Cardano, Geronimo, Offenbarung der Natur und natürlicher dingen auch mancherley subtiler würckungen

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ſachen/ Das xv bůch.
zeigt. ſonſt iſt noch ein linien ſo vnder dem gold finger ſthet/ vnd ſonnen li-
nien genennet wirt.
Es iſt auch eine zwiſchen der Tiſchlinien vnd dem klei
nen finger/ ſo der Venus zů gehört.
Alſo ſeind vier fürnempſte linien/ vnnd zehen andere verümpt vnd ge-
waltig.
dann man vnderlaßet diſe/ ſo vnder dem gold finger ſthet. Man ſol
in allen/ vier ding bedencken.
die größe/ jr geſtalt/ was darumb iſt/ vnnd jr
gelegenheit.
Die größe haltet die lenge/ breite/ vnnd dieffe in jren. die quali
tet jre geſtalt/ eſt/ vnnd farb.
dann ob jr gelegenheit für ſich ſelbs oder von
einer anderen harkommet/ ob ſie auff oder ab faret.
Vmb die linien ſeind
puncten/ ſtrich/ wartzen/ vnnd zeichenn.
Es ſeind auch diſe zwo ſpatien
vnnd weyte ein triangel/ von welchem wir gered haben/ ſo die hertz linien/
hirn linien/ vnnd leber linien begreyffend/ vnnd dem Mercurio zů geeig-
net iſt.
Es iſt auch die tiſch linien/ Venus linien/ vnd hirn linien vmbeſchri
ben/ vnnd gibt ein viereckechte figur/ ſo der Venus vnnd deß Mon natur
hatt.
mit diſen enden/ wirt ſie eingeſchloſſen. dann von deß mons wegen be
deütet ſie die ſtraaß/ vnnd die freygebigkeit von der Venus willen.
Es iſt
noch ein andere weyß anzůzeigen/ welchem Planeten ein yedes orth vnder-
worffen ſeye.
Dann noch dem ein Planet in den Genituren vnd geburdten am gewal-
tigſten iſt/ am ſelbigẽ orth iſt er auch am ſcheinbareſt.
Wie auch der Planet
vnglückhafft/ alſo iſt das orth ſo vnder jm ligt.
Deßhalben welche den Sa-
turnum in einem bößen zeichen haben/ ſo die fürnempſte orth trucket/ di-
ſen iſt die Saturniſche linien vnnd der mittel finger auch nit gůt.
Es ſthet
aber übel vmb die orth/ wann ſie vngeleich/ weich/ bleich/ voll wartzenn/
böß zeichen/ hauptſtrich/ vnnd anderſt ſeind/ dann ſie ſonſt gemeinlich ge-
ſtaltet.
alſo wann ſie zů vyl hitzig oder kalt ſeind/ oder on vrſach kaal. dañ in
den handwerchs leüten darff man deßen nicht achten.
Alſo ſeind zehen gemeiner linien/ oder einleff wann man diſe darzů thůt/
Nateürliche
linien.
ſo vnder dem kleinen finger ſthet.
doch ſeind allein ſiben nateürlich. deß le-
bens linien/ hirnlinien/ leberlinien/ geburtlinien/ Saturni linien/ Milch
ſtraaß/ vnd die Sonnlinien.
es zeiget aber deß Martis linien/ Venus gurt
vnnd der hirnlinien ſchweſter an/ daß man die begirden nit gnůgſam regie
ren mag/ vnnd daß das gemüt faſt verwirret iſt.
Es iſt aber in dem gantzen vrtheil die bedenckung in drey theil abgeſün-
dert.
in ein natürliche conſtitution vñ gelegenheit der natürlichen linien/
oder ſo nit natürlich iſt.
Demnach in der liniẽ/ ſo nit natürlich/ bedeütnuß
en.
vnnd dann in den figuren/ ſo auß beſonderẽ eigenſchafften etwz großes
anzeigen.
Man můß aber in allen acht haben was gegẽwertig/ was kom̃et/
vnnd was verghet.
Die nateürlichen ſeind gůt/ wann ſie nateürlichẽ geſtal
tet.
wo nit/ ſeind ſie böß. die gegenwürtige/ zeigend langwerende vnnd ge-
genwertige ding an.
welche aber erſt kommend/ zůkünfftige. welche ver-
gohnd/ vergangene ding.
du ſolt auch bedencken/ was zůſammen ſtimmet
oder widereinander iſt.
du ſolt einem yeden beid hend beſehẽ. doch iſt die ge-
rechte allzeit krefftiger/ darzů ſoll man die hend an einem heitteren orth/
vnd wann ſie geweſchen ſeind/ beſichtigen.
Wañ einer bald ſterbẽ ſoll/ ſeind die fürnem̃ſten linien bleich/ als wolten
Eines ſterben
den zeichen.
ſie verghen/ haben ein vngleiche vnd faſt ſchwartze farb/ darzů an böſen or
then zertheilungẽ.
es ſeind auch etliche offenbare vñ krefftige zeichen wider

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