Cardano, Geronimo, Offenbarung der Natur und natürlicher dingen auch mancherley subtiler würckungen

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301 ccxlv
302 ccxlvi
303 ccxlvij
304 ccxlviij
305 ccxlix
306 ccl
307 ccli
308 cclij
309 ccliij
310 ccliiij
311 cclv
312 cclvi
313 cclvij
314 cclviij
315 cclix
316 cclx
317 cclxi
318 cclxij
319 cclxiij
320 cclxiiij
321 cclxv
322 cclxvi
323 cclxvij
324 cclxviij
325 cclxix
326 cclxx
327 cclxxi
328 cclxxij
329 cclxxiij
330 cclxxiiij
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Von mancherlei wunderbaren
vnd die äpffel vor feüle nit mehr geſehen wurdẽ. Alſo redet Boethius von
dem handel.
deßhalben Polidorus Vergilius zů vyl fräuel geweſen/ weil
er geſagt/ es beduncke jn diſer handel ein fabel zůſein/ ſo er doch deſſen ge-
ſchrifft wol hett leſen mögen.
Wann er ſie nun geſehẽ/ iſt jm zůgeſtanden/
ſolliche zůwiderlegen/ oder nit alſo bald verwerffen.
Darumb wöllen wir zů erſten lůgen/ ob dem alſo ſein möge. demnach ſo
das ſein mag/ ob vyleicht die begird neüwer zeittung/ oder die hiſtorien zů
bezieren/ etwas betrogen hab:
dann es iſt wol zůglaubẽ/ daß man auß dem
gehör vyl fablen darzů gethan habe.
Es iſt auch diſes letſt exempel/ ob wol
der hãdel an jm ſelbs waarhafftig/ gantz vngereimbt/ daß man nit billich
glauben mag.
dann es ſoll niemand zweiflen/ daß der vogel clakis vorhan-
den/ vnd dz Boetius wiſſenlich nit betriege.
daß aber ein ſollicher vogel ſol
te auß feülũg entſthẽ/ dz er auch fürkom̃e/ daß auch auß des meers krafft/
ſo zwiſchen den Nebriden ligt/ ſolten auß den ſchnecken vögel geboren wer-
den/ iſt billich zů zweiflen.
Man ſoll auch die zweifelhafftige frag nitt oben
hin handlen/ die weil manch erley fragen hieauß entſthond.
Dañ ſo diſe vö-
gel auß einer feülung entſthand/ was wolte hinderen das auch alle andere
ding der geſtalt möchten fürkom̃en:
Ich hab von diſem gehört/ es weißt
auch noch mencklich daruon zůſagen/ als ich zů Edinburg geweſen/ dañ
das geſtad Lethi wirt von den @@nwonerẽ Pitili genennet.
es ligt ongefar
tauſent ſchritt von Edinburg.
Es iſt ein faſt ſchön port vnnd geſtad/ doch
haben die Engellender das ſtettlein mit brand faſt verherget/ in welchem
ich zweymal geweſen.
deßhalben laßet es ſich anſehen als wann diſer han-
del waar were/ dieweil man doſelkſten ſo eigenlichen daruon redt.
Es ſoll
auch niemand wunder nem̃en/ wie die meüß (als Ariſtoteles bezeügt) auß
der erden entſtond/ ſo doch vnder die vollkom̃ene thier gezellet werden/ dz
auch der Aegyptiſch grund haſen vñ rechlin/ vñ das Nebridiſch groß meer
vögel mag fürbringen.
Es gebirt auch die natur ſolliche ding die ſich einẽ
yeden orth gezimmen/ damit ſie mögen erneeret werden/ wie dann auch in
dem meer diſe gänß.
Diſes zeigt an/ daß doſelbſten ein gãtz lebhaffter lufft
ſeye.
welches genůgſam bekannt/ weil alles ſammen mit thieren gar erfül-
let.
Man würffet gemeinlich für/ es komme die natur vonn dem kleineren
zů dem größern.
Man ſehe auch kein kleinen vogel/ der alſo geboren wer-
de.
doch iſt diſes von den meüſen gewiß/ daß ſie auch das kleineſt thier vn-
der allen ſo auff der erden leben/ ſeyend/ welche vollkommen vnnd fleiſch
hand.
Inn Aegypten werden nit allein diſe großen/ ſonder auch die kleinẽ
zům offtern mal alſo geboren.
Doch iſt es ein andere gattung mitt den vö-
glen/ weil ſie ſich vonn dem fiſchfang erneeren müſſend.
es iſt auch gewüß
daß die vögel nit alle einer arth ſeind/ ſo geboren werden/ daß auch nit alle
thier ſo werden/ vögel ſeyend.
doch hatt man ſolliches in diſen vermercket/
weil ſie mehr ſichtbar ſeind.
Nargegen läben die thier/ ſo ir art verenderen/ nit lang/ als diſe ſo auß
den ſeyden würmen/ raupen/ oder krautwürmẽ entſtond.
Wie mag dann
diſes thier ſo auß dem wurm zů einem vogel wordẽ/ lang leben:
Es hatt im
zwar Boethius recht gethon/ wann er von diſem vogel etwas geſchriben/
ſo er erfarẽ hette/ namlich ob er auch näſter machet/ ob er jũge überköme/
wie er läbte/ was er äſſe/ demnoch was er von der ganß vnd Solanden für
ein vnderſcheid hette.

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