblick die welt/ alſo/ wann er nur ein klein wenig ſtill ſtün
de/ wurde die welt gar zů grund ghen.
Darzů bracht er etliches auß Auer-
rois diſputationen/ wölliches bůch noch nit gefunden war/ er nennet auch
ettliche büecher/ wölliche zům theil vorhanden/ zům theil aber noch ver-
borgen ligen.
Sie warend aber faſt alle Auerrois/ er ſagt auch offenlich er
were ein Auerroiſt.
Du wölleſt diſes für ein fabel oder hiſtory erkenne@/ ſo
iſt es gewüßlich alſo ergangen vnd geſchehen.
Es ſagt der hoch geleert mann Philippus Melanchton/ wöllichem wol
wunderbare
hiſtorien.
zů glauben/ in dem anderen bůch der nateürlichen hiſtory/ daß zů Nüeren
berg Anno tauſent fünff hundert vnnd dreyſſigeſten jar/ der teüffel in ei-
nem cryſtall einem prieſter ein ſchatz gezeiget/ vnnd als er noch bey der ſtatt
gegraben/ vnnd ein gůten fründ zů jm genommen hat (wölcher das ſelbig
darnoch erzellet) haben ſie ein ſchwartzen hund auff einem trog funden ſi-
tzen/ als wann er es verhütete.
Der prieſter iſt fräuel hinein geſtigen/ vnnd
von ſtund an in dem loch alſo verfallen.
Eraſmus Roterodamus erzellet in ſeinẽ epiſtolis oder ſendbrieffen auch
ein wunderbarliche hiſtory.
In Teütſchlanden iſt ein ſtatt mit nammen
Schiltach/ acht großer Teütſcher meil wegs vonn Freyburg gelegen/ von
wöllicher man vyl wunderbarlich ding ſagt/ ob es alles waar ſeye oder nit/
kan ich nit ſagen.
Das iſt aber gewüß/ daß ſie gantz vnnd gar verbrunnenn
iſt/ diſes hat ein weib bekennet vnnd darumb gerichtet worden.
Solliches
iſt geſchehen an dem zehenden Aprilis/ auff donnerſtag vor Oſteren/ Anno
1534.
Etliche burger habend die ſach dem rath der geſtalt erzellet/ als mir
Hemrichus Glareanus angezeiget hat/ auff diſe weyß.

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