Cardano, Geronimo, Offenbarung der Natur und natürlicher dingen auch mancherley subtiler würckungen

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ſachen/ Das vierzehend bůch.
von dannen iſt. es ſeye dann vyleicht ein geſtirn/ als an anderen orthen ge-
meldet.
dann das geſtirn ſtreckt ſich nitt ſo weit auß. Auff diſes iſt ein große
niderlag der Parthier geuolget/ vnd diſes nit auß Commodi mañheit/ ſon
der betrug.
demnach burgerliche krieg/ als in eines jars friſt fünff Keyſer
vm̃gebracht/ drey in dem krieg/ namlich Didius Iulianus/ Peſcenius Ni
ger/ vñ Albinus/ dẽnach zwen mit betrug/ als Cõmodus vñ Pertinax ge-
weſen.
Es ſeind auch zů Keyſer Conſtantij zeiten von der Soñen vffgãg
Sternẽ im tag
geſchen.
biß zů mittag zeit in Orient finſternuß geweſen/ vñ die ſternen erſchinẽ.

außgang iſt die Soñ zů erſt gehürnet erſchinen wie der Mon/ vñ demnach
in der mitte herfür kom̃en.
auß welchẽ kein zweifel/ dz ein finſternuß gewe-
ſen.
Weil aber der Soñen finſternuß allein ein augẽblick beſtẽdig/ als von
Ptolomeo angezeigt/ vñ die gantze nit über zwo ſtund wehret/ entſteth hie
ein frag/ wie ſich diſe von morgen biß zů mittag erſtrecken mögen/ wie man
auch die ſternen ſo lang ſehen mögen/ welche man doch nit ſehẽ mag es ſeye
dann die Soñ verfinſteret.
es weret aber diſe allein ein augenblick/ als ge-
ſagt iſt.
deßhalben vermerck die vrſach alſo. Ich hab an anderen orthen von
Venere vñ Mercurio geſagt/ es ſeye zů welcher zeit im jar es wöll.
aber jetz-
zůmal red ich nit võ einer yedẽ zeit im̃ jar/ ſon{der} von der Soñen finſternuß/
vorab ſo durch den Mon beſchehẽ/ vñ von allen heitterẽ ſternẽ/ als do ſeind
Iupiter/ beid hũdſtern/ Arcturus/ Pleiades/ Hyades/ Orions gürtel vñ
fůß/ vnd andere der gleichen.
Es iſt aber offen bar dz diſes allein inn einer
landſchafft beſchehen mag/ als nam̃lich die finſtere vnd der ſternẽ anſchau
wung.
dañ es mag die Soñ von wegen jrer mechtigẽ größe/ vnd mãcherley
ſtreymẽ die biß zů dem centro kom̃en nit bedeckt werdẽ/ vnd ein finſternuß
im gantzẽ land machẽ/ vnd diſes auch durch den Mon nit/ vyl minder erſt
durch andere nebel.
wañ aber ſolliches beſchicht/ ſoll man es für ein größer
wun{der} werck vnd wunder zeichẽ halten/ dañ wañ einer von todtẽ auffgeſtan
den/ ſo vor vyl jarẽ geſtorben.
Es iſt aber nit vnmüglich dz ſolliches in einẽ
land beſchehe/ vñ der natur nit zů wi{der}/ vorab zů zeiten der finſternuß.
Deß
halben wañ in Orient ein allgemeine finſternuß der Soñen wirt/ vnd der
lufft ſchön iſt/ ſicht man die edleſten ſternen ſo am nechſten gelegen.
es iſt a-
ber der lufft in Perſia vnd vm̃ligenden landen gar rein/ welches dañ ſelten
in Occident beſchicht.
Wann über diſes auch ein theil in Orient mit dicken
wolcken vmbgeben/ welches dañ offt in finſternuß der Sonnen beſchicht/
mag man vonn einem drittheil der ſtund/ die ſternen ein ſtund oder mehr
ſtundẽ ſehen.
Man vermeinet auch es ſeye die zeit vyl lenger dann ſie aber
iſt/ von wegen der verwundernuß vñ der forcht.
Wañ nun diſes beſchicht/
vnd der lufft gar ſubteyl gemachet/ zeiget es auffrůr/ krieg/ verreterey/ ni-
derlag/ verhergung vnnd blünderung der ſtetten an/ welches dañ gemein-
lich hernach volget.
Daß vor zeiten zů Rom vnnd vmb Rom ſtein gere-
Stein geei-
gnet.
gnet/ iſt alſo gewüß/ daß es niemand vn{der} die wunderzeichen rechnen wöl-
len/ doch ſein ettlich ſo die vrſach fragen.
Ich hab verſtanden daß neüwlich
in India zwiſchẽ Cicuic vnd Quiuira/ ſo lender des neüwẽ Hiſpanien da
ein treffenlich groß feld iſt/ ſtein geregnet/ wie ein küttenapffel.
Ich hab
aber an anderẽ orthẽ angezeigt/ dz diſes auß nateürlichẽ vrſachẽ beſchicht.
weil aber diſe vrſachẽ den vorgendẽ etwas verwãdt/ ſeind es böße anzeigun
gen/ vnd bringend faſt große trübſaal/ zeigend auch an/ daß der menſchen
hertz ſteinen/ gantz grauſam vnd wild ſeyend.

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