Cardano, Geronimo, Offenbarung der Natur und natürlicher dingen auch mancherley subtiler würckungen

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Von mancherlei wunderbaren
welches zwar gar faſt zůuerwunderen. Diſe warend an der rinde vnnd am
marck den anderen jrer gattung an allen dingẽ gar geleich/ wie auch an ge-
ſtalt.
Dañ die merkürpſen habend ein dicke rinden/ alſo das die bauren jrẽ
wein darein thůnd/ ſie ſeind grün mit etwas weiß vermiſchet/ wie ettlicher
ſchlangen rucken.
das inwendig marck oder fleiſch iſt ſchwerer vnd vyl her-
ter dañ der langen/ vnnd hatt nit ein weiſſe farb/ ſonder einer anghonden
eyſenſarb.
du möchteſt ſagen es were ein gar junges thierlin/ als eines ha-
ſen haut/ wann es nit etwas liechter were.
deßhalbẽ iſſet man diſe nit friſch.
dañ ſie iſt alſo feücht/ dz man ſie nit wolkochẽ möcht/ darũb dörret man diſe
gantz an dem rauch/ man ſeüdet ſie auch nit wie die langẽ/ ſon{der} röſtet ſie in
öl vñ ſaltz.
wañ du auch fiſchſchmaltz/ pfeffer/ knoblauch/ vñ peterlin dar
zů thůſt/ wirt es ein zierliche ſpeyß/ welche über der reichen tiſch gehört.
Alle gewechs kommend auff ſiebenerley geſtalt harfür. dañ etliche wach
Gewächſen
vrſprung.
ſend von jnen ſelbs/ als der Cypres in Creta/ vñ bey vns das vnkraut vff
den ackeren.
Es iſt gläublich das der mehren theil alſo möge wachſen/ die-
weil wir auch allenhalben on allen bauw vylerley gewechs ſehend fürkom-
men/ fürnemlich wann ein großer regen geweſen/ oder die waſſer über ge-
loffen.
demnach weil auch vnder den fiſchen/ die doch vollkom̃ener dañ die
gewechs/ vyl von ihnen ſelbs werden/ als die meergrundlen/ hundskolbẽ
vnd ſchleyen.
Es mag alles durch den ſaamen wachſen/ wiewol etliche ar-
ten kommlicher ein anderen weg.
alſo der eichbaum/ keſtenen/ köl/ vnnd
weyßen/ wañ du diſe zwiſchen das holtz vnd rindẽ einſtoſſet/ heiſſet es jm-
pfen.
Man pflantzet auch vyl mit den wurtzlen/ als die blauwgilgen/ oder
mit den zweygen/ als die räben vnd weyden.
wann man das ſchoß zwiſchen
den rinden vñ dem holtz einſtoſſet/ heißt es einpflantzen.
wañ man aber die
rinden biß zů dem holtz ab zeücht/ vnd man eines anderẽ gewechs rinden/
zů dem aſt füget/ alſo daß es die entpfangenen wunden wol wider zůſam̃en
ſchleüſſet vnd bindet/ heißt es eingeſproſſet.
Eingraben heißt wañ man die ſchoß oder zweig/ vorab an den rebẽ oder
eines anderen alten baũs eingrabet/ oder wañ der ſtock ſelbs/ welcher nach
zwey jaren ein wurtzel bekom̃en/ von dem alten ſtock abgehau wẽ wirt.
Du
ſolt auch wüſſen das etliche gewächs/ ſo von jrem ſtock gehauwen/ widerũb
wachſend/ dañ ſie ſeind an ſtatt eines ſchoß.
Man ſoll aber wiſſen/ daß die
jmpffung auch beſchicht wañ man das aug vnder die rinden ſtoßet/ ſo vor-
hin abgeriſſen/ demnach das die einpflantzung auch beſchicht wann man
den ſtock zertheilt/ vnd nit allein wañ man die rindẽ daruon thůt.
doch ſoll
man ſich hütẽ/ daß diſes nit beſchähe/ wann die gewechs grůnen oder blü-
end/ dañ ſie ſeind zů der ſelbigen zeit ſchwecher/ alſo daß man ſagt/ wañ ei-
ner mit den zenen ein aſt von einem blüenden nußbaum reißt/ welcher vor-
hin lang linſen gekeüwet hatt/ der gantz baum verderbe.
Wiewol ſolliches
kein andere vrſach/ dañ wann man zů den ſelbigen zeiten ein gewächs ver-
derbet/ oder die rinden vnd marck treffenlich verletzet.
Es iſt auch ein heitere vrſach/ warumb man alſo einen glüenden nagel
in des fürnembſten ſtammen wurtzel ſchlecht.
Es ſeind auch ettliche ſo ver
meinend/ wañ man der bonen hülſen zů der bäumen wurtzel ſchütte/ ſie ver
derben der mertheil alle bäum.
Wañ ſolliches waar/ ſoll man nit anderſt
achten/ dañ das diſes von dem ſtarcken ſafft als von einem gifft beſchehe.
In gemein verenderẽ alle gewechs jren geſchmack/ geruch/ farb/ größe/

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