Cardano, Geronimo, Offenbarung der Natur und natürlicher dingen auch mancherley subtiler würckungen
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175cxixſachen/ Das fünfft bůch. kennich nit/ doch můß ſie ſich auch nothalben auff goldfarb richten. Die
erſte
drey gattung vnd art haben diſen vnderſcheid/ daß die erſten den drit
ten
geſtracks zůwider/ die andere aber in der mitte ſeind.
dann der Sar-
diſch
Hiacinth/ wañ er inn ein ring gefaſſet wirt/ vnd ein metalliſche vol-
ge
hatt/ iſt alſo rot vnd leüchtet/ daß der gemein man achten ſolte/ es were
ein
Carfunckel.
Wann man diſen auch an dem lufft wol beſchauwet/ ver-
meinet
man er ſeye guldẽ/ vnd hatt ein gemiſchte farb/ ſo gar nicht dem
Carfunckel
dienet.
er iſt aber auch trüb/ vnd dem Sarda faſt gleich/ dañen
har
er auch ſeinen nammen entpfangen/ als geſagt iſt.
Die erſt gattung aber des Hyacinth/ wölcher dem Carfunckel gleichet/
iſt
diſem zůwider.
dañ wann man diſen inn einen gulden ring faſſet/ oder
auff
ein volge ſetzet/ vermeinet man er ſeye gulden vnnd etwas trüb/ wañ
man
ihn abergegen dem lufft haltet/ iſt er rot/ dem Carfunckel gleich.
Wann man diſen an der Sonnen hatt/ wirt er dunckel/ alſo auch in dem
heitteren
lufft.
aber in zimlicher finſternuß leüchtet er. Wann man jn aber
auff
das feüwr haltet/ iſt er rot wie ein Carfunckel/ vnnd wirt gar hübſch.

vnd
ſolliches nit von wegen des gegenſcheins/ ſonder der werme.
dann es
lag
äſchen auff der glůt/ daß man das feüwr nit ſehen mocht.
ſolliches be-
ſchicht
auch auff einem heiſſen eyſen/ ſo nit glüend iſt.
Weil wir dann di-
ſes
alles angezeigt/ wölches wir waarlich erfaren haben/ wöllend wir ſol-
licher
ſach/ vnnd die darauß volgend/ vrſach anzeigen.
Dann dieweil
ſollicher
in der heittere dunckel wirt/ vnnd aber diſes auß der kertzen be-
ſchicht
/ ſo an die Sonnen geſtellet/ můß es auß blödigkeyt ſeines eygnen
liechts
beſchehen/ wölches von dem auſſerlichen zerſtröuwet wirt.
Widerumb/ weil der vonn einer mechtigen werme röter vnnd liechter
wirt
/ můß er ein dicke feüchtigkeit in ihm haben/ vnnd deßhalben auch
vyl
ding leyden.
Dem ſeye nun alſo/ wirt er dañ ſich in ſchönem wetter nit verenderen/
auch
trüber vnd dunckler werden?
In einem trüben lufft aber/ vnd wañ
ein
vngewitter vorhanden/ roth vnnd wie ein ſcheinender reyff?
alſo wirt
diſer
auch/ wann man ihn auff die krancken legt/ ſo ſchwerlich nider li-
gend
/ oder die Peſtelentz habend/ dieweil er leidenhafft/ ſein farb verlie-
11Hyacinth wi
der
die Peſte
lentz
.
ren.
Dieweil aber alles das geendert würt/ auch geendert/ vorab wann
deſſen
natur ſo geendert/ etwas ſchwächer/ můß der Hyacinth diſen ſo
die
Peſtelentz habend/ nützlich ſein/ vnnd die ſo ſie noch nit habend/ vor
deren
beſchirmen.
Doch iſt offenbar/ daß ſolliches nit allwegen beſchicht/ auch nit ein ye{der}
vollbringet
/ noch in einer yedẽ perſon.
Dann die ding ſeind ein artzney wi-
der
das gifft.
Der roth Hiacynth iſt faſt der ſchwereſt vnder den edlen
ſteinen
/ deßhalben auch faſt feücht.
Der Adamant aber iſt der leichteſt
vnd
trocken.
Ob wol der Saphyr faſt ſchwer/ leidet er doch nicht. deßhal
ben
müſſen die feüchten vnd groben mehr leiden dann die ſubteylen.
Alſo
iſt
der Saphyr von wegen ſeiner dicke ſchwer/ vnd der Hyacinth von we-
gen
der feißten feüchtigkeit.
Dieweil ich nun kein ring machen kondt mit
einem
großen Hyacinth/ hab ich ſechs außwendig/ vnnd ſechs inwendig/
an
gleicher größen/ vnd gleich weit voneinander geſtellet/ ſo wunderbar-
lich
ſchön/ nach denen dingen wie jetz gemeldet.
Emeſa einer ſtatt in Pheniciẽ was ein großer ſtein/ {der} vndenhar rond

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