Cardano, Geronimo, Offenbarung der Natur und natürlicher dingen auch mancherley subtiler würckungen

Page concordance

< >
Scan Original
611 dlv
612 dlvi
613 dlvij
614 dlviij
615 dlix
616 dlx
617 dlxi
618 dlxij
619 dlxiij
620 dlxiiij
621 dlxv
622 dlxvi
623 dlxvij
624 dlxviij
625 dlxix
626 dlxx
627 dlxxi
628 dlxxij
629 dlxxiii
630 dlxxiiij
631 dlxxv
632 dlxxvi
633 dlxxvij
634 dlxxviij
635 dlxxix
636 dlxxx
637 dlxxxi
638 dlxxxij
639 dlxxxiij
640 dlxxxiiij
< >
page |< < (dlxij) of 997 > >|
Von mancherlei wunderbaren
einer lengeren zeit. diſes mag man auch mitt einem kupfferen redlin voll-
bringen.
Wann man die tůch vnd mappen mit calchant oder ſpangrün buluer be
ſprenget/ ſo geweſchẽ vnd alſo wider getrocknet/ werdẽ ſie am ſelbigen orth
ſchwartz/ ob ſie wol vorhin gar weiß geweſen.
wañ man die meſſer mit colo-
quint ſafft ſchmiert/ ſo wirt alles bitter.
wann man aber ſolliches mit dem
krant oder ſafft/ ſo teüffels treck genennet thůt/ ſo wirt es alles ſtincket.
Man mag ein Muſic leichtlich zůbereitẽ/ vnd iſt Ariſtotelis erfin dũg/
du ſolt vyl gleßene krüg oder gutteren/ die gantz geleich ſeind/ bey einande
ren haben/ ongefahr zwentzig.
diſe full alſo zü/ daß ein vnderſcheid deß ge-
thöns an jnẽ geſpürt werde.
dañ diſes ſo halb voll/ hatt ein Diapaſon ſtim̃
gegen dem lären.
wann man das dritt geſchirr den viertheil zů füllet/ über-
kommet es ein Diapent ſtimm gegen dem lären/ vnd gegen dem halb voll
ein Diateſſaron ſtimm.
Alſo magſt du fürfür den vnderſcheid bey dem
lären nemmen/ vnd ein reſonantz vnd harmoney anrichten.
Wañ einer ein ring an finger ſtecket/ alſo daß der finger geſchwillet/ vñ
Ring abziehẽ.der ring daran beleibt/ auch nit mehr mag abgezogen werden/ ſo thůn ein
faden in die nadel/ vnd zeüch die vnder dem ring hindurch.
an dem anderẽ
orth wicklen den fadẽ vmb den finger/ vñ thůn diſes ſo offt vñ alſo dick/ dz
der gantz knoden oder geleych/ vnd des fingers orth ſo zwiſchẽ dem ring
knoden ſthet/ mit dem faden vmbgebẽ werde/ alſo dz man gar nicht daran
ſehẽ möge.
zůletſt zeüch die nadel wider hindurch/ vñ treib den fadẽ ſchnell
herumb/ ſo geth der ring allgemach ob dem faden über den knoden hinab.
doch hüt dich daß du nit lang verzieheſt/ dann der finger geſchwillet bald/
daß ein ſchmertz entſteth/ vnd der ring nit mehr mag abgezogen werden.
Wann einer die hend mit bech oder hartz beſcheißt/ ſo geth esdem öle
wider ab.
das öl geth von kleyen ab/ dz waſſer nim̃et die kleyen hinweg/ vñ
tröcknet man dz waſſer zůletſt mit dem tůch ab.
Alſo geth es mit allẽ menſch
lichen dingen zů/ daß man ſch werlich ein böß ding on böſes vertreibẽ mag.
Es begibt ſich auch offt daß man ein laſter durch ein ander laſter hinnim-
met/ mehr dann durch mäßigkeit.
Damit die kleider nit brechen/ welches
dann leichtlich auff der achßlen beſchicht/ wann das tůch nit faſt gůt/ oder
übel gewercket iſt/ oder mancherley farb hatt/ ſo mach vnder dem kleid ein
ſtarck leinen band/ vnd ney es etwas kürtzer zůſam̃en dañ dz ander kleid/
welches dann luck ſoll ſein.
alſo wirt es ſteyff aneinan{der} ſthen/ vnd die nadt
nit bald auff gehn/ auch nit bald durch dẽ gebrauch verſchleiſſen/ wölches
dann nutzlich vnd nit on vrſach iſt.
Diſes iſt aber nicht nutz/ vnd hatt kein vrſach/ wann eines die ſchelleten
oder rinden von einẽ Pomerantz apffel in ein glaß trucket/ ſo geth der ſafft
von ſtũd an durch das glaß/ man entpfindet auch der feüchte mit den fin-
geren/ vnnd ſicht man die tropffen mitt den fingeren.
wann man auch et-
was anders darein ſchüttet/ ſo ſchmecket es wie die rinden.
ich weiß nitt ob
die ſinn etwan betrogen werden/ dann wie möchte yenen ein ſolliche ſubtey
le oder ſcherpffe/ als bald durch das glaß tringen?
Vnnd hatt doch ſolliche
erfarnuß ein jüngling auß meinen haußgenoßen/ mit nammen Fabritius
Bozius/ vor mir erzeiget.
Es ſeind etliche ding/ welche den menſchenn gar nutzlich ſeind/ ob man
wie mã durch
dẽſchnee gan
ge.
ſie wol für klein achtet.
dann gegen Mitnacht bindet man körblein vonn

Text layer

  • Dictionary

Text normalization

  • Original

Search


  • Exact
  • All forms
  • Fulltext index
  • Morphological index