Cardano, Geronimo, Offenbarung der Natur und natürlicher dingen auch mancherley subtiler würckungen

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Von mancherlei wunderbaren
Es habend auch alle wilde thier ein abſcheühen von dem feür/ vnnd flie
hend diſes/ demnach den ſtarcken vnd bitteren geſchmack/ als eſſig/ ochſen
gall/ das waſſer von den geſottenenen langen cucumerẽ/ weyß nieß wurtz/
Coloquint/ vnnd feigbonen.
Ettliche thůnd diſes auß beſonder krafft des
geruchs/ als des ſchwebel/ der ſchwertze/ vnnd vitreol/ der blůmen vnnd
bletteren beyden holderen/ des coriander/ der hörneren/ vnnd huffẽ.
Etli
che beſchwärẽd diſe vylerley geſtalt/ als die ruten vnd roſt.
Eben diſe ding
ſeind auch den ſchlangen zů wider/ darzů deren geburt vnd eyeren.
Die altẽ
habend ſich fürnemmlich zweyer dingen gebraucht alle ding zů erhalten/
wölches die menſchen ietzmalen vergeſſen hand/ nam̃lich des bechs vnnd
öl trůſen.
das bäch erhaltet vor dem lufft/ vnnd die öl trůſen vor den thie-
ren.
Ich find vnder den wol riechenden dingen/ daß der angezündt ſtyrax
faſt alles gewürm vertreibt.
Die Griechen neñend die kraut würm/ ſo in den garten ſchaden thůnd/
Praſtocoridas.
Wann du nun eines verſchnittenen widers magen mitt al
lem wůſt/ ſo erſt getödet iſt/ an dem orth do diſes gewürm eſt/ ein wenig ein
grabeſt/ würſt du noch zwen tagen diſe thierlein alle bey einanderen findẽ.
ſo du diſes ein mal oder zwey thůn/ wirſt du alle ſchedliche thier auß tilcken.
Geleicher geſtalt ſagt man/ wann etwan ein materien von eichen holtz in dẽ
miſt vergraben/ ſoll kein ſchlang doſelbſten wachſen.
Man ſagt auch dz die
aſpiden/ ſo ein klein vergiffte art der ſchlangen iſt/ ab der boberellen wur-
tzen treffenlich erſtaunen.
Es iſt auch kein wunder/ weil die ſelbige wurtzel
vnnd ſaamen auch dem menſchen erſtaunen machet.
Alſo mag vylicht auch anderen würmen der geſtalt begegnen. Man ſagt
auch wañ ein geiß fäl vergraben werde/ ſam̃len ſich da ſelbſten die fröſch zů
ſammen.
wölches doch ſchwerlich zů glauben. dann wann diſes waar/ mü-
ſte es von dem geruch beſchehen/ man müſte ſie auch nitt tieff ein graben.
Man kan die flö nitt baß vertreiben/ dañ ſo man alles ſauber haltet/ ſo mã
Flö vertrei-
ben.
die kammer ſauber wiſchet/ die leinlachen offt enderet/ vñ ſich hangẽder
beten gebrauchet.
wañ man auch weiſſe bauwullen hin vnd wider in das bet
ſpreittet.
Dann alſo werden ſie als mitt einem garn gefangen. man ſagt ſie
ſammlen ſich bey eines igels feiſte.
Man fahet diſe auch wann man breitte
geſchirr/ voll waſſers auff den boden ſtellet.
man vertreibet ſie ſo man meer
diſtel kraut ſeüdet/ vnd mitt dem waſſer den boden beſprenget/ oder noch
beſſer/ ſo man dem Coloquint oder oleander alſo thůt.
Wann die pfeyffholter oder ſommer vögel den binen gefarlich ſeind/ vñ
man in der nacht liechter auff zündet/ fliegen ſie darzů/ vnnd bringend ſich
ſelbs vmb.
Man ſagt es werden die wentelen vertreiben/ wann man grienẽ
wentelẽ ver-
treiben.
attich zů oberſt auff das ſpanbet legt/ vylicht von wegẽ deß böſen geruchs.
diſes heiſſet warlich böſes mitt böſem vertreiben.
Der rauch von dem chalcanth oder vitriol vnd roſt tödet ſie/ doch kom-
men ſie harwider.
darumb iſt nicht beſſers dann ſo man kalch mitt ſieden-
der laugen vermiſchet/ vnnd die bretter lang vnnd wol mitt bereüchet/
demnach bißmüntz/ ſilberglett/ ſchwebel vnnd loröl vnder den chalcant
oder vitriol vnd roßt tüge/ vnd alſo beſtreichet.
Wann du wilt die ameyſſen vertreiben/ ſolt du deren löcher mitt mehr-
leim oder äſchen verſtopffen.
Man ſagt auch daß diſe durch einer eulẽ hertz
ſo zů inen gelegt vertriben werden.
wann man eſchen oder weiß kreiden zet

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