Cardano, Geronimo, Offenbarung der Natur und natürlicher dingen auch mancherley subtiler würckungen

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ſachen/ Das zwölfft bůch.
der lufft iſt vn{der} dem kamin eingeſchloſſen/ dieweil er in ein enge bracht/ vñ
hatt alſo ein krafft/ wie wir auch von den krifftẽ haben angezeigt.
ſolliches
zeiget auch an/ dz der lufft über ſich faret.
Diſes beſchicht am aller mehrſtẽ/
wann das inſtrument glat vnnd wol außgebutzet iſt/ vnnd das Camin bey
dem windblech allethalben beſchloßen/ daß kein lufft möge haraußkom-
men.
Ich nenne es ietz ein kamin/ damit man mich baß verſtande/ wie ich
etwan ſonſt weitleüffig gebraucht hab.
ich mag wol erkennen daß man es
ſonſt ein herdſtat oder rauchteckel heiſſen ſolt/ es wirt mehr von dem flam-
men dañ rauch getriben/ von wegen deßen ſchnellen bewegung.
von der ko
len beſchicht es keins wegs.
Es můß auch der brotſpiß rund ſein/ an dẽ orth
do er auff dem feüwr eyßen oder dreyfůß ligt/ dann was eckechtig iſt/ laſt
ſich nit bald triben.
Man mag vylicht auch diſes vnder die wunderbaren werch zellen/ ſo Pli
nius von den außgeſpitzten viereckechtigen ſtein/ ſo inn dem feld Martio
ſther/ angezeigt hatt.
Ich will ſeine wort anzeigẽ/ die alſo lauten. Der Key
ſer Auguſtus hatt an dem ſtein ſo in dem feld ſther ein feinen nutz angebẽ/
damit man der ſonnen ſchein auch tag vnnd nacht größe vermercken mö-
ge/ als er ein ſtein gelegt/ an der größe wie ein Obeliſcus/ dem der ſchatten
zů Rom geleich were/ wann es Mitag vnd vmb die ſechſten ſtund worden.
hatt auch allgemach durch linien ſo auß meſch gemachet angezeigt/ wie die
tag abnemmend vnnd wachſend/ welches zwar würdig zůerlenen/ vnd ei-
nem hohen verſtand zůſthet.
Hie ſoll man wider wiſſen was ein Compaß für nutzbarkeit hatt. wölche
Cöpaſs [...]
barkeit
wir dann ordenlich erzellen wöllend.
Zů erſten/ damit wir den mittag/ das
iſt/ die ſechßte ſtund erlernend.
dann man theilet den tag vnd nacht allwe-
gen/ ſie werend kurtz oder lang inn zwölff geleiche theil ab/ welche wir jetz
zeit oder vngeleiche ſtunden nennen/ weil ſie alle tag ab oder zůnemmend.
diſes iſt gůt zůerkennen/ vnnd auch das fürnemmeſt. Man ſoll ein zeiger
in dem ſtein machen/ vnnd gegen Mitnacht richten/ welcher nitt geendert
werde.
wann die ſonn darzů kommen/ machet ſie dargegen über ein ſchattẽ/
welcher der ſechſten ſtund end anzeigt/ vnnd daß es Mittag were.
in diſer li
nien machet mã clxxxij abtheilung/ vnder welchen die außerſten die Sol
ſtitien bedeüteten.
Die zů nechſt bey dem obeliſco war/ zeiget deß ſommers
Solſtitiũ an/ die am weyteſtẽ deß winters/ vnnd die darzwiſchẽ/ ye ein ab-
nem̃enden oder wachſenden tag jm jar.
als wann deß ſom̃ers ſolſtitium o-
der lengſt tag auff den xxv tag brochmonats gefallẽ/ ſetzet mã die xxiiij/ vñ
xxvi/ in der nechſten abtheilung in geleichẽ ſchatten.
vnd zů dem dritten dẽ
xxvij vnnd xxiij.
welche abrechnung wenig felen mocht/ doch war ſie noch
nitt gar geleich.
dann die tag in welchen die Aequinoctien ſeind/ wann tag
vnnd nacht einanderen geleich/ die der geſtalt in ein abtheilung kommen
ſolten/ habend nitt ein geleiche zal tagen vonn den Solſtitien.
man ſchreib
auch einer yedẽ abtheilũg deß tags lẽge hinzů/ dz mã leichtlich auß dẽ ſchat-
ten dẽ tag vñ ſein größe/ o{der} auß dẽ tag den ſchattẽ vnnd die größe erlangen
mocht.
Man mocht auch von ſtund an auß den tagen die nacht verſthen.
Wie man aber diſe erſte abtheilung machen/ magſt du hie heiter vnnd
warhaffter dann von Vitruuio verſthen.
Setz den Mittag circkel alſo/ das er durch die Polos A B C gange. In
welchem vnſerer oder ein anderer hauptpunct A.
der mittel punct oder

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