Cardano, Geronimo, Offenbarung der Natur und natürlicher dingen auch mancherley subtiler würckungen

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881 dcccxxv
882 dcccxxvi
883 dcccxxvii
884 dcccxxviii
885 dcccxxix
886 dcccxxx
887 dcccxxxi
888 dcccxxxii
889 dcccxxxiii
890 dcccxxxiiii
891 dcccxxxv
892 dcccxxxvi
893 dcccxxxvii
894 dcccxxxvii
895 dcccxxxix
896 dcccxl
897 dcccxli
898 dcccxlii
899 dcccxliii
900 dcccxliiii
901 dcccxlv
902 dcccxlvi
903 dcccxlvii
904 dcccxlviii
905 dcccxlix
906 dcccl
907 dcccli
908 dccclii
909 dcccliii
910 dcccliiii
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Subteilen ſachen.
zů der mitte des him̃els kommet. auch jr wach ſung gegen dem geſtirn über/
vnd die zeit der reuolution/ welche ſonſt fünff vnd zwentzig ſtũd iſt/ zů wel
cher zeit/ der Mon von Auffgang wider in den Auffgang kommet.
Dieweil dann der Monalle tag vmb das meer mit ſampt der erden lauf-
warumb die
ſchiff @@ des
meer vff vnnd
ab lauffen, nit
ſchnell farẽd.
fet/ iſt zůuerwunderen warũb die ſchiff in einer ſtund küm̃erlich über ſechs
tauſet ſchritt farend/ ſie werden dañ von den windẽ genötiget vnd getribẽ?
Die vrſach iſt/ daß nit das gantz waſſer/ auch nitt ein theil dem Mon nach
fabret/ ſonder ye das nechſt in das nechſt gelegen.
als wañ einer das fleiſch
trincket/ wirt ſich wol ein geſchwulſt darumb erheben/ vnnd das fleiſch an
ſeinem orth weichenn/ doch wirt ſich diſe geſchwulſt ſchnell durch den gan-
tzen ſchenckel zertheilen.
Dieweil ich aber von deſſen ſachen meldung gethon/ will ich auch Ariſto
welt ewig
nach der Phi
loſophen mei
nung.
telis argument anzeigen/ durch welches er auß des meerſaltz beweißet/ daß
die welt ewiglich geweſen ſeye.
vnd iſt diſe. Wañ das meer angefangen/ iſt es
zůerſt ſüß ader geſaltzen geweſen.
es was aber nit geſaltzẽ/ dieweil nitt ſo vyl
ſaltz mocht darein vermiſchet werden/ welches das meer verderbẽ mocht/
dann man ſoll halten/ es ſeye alles gůt erſchaffen.
dañ was ein vrſprũg hat/
als die ſee vnd flüß/ manglet alles geſchmacks.
deßhalben gläublich/ es ſeye
kein meer geweſen/ ſo auß erden vnd waſſer vermiſchet/ dieweil das geſal-
tzen allein auß einer vermiſchung entſthet.
Wann es nun am anfang kein
geſchmack gehabt/ vnnd mit der zeit erſt geſaltzen worden/ ſo hatt das ſaltz
auch ſein alter.
es iſt aber diſes nit. dann es iſt auff heütigen tag nit verſaltz
ner/ dann es vor zeiten geweſen/ darumb iſt das meer auch nie gemachet/
vnd deßhalben auch die welt nie.
Es ſeind aber auch der waſſeren verſamlung vnder der erden wie die ſee/
waſſer vnder
der erden.
als der Tanais in Moſcouiten/ der Lycus in Aſia/ der Tigris in Meſopo-
tamia/ welche mit einem imerwerenden lauff harfür kommend.
Man ſagt
es entſpringe auch der Timaus in dem feld bey Aquileia/ vñ bey Atinaten
ein waſſer ſo kein nam̃en hatt.
Dañ weil vnder der erden hülinen ſeind/ vnd
nit gar tieff/ wie in dem Gabienſer feld/ ein meil von Rom/ die erden erzit
teret/ wann wagen oder pferd für fůrend/ iſt kein wunder wann diſe mitt
waſſer erfüllet/ oder die erden von jren ſelbs einfallet/ o{der} der lufft gar ver-
derbt wirt.
Vnd ob wol diſe tieffe gar klein gegen der gantzen erden zůrech-
nen/ mag ſie doch gantze ſtett vmbkeren/ die ſee harein füren/ berg verloßẽ
mit vngeleicher hule/ dieweil nit alles/ ſo dargegen gelegen verſincket.
Weil aber die ſodbrunnen von etlichen brunnaderen entſthond/ gr abt
man ſie vier ſchůch tieff/ oder ein wenig mehr.
dann wann es alles waſſer we
re/ wurde die erden nacher fallen/ vnd die ſöd auch alſo tieff werden.
Es iſt auch der ſelbigen waſſer in dem winter nit wermer dañ im ſom̃er/
warumb das
waſſer im win
@er warm
ſeye.
ſonder man vermeinet nur alſo.
dann der lufft iſt in dem ſom̃er warm/ vnd
im winter kalt.
auß welcher vergleichung meinet man/ es ſeye ein waſſer in
dem winter wermer dann im ſom̃er.
dañ es wirt alle ding nach vnſeres leibs
vergleichung/ welchen alles vmbgibt/ geurtheilet.
alſo beſchicht wann wir
warm ſeind/ daß wir vermeinend/ die ding ſeyend kalt ſo wir anrürend/ vñ
wann wir kalt/ ſie ſeyend warm.
deßhalben vermeinend wir der harn ſeye in
dem bad etwas küler.
Es wirt auch das waſſer etwz warm/ wañ die werme
hinein gezogen/ dañ ſie mag nit harauß kom̃en/ vnd ſich auff die erden zer-
ſpreiten.
darumb bringend die ſchnee welche nit langwerend ſeind allwegen

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