Cardano, Geronimo, Offenbarung der Natur und natürlicher dingen auch mancherley subtiler würckungen

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Subteilen ſachen.
Hie möcht aber jemand billich begerẽ zů wüſſen/ was doch vnder den vn
ſchedlichen vnd dieffen hülenen lige.
Man ſagt es habe vor zeyten Künig
Philippus die köſtlichen Metall befolhen wider zů ſůchen/ wölche jetz auff
gehöret.
wie man nun etliche menſchen mit ſpeyß vnd liechter in die berg ge
laſſen/ habend ſie wider angezeiget/ wie ſie daſelbſten waſſerflüß gefunden/
vnd ſtillſthonde ſee/ auff wölchen kein erden/ ſonder ein finſter vnd dunck-
ler lufft gelegen.
diſes iſt auch faſt Ioannis Leonis meinung/ wöllicher die
erden beſchriben hat.
Was ghon ich aber mit diſen dieffen vnd verborgnen ſachen vm̃? es wirt
ſich etwan begeben von diſen ſachen zů handlẽ/ jetz will ich anzeigen/ wz die
gantz erdẽ für eigenſchafft an jren habe.
Die gantz erdẽ iſt ſteyff vnd rund/
ligt auch in mitte der gantzen welt.
diſes wirt von den Mathematicis bewi-
ſen.
dañ die erdẽ mag ſich als wenig gar bewegẽ/ ſo wenig {der} him̃el ſtill ſthen
Der erden vin
kreiſs.
mag.
es mögen auch die berg ſolche ründe an der erdẽ nit verhinderẽ. dañ es
mag kein berg an ſeiner höhe den tauſigeſtẽ theil an {der} erden Diameter oder
rechten dicke haben/ ob wol vyl fablen daruon geſchribẽ werden.
Es haben
aber die Mathematici {der} erden vmbkreiß vnd dicke alſo erfunden.
Eintwe-
ders durch deß Mon finſternuß/ habẽ ſie {der} ſtunden gelegenheit am Equi-
noctial erfaren.
wañ ſie diſe gehabt/ habẽ ſie durch ein reiß überlãd aller plä
tzen vnderſcheid bekom̃en.
wañ ſie diſes durch xxiiij ſtund eines tags gemul
tiplicieret/ vnd dañ deß Mons finſternuß noch der gelegenheit diuidiert/
habend ſie den gantzen vmbkreiß deß circkels erfunden.
demnoch haben ſie
mit Geometiſcher Demonſtration den gantzen Equinoctialvvnd den grö
ſten circkel der erden/ durch ſiebne multipliciert/ vnd darnach mit xxij di-
uidiert/ vñ alſo künſtlich mit gewüſſer rechnung den Diameter erfunden.
Oder ſie ſeind von Mittag geſtrackt gegen Mittnacht gangẽ/ vnd deß Po-
li höhe vm̃ ein grad gemehret.
Wañ ſie nun den weg darzwiſchen gemeſſen/
haben ſie bey fünffzehen Teütſcher meil/ oder ſieben vnd achtzig tauſet vnd
fünff hundert Welſcher ſchrit gefunden.
dañ mit diſen meſſen wir zů vnſerẽ
zeyten der orth gelegenheit/ vnd nit mit Ptolemei ſchritten.
Wañ man diſe
mitt ccclx grad multipliciert (dann alſo vyl ſeind deren) habend wir fünff
tauſet vnd vierhundert Teütſcher meil/ o{der} ein vnd dreyſſig tauſetmal tau-
ſet/ vnd fünff hundert ſchritt/ vm̃ die gantz erdẽ.
Wañ du nun diſen gantzẽ
vm̃kreiß mit ſieben multiplicierſt/ vnd darnach mit xxij diuidierſt/ wirt {der}
erden Diameter o{der} dicke tauſet ſiebẽ hundert/ dreyzehen vnd ſiebẽ eilff theil
Teütſch meil o{der} zehẽ tauſetmal tauſet/ vnd xxij ſchritt ſein.
doch thůt man
thorechtig/ wañ man jr größe bey einẽ puncten ergründen wolt.
darũb ſoll
mas die xxij außlaſſen/ vnd ſagẽ die erdẽ halte zehẽ tauſetmal tauſet ſchritt.

Wölche aber geſchiffet/ ſeind weyt hin vñ har geſchweiffet/ vnd nit die rech
re ſtraaß für ſich gefarẽ/ etwan von jnẽ ſelbs/ etwan durch die wind betrogẽ
vnd verworffen/ vnd alſo die erdẽ vyl größer beſchribẽ/ dañ ſie aber iſt.
Es
iſt aber vnſer außrechnũg gãtz gewüß/ vnd ſtim̃et mit {der} erfarnuß.
ſie dienet
auch den Hiſpanierẽ gar wol.
dañ weil diſe geſehẽ/ dz jr große vñ langweren
de weiß {der} erden größe faſt zů wider/ habend ſie fleiſſig jren jrrthumb erwe-
gen/ vnd faſt die weyte vnd die zeyt vmb den drittentheil eingezogen.
Diſe gůtthat erlangt man von Subtiliteten. Es iſt aber die erden nit ei-
Der erdẽ mã-
cherley gſtalt
nerley art.
darũb hat ſie Ariſtoteles recht in zwey theil abgeſündert/ als nã-
lich die ſich graben laſſet/ vnd ſich endert.
die ſich graben laſſet/ bleibt alſo/

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