Cardano, Geronimo, Offenbarung der Natur und natürlicher dingen auch mancherley subtiler würckungen
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Von mancherlei wunderbaren
gleych hat/ vnnd faſt gegen allen anderen über ſthet heißet Pollex oder der
daumen/ weiler vyl krefft hatt.
auff diſen volget der zeigfinger von dem zei
gen har.
dann der mittel finger/ welchen ettliche eherloß nennen. dann der
goldfinger.
vnnd zů leſt der kleineſt o{der} ohr finger. das theil ſo zwiſchen dem
daumen vnnd zeigfinger ſthet heißet Thenar.
diſes ſo dargegen überſthet
vnder dem kleinen finger/ mit welchem wir ſchlagen heißet Hypothenar.
daß zů niderſt bey dem daumen wie ein bühel auffghet/ heißet Stethos. der
oberſt inwendig theil an fingerẽ heißet Vertex o{der} gübel.
die vndere gleych
an fingeren heißen Procondyli.
die mittelſten Condyli/ die oberſten Meta
condyli.
Wie auch Ruffus der Epheſier gelernet/ gehört der daumen vñ dz
Vnder wel-
chen Planetẽ
die theil an
henden.
ſtethos dem Marti zů.
da ſelbſten werden gewalt/ freuel/ ſtercke/ feür/ vnd
widerwertigkeit angezeigt.
deßgleichen die vnzimmlichen wolüſten bey wei
beren/ ſo verbotten vnnd ſchantlich ſeind.
der zeigfinger zeiget die geiſtlich
keit/ ehr/ vnnd Oberkeit an/ vnnd gehöret dem Iupiter zů.
Der mittel fin-
ger vnd der bühel ſo vnden bar enſthet/ oder das thal (dann alſo will ich es
allethalben genennet haben) gehöret zů dem Saturno.
da ſelbſten werden
gefengknuß/ traurigkeit/ trübſal/ viertegig kaltwe/ gifft/ auffſatz/ forcht/
heülen/ tieffe gedancken/ heimliche künſt/ willen zů bauwen/ arbeit/ vnnd
armůt bedeütet.
Der gold finger gehört der Sonnen zů/ vnd bedeütet gro-
ße ehre/ groß anſehen/ Künigen fründſchafft/ vnd gewalt.
Der kleineſt ge
höret Veneri zů/ da ſeind die kinder/ weyber/ wolüſt/ vnnd glückſeligkeit.
der Triangel mitten in der hand iſt deß Mercurij. daſelbſten ſeind künſt/
hoher verſtand/ mangelan der zungen/ diebſtal/ vnd andere vyl ſtuck/ die
zů deßen natur gehören.
der Hypothenar gehört dem Mon zů/ da ſeind die
flüß/ feüchtigkeit/ erſtickung/ vnnd ertrenckung in waſſeren/ ſchiff bruch
vnnd anders der gleichen.
Die linien ſo vnder dem ſtheto ligt/ iſt dem leben/ hertzen/ vnd der Son
nen zůgehörig.
die ſich vö dem Thenar in die hãd außſtrecket/ iſt deß hirns
vnd deß Mon.
Die von dem Carpo biß zů dem Hypothenar ghet/ iſt die le
ber linien/ vnnd deß Iupiter.
Sonſt iſt nit von nöten die nammen zů mel-
den/ welche nit zů der kunſt gehörend.
Dieleſte linien iſt nit in yederman/
als die zwo vorgende/ vnd die harnoch volget ſichtbar/ ſonder in ettlichen
verborgen.
Die von dem Hypothenar/ zů dem thenar hinauff ſteigen will/
gehöret Veneri zů/ auch den geburt glideren vnnd den nieren.
Es habend
auch jren vyl ein linien die ſich von dem Carpo mitten durch die ball oder
gauff erſtrecket/ die heißet Saturnia.
welche auch diſe haben/ ſeind gar ar-
beitſamm/ vnnd voll jamer.
ettliche nennen diſe deß leben linien ſchweſter.
es enſthet wider eine zwiſchen dem kleinen vnnd goldfinger/ vnnd ſtrecket
ſich biß zů dem orth daß zwiſchen dem zeigfinger vnnd mittelfinger ſthet.

diſe nennen ſie der Venus gürtel.
dann wer diſe hatt/ der iſt dem můtwillen
vnd bößen gelüſten treffenlich ergeben.
ertlich nenne diſe der Venus linien
ſchweſter/ ſo von ettlichen die tiſch linien geheyßen.
die linien aber ſo ſich võ
dem Carpo zů dem kleinen erſtrecket/ iſt der leber linien ſchweſter/ vnnd iſt
ein anzeigung eines großen glück/ vnd heißet die milch ſtraaß oder S.
Ia-
cob ſtraaß.
mã findet offt auff der leber liniẽ in dem Stetho ein andere/ ſo
gantz kriegeſch/ welche wirr deß lebens linien ſchweſter auff dem birg nen-
nen.
Man findet noch ein andere linien/ ſo an der hirn linien in mitten der
gauff oder gleich vnder den fingeren ſthet/ welche die Monſüchtigen an-

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