Cardano, Geronimo, Offenbarung der Natur und natürlicher dingen auch mancherley subtiler würckungen

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Von mancherlei wunderbaren
geweſen/ ſo noch der beſtattung überbliben/ iſt geleüplich das waſſer ſeye
ein metalliſch waſſer oder ein beſonderer broñ geweſen.
welches doch an ein
finſter orth geſetzet diſen glantz nit hatt behalten mögen.
oder es habend vy
licht die augen von wegen deß neüwen funds vnnd der hoffnung vermei-
net/ es ſeye ein glantz darbey geweſen.
Solliche hatt man zů meinen zeytten
bey ſant Euphemia kirchen auß graben.
die geſchirr in welchen das waſſer
geweſen/ waren eng vnnd lang.
Es iſt kurtzlich zů anfang deß Mertzens Año M D L vj ein Comet ſtern
Comet be-
ſchreibung.
erſchienen/ faſt dem halbẽ Mon geleich/ nit mit langen haarẽ/ auch nit be
ſtendigen/ ſonder die zwitzereten als in einem brunſt/ vnnd wie die facklen
thůnd wañ der wind weyet.
er was ſchwartz/ rotlecht/ vnd trüb. an dẽ fünff
ten tag Mertzens wz er mittẽ bey der Wag/ als ich den zů erſt geſehen.
an dẽ
neünten tag aber ſtůnd er bey der welt Polo.
vor hin was er ſech zig grad võ
dem Aequinoctial.
deßhalben hatt er ſich in den vier gantzen tagẽ biß in die
Lxxv grad von Orient gegen Occident/ vnnd xxx grad vonn Mittag ge
gen Mitnacht bewegt.
Es regnet zů der ſelbigen zeytt für vnd für/ wie
auch der regen auffgehöret/ ſach man in nit mehr.
doch ſagt man er ſeye ihn
Teütſchland biß zů mitten deß Aprellen erſchienen.
zů end deß Mertzen biß
zů dem xxviij tag Aprellen iſt ein beſtendige ſchöne geuolget/ alſo daß die
zeytt geweſen/ wie ſie jm Brachmonat iſt.
Er zeigt aber vneinigkeit jm glau
ben vnnd geſatz an/ von wegen der farb/ haar/ vnd bewegung.
darzů tödt-
liche kranckheit.
vnd diſes in Teütſchlãd/ Vngerlãd/ Aſien/ Griechenlãd/
vnnd in anderen Mitnachtiſchen landen.
Es zeigend aber die blitzg ein
ſchweblechten dampff an.
deßhalben ſeind der menſchen geberden an der
proportz den ſelbigen geleich.
diſes zeigend die berg an/ ſo deßen voll ſeind.
Es laßend ſich diſe anſehen als wann etwas göttliches hinder jnen were/
weil die natürlichen ding mittſtimmen/ oder daß ſie mitt krefftigerem ge-
walt dann die Element dohar farẽ/ oder daß faſt allwegen etwas nam̃haff-
tig hernach volget/ welcher erkãtnuß durch ein beſonder geſtirn vns ange
zeigt wirt.
Deßhalben welche ſchaden bringẽ ſeind böß. welche aber ein glãtz
on ſchaden habend ſeind glücklich.
welche deren keins haben/ werden noch
eigenſchafft deß handels/ fürnemmlich die ſich dem namen/ oder bildnuß/
oder beſitzung zimmen/ gehalten.

Von wunder zeichen die in dem lufft
beſchehen/ Das lxx Capittel.

ES ſeind kein gewüßere wunderzeichen dann die ſo in dem lufft
beſchehen/ weil ſie von mencklichem geſehen/ dar zů nit zweiffel
hafftige ding anzeigen/ vnd von mercklichen vrſachen harkom
men.
doch iſt ſchwer ſolliche zů erkennen. Welche diſes dem glück
zůſchreibẽ/ die ſeind Gott vndãckbar.
weil ſie ſehẽ dz alle him̃liſche ding in ſo
feiner vñ beſtẽdiger ordnũg dahar farẽ/ vñ vermeinẽ es ſolte diſes ongefar
beſchehẽ.
Wir leſen bey Herodiano/ dz zů keyſers Cõmodi zeiten den gantzẽ
tag ſternẽ erſchinẽ ſeind/ dz ſich auch etlich auß geſtreckt/ vñ faſt mitten im
lufft hangẽ belibẽ.
welches ein anzeigũg geweſen/ dz ſie nit angezündt/ ſon-
der wie ein außtrücknet vñ zůſam̃en tribne wolcken geweſen.
dañ wann ein
ſtern angezünd/ ſicht mã dẽ in {der} nacht/ vñ verſch weint im tag/ weil er weit

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