Cardano, Geronimo, Offenbarung der Natur und natürlicher dingen auch mancherley subtiler würckungen

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Von mancherlei wunderbaren
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            anzeigung iſt daß die ampelen in wölchen öl brennet/ vnd diſes fürnemlich
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            den ſpeichel enderet/ alſo daß man ſchwerlich von denen die vmb die bruſt
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            kranck/ recht vrtheilen mag. </s>
            <s xml:space="preserve">wie auch das öl die ſchreib dinten hinderet/ daß
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            ſie nit anhangen mag/ alſo iſt es ein materey zů der truckerey farb. </s>
            <s xml:space="preserve">weil wir
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            auch auff ein trocken papeyr ſchreibend/ ſo das feücht fleüßt/ ſchreiben doch
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            die trucker auff das feücht/ dann das drocken nimmet jr farb nit an. </s>
            <s xml:space="preserve">ſie ha-
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            bend auch widerwertige bůchſtaben alſo ?</s>
            <s xml:space="preserve">? d ɔ b ɔ ?</s>
            <s xml:space="preserve">?/ damit ſie alle nach dẽ
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            widerſpil richten. </s>
            <s xml:space="preserve">Es iſt zwar ein wunderbare kunſt/ durch wölche ſie ein
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            tag mögend zweytaußet bogen bereitten. </s>
            <s xml:space="preserve">man mag auch nit wol vrtheilen/
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            ob in ſollicher leichte vnd ſchlechte die ſchöne/ oder in ſolcher ſchöne/ die be-
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            hendigkeit vnd leichte wunderbarer ſeye?</s>
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            <s xml:space="preserve">Man machet zů erſt ſtechele eyſelein/ an wölchẽ zů vordereſt die vm̃keer-
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            te bůchſtabẽ verzeichnet ſeind. </s>
            <s xml:space="preserve">dañ machet mã auß diſen wi{der} geſtrackt auß
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            geſtochen in dem eyßen. </s>
            <s xml:space="preserve">dann geüſſet man in dz eyſen vnd model ein zerlaſſe
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            ne matery/ wölliche auß bley vnnd pyrit ſtein bereittet/ auß diſenn kom-
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            mend wider die bůchſtaben/ wölche denen geleich ſo vorhin in den ſtachel ge
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            graben waren. </s>
            <s xml:space="preserve">Wann die bůchſtaben zůſamen geſetzet/ vnnd mit ſtrauben
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            einbeſchloſſen/ demnach die farb auffgetragen/ leget man das papeyr dar-
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            auff/ ob wölchem ein dünn außgeſtreckt küſſelin odet filtz ligt/ vnnd dann
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            ein breit brett ſo durch ein kreütz mitt der breß getrucket/ vnnd alſo außbe-
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            reittet wirt.</s>
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            <s xml:space="preserve">Die figuren aber wölche in ertz oder möſch geſtochen vnd getrucket/ wer-
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            dend vmb ſo vyl ſchöner vnnd köſtlicher/ dann die/ ſo von hültzenen taflen
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            getrucket/ wie vyl das ertz oder möſch edler vnnd hertter dann das holtz iſt.
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            <s xml:space="preserve">die vrſach iſt deß metall ſubteyle ſubſtantz vnnd herte. </s>
            <s xml:space="preserve">dann ſie überkom̃en
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            von der ſubteyle wegen ein ſchatten/ durch wölche alle ding eigentlichẽ für
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            geſtellet werden. </s>
            <s xml:space="preserve">Es machet auch die herte daß die tafel nit geſchediget wirt. </s>
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            dañ auß langwirigem trucken vnnd zůſamen ſchlagung der inſtrumenten
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            ghet diſes/ ſo an dem holtz außgeſtochen/ etwas ab. </s>
            <s xml:space="preserve">diſes beſchicht in dẽ me-
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            tall nit/ vorab wañ es etwas herter iſt. </s>
            <s xml:space="preserve">Wie man aber die bůchſtaben durch
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            möge thůn/ hab ich an einem anderen orth angezeiget. </s>
            <s xml:space="preserve">Ich bring diſes gar
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            bald durch ein ſcheidwaſſer zů wegen.</s>
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          <head xml:space="preserve">Von anſtreichungen vnnd zierung/
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          Das lxv Capittel.</head>
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            <s xml:space="preserve">MIch bedaucht man möcht diſen gantzen handel am aller mehr
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            ſten mitt dem queckſilber vollbringen/ wann es ſicher were.
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            <s xml:space="preserve">dann es machet die haut weyß vnd glatt/ ſeüberet auch diſe/
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            weil es mitt großer krafft alle vnreinigkeit durch das geeder
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            hinweg treibet. </s>
            <s xml:space="preserve">deßhalbẽ iſt nicht beſſers zů {der} maltzey/ raud/
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            vnnd anderer vnſauberkeit der haut/ wann man diſes darunder miſchet/
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            ſo ſein krafft vnnd würckung nitt hinderen/ vnnd doch allen ſchaden mag
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            hinnemmen. </s>
            <s xml:space="preserve">Vnder wölchen iſt diſes experiment vnnd erfarung.</s>
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            <s xml:space="preserve">Nimb vier lot limonen ſafft/ auch ſo vyl roßwaſſer/ ein halb lot queck
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            ſilber/ vnd ſo vyl bleyweyß. </s>
            <s xml:space="preserve">diſes miſche durch einander wie ein ſalb/ vnnd</s>
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