Cardano, Geronimo, Offenbarung der Natur und natürlicher dingen auch mancherley subtiler würckungen

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ſachen/ Das dreizehend bůch.
rung. von der hinnem̃ung iſt vorhin geſagt. Es iſt yetz gnůg daß ich anzeig
wie die alten mangen oder auffmutzer die knabẽ mit hyacinth oder blauwẽ
mertzen blümlin bollen bey der ſcham geriben/ damitt das haar nit harfür
keme/ vnd ſie lang für iung gehalten wurden.
Man machet ſcheer oder ſchermeſſer von ertz/ in wölliches auripigment
gemiſchet/ oder wölches inn fledermeüßen oder ſalamanders blůt außgelö
ſchet/ oder in wolffskraut milch/ die laſſend auß embſigem brauch das haar
nit wachſen.
dann was noch zů vndereſt ſthet/ verderben ſie/ vnd bringend
die haut von jrer rechten temperament.
Wann man den eydochßen das haupt vnd ſchwantz ab hauwet/ machen
ſie allethalben on ſchaden das haar zů wachſen.
alſo auch die meerfroſchen/
wann man ſie in einem bachoffen trücknet/ vnd man dann diſes bulffer mit
dem öl/ ſo auß dem weyſſen deß ey gemachet/ vermiſchet/ vnd an das orth
ſtreicht.
In dẽ Memphiſchen ſeülen iſt ein arth eydochſen die allein mucken
freſſen/ vñ (wie mã ſagt) ein kaat machẽ ſo die weiber zů zierẽ gãtz dienſtlich
iſt/ darũb ſtellen die Türckẽ gar faſt darnach.
Vor zeyttẽ ſtreich mã dz haar
mit einer goldfarb an/ als Com̃odus Caracalla/ vnd Neliogabalus.
man
hat auch diſes an jnẽ nit beſcholten.
Die ſchönẽ geſtalt jres angeſicht hat ſie
hoch erhebt/ vorab den Heliogabalum/ aber die laſter habend ſie wider ni-
der geſtoſſen.
Man machet diſe farb mitt dem beſten gemalenen gold. diſes
bulffer wirt wie das gemalẽ bley bereittet/ von wölchem wir vorhin geſagt
haben.
diſes iſt ein Keyſerlich vnd Künigckliche gezierd.
Man haltet auch für gewüß daß die bleyene ſträl ſchwartz haar machen.
Schwartz har
zů machen.
Als ich Franciſci deß Künig von Franckreich bildtnuß geſehẽ mit einẽ grau
wen bart/ vnd gar ſchwartzem haar/ hab ich deſſen acht genom̃en.
es lernet
auch ſolches die vernunfft/ dann die feißte feüchtigkeit deß bley/ ſo an dem
haar hanget/ bringet ſolches zů wegen.
Aber ob diſes gůt ſeye/ weiß ich zwar
nit.
doch iſt es minder ſchedlich wañ die zen deß ſträls gar klein vnd ſubteyl
ſeind.
dann was nit von der wurtzen harauß ferbet/ iſt vnnütz/ vnd {der} meht
theil ſchedlich.
wann man die hürnene ſträl in rappen eyer öl duncket/ vnd
in deß iñeren Guaiac oder frantzoſen holtz öl/ mag es vorgemeldet ding on
ſchaden zů wegen bringen.
Das diſtilliert limonẽ waſſer ſeüberet für andere ding die vnreinen zen.
dañ wañ man diſes anſtreicht/ ſo drücknet es wol ab. ia auch der ſafft/ mehr
dann alle andere ding.
doch iſt das waſſer krefftiger/ dann es iſt ſcherpffer
vñ ſubteyler/ ſo veerr die krafft im diſtillierẽ gemehret vñ nit gemin{der}t ſind.
Es möchte mich vyllicht yemand beſchelten/ als wann ich vnnütze ding
lernete.
dann es ſthet keinem artzet zů etwas zů beſchreiben/ wölches nitt zů
menſchlicher geſundtheit dienſtlich/ auch keinem from̃en wie man yemand
betriegẽ ſoll.
es iſt aber vyler dingen brauch zweyffelhafftig. wann man ein
ſchwert machet yemand zů verletzenn/ ſo iſt der werckmeiſter ein todtſchle-
ger.
wann aber diſes zů beſchirmung deß vatterlands geordnet/ ſo iſt er ein
frommer mann vnnd liebhaber deß vatterlands.
alſo wann ein frauw ſol-
liche erdichte zierdẽ zimlicher geſtalt braucht/ damit ſie ihrem ehemann ge-
falle/ ſoll man ſie nit darumb beſchelten/ es hat auch Moſes diſes zů gelaſ-
ſen.
wann ſie aber ihrem bůlen gefallen will/ iſt ſie ein eebrecherin.
Es můß auch gemeinlich ein artzet ſo denn Fürſtenn dienet/ der gelei-
chen vollbringenn/ vnnd ob wol diſe ding nitt gar gůtt/ ſo ſeind ſie doch

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