Cardano, Geronimo, Offenbarung der Natur und natürlicher dingen auch mancherley subtiler würckungen
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ſachen/ Das ſechßt bůch.
einem band wider zů ſamen binde/ vnd zů oberſt myſt darzů lege/ damit {der}
verwundet baum nit zwifacher geſtalt verderbe.
Darnach wañ er über ein
iar wi{der} zůſamen gewachſen/ ſoll man den wider in ein anderen iungen kirß
baum ſo nach nie kein frucht getragen pflantzen.
Weil ich aber dergleichen
frucht nie geſehen/ acht ich es möchte ſollicher baum/ der ſo vyl wundẽ ent-
pfangen/ nitt lebendig bleiben/ vorab in vnſeren landen.
Damitt ich aber wid erumb zů vnſerem erſten fürnem̃en kom̃e/ iſt ein ge
Brott lang zů
behalten.
meine regel der erhaltung die aufftröcknung/ dann was man auffgetröck-
net hatt/ mag lang behalten werden.
alſo daß man dz brott ſo zweymalen ge
bachen/ ein gantz iar behaltẽ mag.
dañ ein yedes ding das da faulet (wie vor
an gezeigt) faulet von wegen der wäſſerigen feüchtigkeit/ wann man nun
die wäſſerige feüchte hinnimmet/ ſo beleibt es lang.
dieweil aber die wäſſe-
rige feüchte ſchwerlich hinzů nemmen/ es gange dann auch etwas der feiß-
ten feüchte daruon/ beſchicht/ daß diſes brott etwas minder dañ dz gemein
brott ſpeyſet.
Es begibt ſich aber in den ſchiffen/ ſo allenthalben mitt waſ-
ſer vmbgeben/ daß ſie gemeinlich ſchimlet darin werden/ vnd der mehren-
theil gar verderbend/ darumb můß man das ſelbig etwan nach zwey oder
dreymal bachen/ o{der} alſo verdorbẽ eſſen.
Man ſagt aber dz mã in {der} inſel Sa-
na/ wölche cc.
tauſet ſchritt von den Moluchien ligt/ brott mache/ wölches
bey drey iaren wären mag.
doch weißt mã nitt wie ſolliches zůghet/ wañ mã
aber den handel nach vnſeren reglen vnd gründen bedenckt/ mag man ein
gemeine vrſach geben.
Dañ es můß dick vnd feißt ſein/ vnd bey einẽ kleinen
feüwr gebrattẽ/ darzů etwas darein vermiſchet/ wölches nach ſeiner natur
der feülung treffenlich widerſthet.
Doch mögen wir villicht nitt zů ſollichẽ
zeyl kom̃en/ dieweil vnſer luffe etwas ſubteyler/ oder aber feüchter dañ der
Indianiſ@@ iſt/ oder aber auß einer anderen vrſach komlicher die feülung
an zů richten.
Wann man grüne Oliuen bald bereitten will/ ſoll man ſie auffſchneiden
Oliuen ein zů
machen.
vnd in waſſer/ in wöllichem kalch vnd zweymal ſo vil äſchen ligt/ werffen/
vnnd alſo bey xxiiij.
ſtunden darinnenn ſich erbeyſſen laſſen. demnach ſoll
man ſie mitt lauwem waſſer fünff malenn abwäſchen/ darnach auch mitt
ſaltzwaſſer.
Diſes ſeind die ſtuck wölche inn gemein alle ding erhalten/ der honig/ öl/
eſſig/ bech/ ſaltz/ inn einer pfannen röſten/ an dem ſpiß braten/ auffgebla-
ſen blateren/ brentwein/ rauch vnnd der balſam.
Die kelte aber vnnd das
ſtrauw erhalten vnuolkommenlich/ dann ſie erhalten allein etlich tag lãg.
Der Myrrha vnnd aloes erhaltend die ding ſo nitt gůtt zů eſſen ſeind/ als
die todten cörper.
doch nitt alſo krefftig wie das ſaltz/ wiewol ſie das fleiſch
auch nitt alſo weich machend wie das ſaltz.
darumb ſoll man auch darunder
thůn/ doch nitt vil.
dann ſo man vil darein thete/ theilet es die cörper von
einanderen.
Es laſſet auch das queckſilber die ſelbigen nitt faulen. Was aber ſchon
auß getrocknet/ vnd von der faulung erlediget/ ſoll man von aller feüchte
abtröcknen/ mitt wein abweſchen/ vnnd an die Sonnen vnnd kalte wind
hencken.
doch ſollend ſie nitt lang an der Sonnen ſein/ vnnd allein inn dem
winter.
Alſo wirt beſchehen daß ſie nitt faſt vyl deſſen geruch vnnd ge-
ſchmack habend/ von wöllichem ſie erhalten ſeind.
Es gedencket mir nach
wol/ daß mein vatter die treübel inn einem faß allein mitt öl/ vnnd deſſen

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