Cardano, Geronimo, Offenbarung der Natur und natürlicher dingen auch mancherley subtiler würckungen

Table of figures

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Außzug von allen
wirſt du ſagẽ/ weil der lufft vnd waſſer auß nateürlicher beſunderer krafft
dz liecht begerend anzůnem̃en/ durch welche ſchwere ding herab vnd leichte
hinauff farend/ werden ſie bewegt vñ theilend ſich voneinander.
Es wirt
auch die werme welche in jnẽ verborgẽ an den tag harfür gebracht.
dañ wirt
dz waſſer von dem lufft erwermet/ dieweil es von jm ſelbs kein werme hat.
darumb iſt es faſt allein oben vff/ oder am aller mehrſten daſelbſten warm.
Auff ſolliche bewegung volget ein ſubteyle/ vnd nach der ſubteyle ein wer-
me.
dann die werme/ bewegung/ vnnd ſubteyle ſeind beyeinanderen/ wie
dann auch in den thieren das leben daruon kommet.
Damit ich aber wider auff das liecht komme/ iſt gewüß/ daß das liecht/
Liecht vnnd
glantz art.
der glãtz/ vnd werme ein ding ſeye/ welche doch in vergleichũg andere nam
men haben/ vnd mancherley geſtalten vnd bildnuſſen an ſich nem̃en.
Wie
nun in dem durch ſichtigen ding ein glantz entſthet/ alſo in einem duncklen
die farb.
welche dann alle jr geſtalt harfür bringend. dann wañ man durch
ein matten ghet/ vermeinet man die angeſicht ſeyend grůn.
weil nun diſes
die farb an einem offnen lufft vermag/ was ſoll erſt in einer dunckle beſche
hen?
Alſo wann man ein liecht auß dem brennten wein vnnd ſaltz machet/
vnd kein ander liecht vorhanden/ werden die angeſicht der menſchen bleich
wie der todten.
diſes hab ich erfaren. Dergeleichen wann man in grüne am-
plen grün öl thůt vnd anzündt/ werdẽ alle ding grün.
man ſagt das öl wer-
de grün/ wann man ein vnzeittigen treübel alſo lang in dem öl laße ligen/
biß er an der Sonnen zeitig werde.
Was ſoll ich ſagen/ wann ein liecht in
ein gleßene laternen eingeſch loßenn/ ferbt es alle ding krefftiglich wie das
glaß ein farb hatt/ als ſchwartz/ grün/ weyß/ rot/ oder himmelblauw.
Di-
ſes mag durch das feüwr mehr beſchehen/ als wann man meinet es lauffe al
les voll ſchlangen/ dann es můß ein beſondere krafft darbey ſein/ vñ můß
der rauch etwas dienſtlich ſein die geſtalten zůenderen.
deßhalben mag das
liecht die farb/ größe/ vnnd geſtalt enderen/ daß man vermeinet die träm
ſeyend ſchlangen.
doch mögend ſie kein andere figur vnd geſtalt annem̃en.
dann es iſt nit war daß man möge die menſchen on häupter ſehen/ oder mit
hunds köpffen.
dann wann das liecht die häupter verbirgt/ wirt es andere
ding auch verbergen.
Die beſten ſpiegel werden auß dem ſtahel vnd ſilber bereitet/ vñ nitt auß
Gůt ſpiegel.dem glaß oder Cryſtall/ wie die leüt vermeinend.
weil aber diſe/ ſo auß me-
tall gemachet bald verderbt/ achtet man ſie ſeyend beſſer.
dann die gleſene
ſeind langwerender/ von ihrer feüchte wegen/ an welcher der glantz lang
hanget.
Welche aber etwas gebogen ſeind/ diſe enderen die geſtalten/ da-
rumb laßen die hole ſpiegel oder vngeleiche augſpiegel/ alle ding nit in jrer
geſtalt beleiben/ ſonder enderen ſie gar faſt.
Von den Cometen iſt an anderen orthen geredt/ als nammlich im erſten
Comet.bůch von allen ſeltzamen dingen.
deßhalben allein hie zůmerckẽ/ daß er ein
kugel ſeye/ welche an dem himmel ſtande.
wann diſe von der Sonnen an-
gezündet/ ſicht man ſie/ vnd weil die ſtreymen dardurch ghond/ gibt es ei-
nes bart oder haar geſtalt.
deßhalben/ wann man die wachſung am him̃el
zů gibt/ mag es daran entſthen.
wo aber diſes nit zůgelaßen/ můß man ſa-
gen/ welches dann auch der warheit gemäßer/ der himmel ſeye voll geſtirn/
welche doch nitt alle dick ſeind.
wann nun der lufft trucken o{der} ſubteyl wirt/
oder auch andere vrſach vorhanden/ mag man die Cometen ſehen.
dann

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