Cardano, Geronimo, Offenbarung der Natur und natürlicher dingen auch mancherley subtiler würckungen

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ſachen/ Das zwölfft bůch.
F vnnd G bey dem C D geleich ſeind/ werdend ſie nitt über den auſſereſten
kreiß ghen/ vnd auch nicht manglen.
Weil auch die höche F vnd G ſo groß
als C D iſt/ wirt ein taflen auß dreyen zůſamen geſetzet werden C D F G in
einer höche.
wann man nun das E darüber zeücht/ wirt es ein geſtalt vnd
anſehen einer gantzen gefiertten taflen haben.
Wann du aber die rigel auß-
ſtreckeſt/ weil ſie breitter gegen der mitte ſeind/ werdend ſie über die hülenẽ
außghen/ vnnd allgemach die tafel E auff heben/ wölche von deß pfal vnd
ſtangen wegen ſich laſſet auffrichten.
dann ſie iſt nitt mitt C D zůſam̃en ge-
füget.
ſie wirt auch ſo lang auffghen/ biß die iñeren auſſereſten kreiß F vnd
G für das E harauß ghond.
dann alſo wirt das E auff das C D fallen/ vñ
wirt das F vnnd G dem ſelbigen geleich ſein.
Sy werden aber von der bla-
teren oder deß bauchs wegen auffgehalten/ damitt wann man ſie mehr her-
auß zeücht/ ſie ein größeren ſpalt bey dem E bekommen.
Sy mögend auch
nitt herab fallen/ dann die auſſereſte theil der rigel werdend von der tafel
C D begriffen/ wann ſie eigentlich zů deren mitte kommen/ als angezeiget
worden.
ſie mögẽ auch nit höcher ſein dañ das E/ o{der} nit niderer. dann der ri
glen mitte iſt von den enden vnderſcheiden/ vnnd hat ein höche mitt C D.
Darumb werdend die rigel die täfel auff heben/ an wölche ſie ob den porten
gehefftet ſeind nach der C D größe vnd höche.
Wann nun das E obẽ ſthet/
wirt das C D mit dem E in einem gewicht ſein/ mit dem F vnd G/ wölches
man dann beweyſen ſolt.
Es iſt aber offenbar/ wann du wider das F vnd G
vnder das E richten wilt/ můſt du zů obereſt das E an beiden theilen auff
heben.
Wann du aber (dann es iſt vnmüglich alle zů erzellen) die wunder
baren werck erfinden wilt/ ſolt du nach deß Galeni weg fürfahren.
darum
ſetz dir zů erſt das end für/ demnach bedenck die ding/ ſo zů nechſt bey dem
end ſeind.
vnnd widerumb was zů ſollichen mitlen von nötten/ vnnd kom-
meſt zů letſt dahin/ biß du die erſten vrſach vnnd theil erfareſt.
Wann aber
die vrſach vnnd theil einanderen hinderen/ ſo bedenck ein weg wie man ſie
von einanderen abſünderen möge/ darzů wie ein theil zů vyl dingen gůtt/
vnd vyl ſtuck außrichten möge.
d@ſes iſt der nechſt weg.
Ich weyß wol daß ich geleſen hab/ es ſeye in deß abgots Apis kirchen deß
Bildtnuſs alle
zeyt gegẽ de@
Sonnen.
teüffels bildtnuß geweſen/ wölches dz angeſicht zů allen orthen/ wo ſich die
Sonn hinwendet/ keeret.
Diſes mögend wir in einer yeden ſaul vnnd bildt
nuß leichtlich zů wegen bringen/ wann du der zeyt ſtunden rechnung beden
ckeſt/ durch ein verborgenen vmblauff vnnd inſtrument/ wie man es nen-
net.
Es iſt vyl luſtiger ſolliches zů beſichtigen/ dann die vrſach/ wie ſolches
beſchehen möge/ zů laſſen.
Alſo hab ich auch gefunden/ daß beſchriben geweſen/ wie zü Epheſo in {der}
Diana tempel/ deß Cupido pfeyl gehangen/ vnd doch an kein ſeil/ oder an-
ders gebunden geweſen.
Wann einer ſein verſtand hie brauchen wölte/ wur
de er diſes bald zů wegen bringen.
ſtoß ein ring eyſen an ein ror für ein ſpieß.
demnach nimb ein außgehülten magnet eines ellenbogẽ groß/ der gůt ſeye/
vnnd ſetz jn zů obereſt in tempel/ ſo wirt der ſpieß vyl jar von jm ſelbs dar-
an hangen/ vnnd doch nit faſt zů verwunderen ſein.
Wann yemand ein luſt hette die welt auff einer kuglen zů beſchreibẽ/ der
welt kugelmag ſolliches leichtlich vnnd gar fein auß Ptolemei worten/ in fünff tagen
vollbringen.
Du ſolt ein möſchene kugel die gantz rund/ zů erſt alſo machẽ.
Mach ein halben möſchenen circkel/ nach deß Diameters größe/ vnnd ſtell

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