Cardano, Geronimo, Offenbarung der Natur und natürlicher dingen auch mancherley subtiler würckungen

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ſachen/ Das vierzehend bůch.
wie er bey zwentzig jaren geweſen/ vnd was nacht/ es war aber der himmel
gar ſchwartz/ alſo daß es deſter finſter geweſen/ vnnd regnet ſenfftiglich.
Wie er nun gegen einem ſtettlin über kommen/ Buſten genant/ vnd noch
vier tauſent ſchritt von Galleraten was/ hatt er allgemach ein glantz geſe-
hen/ vnnd als ob ſich der kühirten ſtimm gegen der lincken ſeiten mehretẽ.

wie nun ein ſchlang zwiſchen jm geweſen/ hatt er ein wagẽ geſehen/ {der} gantz
mit feüwr bedecket was.
der kühirtem ſtimm war/ Hüt dich/ hüt dich. Ab di
ſem geſicht war er erſchrocken/ vnd hatt angefangen mit den ſporen inn das
pferd zůſtechen.
wañ es aber ſchon luffe oder gemach gieng/ bedaucht jn der
wagẽ were allwegẽ geleich vor jm.
wie er nun hiezwiſchẽ ſein gebett zů Gott
vollbracht/ kam er faſt in einer ſtund zů einer kirchen/ zů Sant Lorentzen
genennet/ ſo vor der ſtatt thor ſtůnd/ vnnd hatt in bedaucht es füre daſelb-
ſten alles vnder die erden/ der wagen/ die ochſen/ die kühirt/ vnd dz feüwr.

Es zeiget wol diſe ſtimm an/ was darauß werden ſolte.
es iſt aber gewüß dz
et etwas geſehen hatt.
ob er aber allein das feüwr geſehen/ vnd ein ſtimm ge
höret/ die etwas diſer red gleich förmig geweſen/ vnnd er ſelbs die kühirt vñ
den wagẽ hinzů gethon/ will ich nit vrtheilen.
dañ die forcht/ gedanckẽ/ vñ
ehergeittigkeit/ mehrẽ gemeinlich diſe ding.
Es hatt auch der ſchwartz dãpff
ſeine gedancken alſo mögen verkeeren/ dz er vermeinet er hab ſolliche ding
geſchen vnd gehört/ als in der verzuckung/ im ſchlaaff/ vñ in krãckheiten.

dañ die fürnembſten geiſter mögend alſo geſtaltet werden/ als wañ der leib
kranck geweſen/ ſo jm doch nicht gebriſt/ wie dann zů zeiten der Peſtelẽtz ge
ſchicht/ o{der} ein klein vorhin.
Es zeiget aber das feüwr ein Peſtelẽtz/ auffrůr/
vnd verhergung an.
dañ die von Galleraten haben nit allein ein peſtelẽtz/
ſonder vyl ander vnglück erlitten.
Doch iſt das feüwr etwan den bekümmerten vnd vertribenen ein zeichen
Ein endere hi
ſteri.
des wolſtands/ vnd gůten glück.
Es hatt ſich mit einem begeben ſo inn das
ellend verſchick et/ dz ſein můter vnd ſein ſchweſter ein feüwr geſehen in der
kam̃er hin vnd her faren/ wie die funckẽ von kolen thůnd.
es wz aber mitter
nacht vnd gar finſter.
darnach hatt diſes feüwr das auß gelöſcht liecht ange
zündt/ vnd iſt ein ſollicher ſchein angangen/ als wañ es mittag geweſen.
Ab
ſollichem wunderzeichen ſeind die weiber erſchrocken/ vñ ſo bald es tag wor-
den/ dem prieſter angezeigt was jnen begegnet.
wie nun diſer ein weyß vnd
verſtendig man/ hatt er die weiber heißen gůter dingen ſein/ dañ es werde
jr vertriben ſun bald wider kom̃en/ vnd fürhin zů hohen ehren erhebt wer-
den.
es iſt auch eigentlich alſo ergangen. dañ er iſt in kurtzem ſeiner verwey
ſung halbẽ erlediget/ vnd hatt ſich ſein glück alſo geendert/ dz er auß einem
armen vnd nideren ſtath/ auch von ſeinen altuorderen her/ zů einẽ fürſten
thůmb kommen/ auch inn dem ſelbigen bliben biß an ſein end.
es iſt darzů
deſſen ſchweſter noch bey leben.
Es ſeind aber ſolliche wũderzeichen gar ſel-
tzam/ wie dann auch der geleichen zůfel ſich ſelten begebẽ.
doch ſoll man ein
angezündte kertzen/ wie auch ein widergebrachten baum/ allwegen für ein
gůt zeichen halten.
Wan ſoll aber das feüwr oder den glantz ſo auß den alten eimeren o{der} to-
Grabſchein.dten beümen kom̃et/ nit für ein wunderzeichen halten/ ſonder mehr hie der
alten fleiß loben.
dann es iſt gewüß/ daß man inn gleßenen geſchirren waſ-
ſer/ vnnd in jrrdenen ſtaub gefunden hatt.
man hatt aber noch nit erfaren
wohar doch diſer ſchein entſtanden.
weil aber in dem eimer der ſtaub eſchen

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