Cardano, Geronimo, Offenbarung der Natur und natürlicher dingen auch mancherley subtiler würckungen

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ſachen/ Das erſt bůch.
mögend ſein/ dergleichen die andere krefften. weil ſie auch der that etwas ne
cher/ ſeind ſie ein vrſach der erſten qualitetẽ jñ vnſeren leiben.
darum̃ iſt ſol
liches nitt warm oder kalt auß vermög der ſubſtantz/ ſonder von wägen ei-
ner anderẽ angehenckten qualitet.
Wañ nun mir ſolliches zů einẽ grund ge
Der kelte
wirckung.
legt/ mag mañ vyler anderen verborgenen dingẽ rechnung geben.
Deßhal-
ben beſchicht vyl võ kälte/ wie auch vyl von der wärme.
Vnd zů erſt jñ auſ-
ſeren glideren der thieren/ als ein kranckheyt vnd erlöſchung der läblichen
werme.
auß dem volget faſt dz alter. dañ daß alter iſt ein abnem̃ung der wer
me/ dañerhar kom̃et auch die grauwe.
darum̃ werdẽ bey den Feinlenderẽ/
Lappien/ vñ anſtoſſendẽ völckerẽ/ die rappẽ/ ſpatzen/ wölffe/ vnd am aller
mehrſten die bären/ vnd andere thier grauw.
Etliche läbend auch nitt bey
inen/ als die eſell/ maulthier/ leüwen/ Helffanten/ Camel/ vñ affen.
dañ
wölche ein kleine werme jñ inen habẽd/ die ſterben vor groſſer kälte/ als die
eſel.
wölche aber einer groſſen werme bedörffend/ als die leüwen/ die verder
ben darum̃/ daß ſie diſe nim̃er bekom̃en mögen.
Dañ wir ſehen daß ſich etwã
die hünd jñ mitten des ſom̃ers jn die heiſſe ſoñen legend/ weil ſie etwan einer
kräfftigen werme bedörffend.
Darum̃ ſeind auch fürnem̃lich der mañen vñ
weiber cörper bey inen klein.
dañ die natürliche werme würt võ der beſtendi
gẽ vñ groſſẽ kälte überwũdẽ.
Die gemüter ſind auch forchtſam̃/ auß ſchwach
heyt des leibs o{der} weil ſie {der} mehrteil weerloß/ auch võ inẽ ſelbs/ weil die wer-
me võ {der} kälte überwũdẽ.
Darum̃ iſt es gar ein volckreich land/ dañ diſes iſt
ein rechte proportz mitt anderẽthierẽ/ dz ye die forchtſam̃eſte am fruchtba-
reſtẽ ſind/ als die haſen vñ küngelyn.
Es ſind die weiber auch ſchön/ weil die
kälte weyß machet/ weil auch die yebũg an düñen heüten offt ein röte mit jr
bringt/ weil ſie auch eines kleinẽ leibs/ ſcheynend ſie vñ ſind deßter ſchõner.
Man vermeinet ſolliches/ wie an den kinderen/ dañ die augẽ ergreyffẽ diſe
vñ erkeñen ſie baß.
dz gemüet erbarm̃et ſich auch derẽ/ wir liebẽd aber die/ ü-
ber w ölche wir vns erbarmẽ.
es ſind auch jñ der warheitt derẽ leib ſchöner/
die weil die natur (wie jñ allẽ anderẽ dingẽ) jñ kleiner gliderẽ proportz fleyſ
ſiger abtheilet.
wañ ſo etwas hie verfälet/ mag man doch von der kleyne wã
gen den irthum nitt ſo wol vermercken.
Die gemüeter werdẽ auch fräueler
dañ ſtarck/ auch grauſamm von wägẽ der vnmenſchheyt/ oder der forcht.

Die thier werden von einer groſſen kälte faſt verletzet/ vorab an etlichẽ gli
deren/ vñ beſonder an augẽ/ darum̃ werden ſie etwan blind.
es ſterbẽd auch
etwan die hoden an thieren/ als wärend ſie außgeſchnittẽ/ darum̃ werdẽ ſie
faul/ vnd fallend hinweg.
Gleicher geſtalt werden den hanen jre kammen
gemeinlich weiß/ alſo auch der vöglen füeß vnd ſchnäbel/ zum theil daß di-
fe glider weytt von deñ hertzen ſthond/ zum theil daß ſie blůtloß.
Was aber
feücht als die hoden/ lefftzen/ naſen vnnd finger wañ man ſie an ein eyſſen
haltet/ vnnd die feüchte vor kelte gefreürt/ hangend ſie gleich alſo hert an/
daß man ſie on zerriſſen nitt mehr mag daruon bringen.
Darum machen
die Roßtäuſcher den roſſen jre zeüm gebogen vnnd kauhend doran ehe dañ
ſie diſe den Roſſen jñ das maul legend.
Es werden auch gemeinlich den thie
ren die haar dick/ geſtableter/ vnd ſchöner.
darum̃ bringet man auß diſen lã
den gar koſtliche fäl an arten vnd geſtalten.
es ſeind auch die thier fräſſiger/
weil die werme jnwendig zůſammen getriben/ vnnd groſſer mangel der
ſpeyſen.
Die fiſch die erſticken vnnd verderben vnder einem ſo herten vnnd dickẽ

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