Cardano, Geronimo, Offenbarung der Natur und natürlicher dingen auch mancherley subtiler würckungen

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192 cxxxvi
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Von mancherlei wunderbaren
herb/ vnnd eines anderen geſchmacks/ wie auch die biren vnnd andere fru
cht/ ſo von wegen des him̃els vnnd erden art geendert werden/ oder auch
nach dem der baum wol erbauwen wirt.
Sie hat auch wullen an im wie der
weyß diſtel/ darum̃ ſchadet ſie den zenen.
Es ſchmecket auch einem das waſſer nitt darauff/ wañ man es trincket/
alſo daß ſie die waſſerſeüchtigen von dem tranck erſchrecken/ vnd alſo etwz
helffen möcht.
Vnder diſen iſt auch hyayama/ ſo inwendig weiß vnnd wie
der wein iſt/ aber eines herberen geſchmack.
Die Boniama die iſt ſüß vnnd
auch weyß/ doch ſicht ſie etwas dem kuder geleich.
diſe beide ſeind auch etwz
runder.
die hyayama iſt etwas lenger/ vnnd gel farb/ inwendig ſchwertzer/
vnnd diſe iſt die aller beſte.
Diſe frucht entpfindet am aller mehrſten der bauren arbeit/ dieweil die
vnerbauwenen vyl ſchlechter dañ die gebauwen ſeind/ man brichet ſie etwã
ehe dañ ſie zeyttig werdẽ ab/ vñ bringt ſie biß in Niſpaniẽ.
wañ die aber nitt
an jrẽ eigenẽ baũ zeyttig werdẽ/ ſeind ſie nitt halb ſo gůt.
wañ mã die zweyg
an ein ander orth bringt/ ſeind ſie auch nitt gerecht.
Solliches zeiget Ouie-
dus an/ wölchẽ man billich ſoll glauben geben.
Das aber in diſer frucht ein
ſubteile feüchtigkeyt/ demnach auch ein feiſte vnnd wäſſerigkeyt ſeye/ zei
get gnůgſam̃ an/ dz ſo vyl ſafft/ gůter geruch/ vñ kurtzes leben vorhanden.
dañ ſie wirt bald welck. wölche aber öl tragend/ in den beeren/ o{der} äderlinẽ/
als die iũge cederbäum/ wölche treffenlich vol öls ſeind/ die werdẽ nitt faul
als etwan vor angezeigt.
Auß diſem iſt auch bekandt/ daß dz öl mitt {der} zeytt
zů hartz wirt.
alſo daß dz hartz etwz mehr jrdiſch dañ dz öl ſeye. dañen har zer
treibet man dz hartz mitt öl.
darum̃ vermiſchet man diſes/ dann es hatt ein
natur/ wañ es auch vermiſchet wirt/ ſpreittet es ſich auß/ vnd iſt nitt mehr
ſo zäch.
Wir habend an einem anderen orth angezeigt/ dz des erterich vnd
luffts enderung/ vyl ding verwandlet/ demnach das einerley geſchlechts
mancherley arten ſeind.
Man vermeinet aber ietz/ es ſeye alles ein ding/ al
ſo kempffet zů vnſeren zeytten fleiß vnnd ernſt mitt dem gůten gelück.
Nixen.
Die Mixa ſeind den alten vnbekant geweſen/ ſie habend auch nie von de
nen gehöret/ wölche ietz in Italien vñ vm̃ligenden landen geſam̃let werdẽ/
alſo daß man die grien verſůchẽ mag.
Diſer baum (als Matthiolus ſagt) iſt
dẽ kriechbaũ geleich/ doch etwz kleiner/ {der} ſtock hatt ein weyſſe rinden/ aber
die äſt ein grüne/ er hatt rũde vñ ſtarcke bletter/ vñ kleinere frücht dañ die
kriechẽ/ ſo grien/ vñ wañ ſie zyttig worden braun ſeind/ darzů dreyeckech-
tig ſtein haben/ am guſt oder geſchmack ſeind ſie ſüß/ doch alſo zäch dz man
vermeinet man habe leim verſucht/ vnnd diſes vylicht nit vm̃billich/ dañ
man ſagt man mache den beſten leim auß diſen in Orient.
Dieweil ich aber deſſen gedẽck/ fallet mir nit vnkom̃lichẽ ein der Ribes o-
{der} S.
Iohañes treübel beſchreibũg. dieweil diſe frucht in {der} artzney gantz ge-
breüchlich/ an wölches ſtatt wir ein vnerkandt geſteüd brauchẽ/ ſo an dem
ſchattẽ frucht bringt.
Deßhalben hatt Petrus Bellonius/ {der} diſes gewächs
auff dem berg Libano geſehẽ diſes daruõ.
Die S. Iohans treübel wachſen
vn{der} dẽ ſchneeoberſt auff dẽ berg/ vñ hatt bletter wie die wildampffertẽ/
doch etwz ron{der} vñ gröſſer.
in {der} mitte tregt diſes geſteüd rote ber/ als wir an
dẽ Alexandriniſchen lorbaum/ hippogloſſen oder roß zungen vnnd ruſ-
cen oder dornechten geſteüd in Italien ſehen.
Deßhalbẽ iſt bekandt daß die leüt zů vnſerer zeitt/ we{der} an fleiß noch ver

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