Cardano, Geronimo, Offenbarung der Natur und natürlicher dingen auch mancherley subtiler würckungen
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Subteilen ſachen.
in einem augenblick. der ſchwebel thůt jm nitt alſo/ dann weil er feißt/ můß
er ein verzug haben daß er brennen mag.
Sonſt iſt noch ein vrſach/ weil er
jrrdiſch/ nimmet er ein größere weite ein/ wann er angezündet iſt.
deßhalbẽ
ſeind zwo vrſachen/ daß er ſchneller breñet/ darzů jrrdiſch vnnd dick iſt/ dar
umb nimmet er auch ein größere weite ein/ vnnd gibt ein größeren trib we-
der der ſchwebel.
dann der ſchwebel iſt feißt/ lufftig/ vnnd gar nitt jrrdiſch/
als wir harnoch wellen anzeigen.
Der ſalpeter hat ein dicke vnnd ſubteile ſubſtantz. wöllichen man alſo leü
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teret/ wie Vannotius Biringutius lernet.
Nimb äſchen/ bein/ oliuen/ je-
des drey theil/ vngelöſcheten kalch ein theil/ weichen alaun drey viertheil/
deß waſſers cxx theil.
diſes ſoll man biß auff den halben theil einſieden. dañ
nimb von deſſen durchgeſechten waſſer zwey oder vier pfund/ vnd thůn es
vnder das ſiedend waſſer/ in wöllichem der ſalpeter zůſam̃en getriben wirt/
wañ er von großer hitz ſchaumet/ vnd faſt über das geſchirr hinauß ſpringẽ
will.
Es iſt noch ein beſſerer weg/ aber gefahrlicher. Man nimmet den ſalpe
ter in ein eyſen geſchirr/ vnnd bedecket ihn auch mit einem eyſenen geſchirr.
dann ſtellet man ihn auff die koolen/ vnnd laſſet ihn ſo lang braten/ biß er
zerghet.
Wann er noch nitt recht zergangen/ wölliches man dann vermer-
cket/ ſo der deckel herab genommen/ ſtellet man ihn wider zů dem feüwr vñ
zerlaſſet ihn wol.
dann beſprenget man jn mitt reinem gebülfferten ſchwe-
bel/ wann der nitt von ihm ſelber brennet/ zündet man ihn an.
Alſo laß dar
an was feißt iſt verbrennen/ dann es ſchwimmet entpor.
darnach thůn ihn
von dem feüwr/ ſo beleibet der jrrdiſch wůſt an dem boden/ vnd lauffet das
ander alles zůſammen wie ein weiſſer marmolſtein.
deßhalben iſt offenbar
daß ein jedes feißt ding nit ſchnell verbreñen mag.
das bitumen oder die ge-
ſchweblete kreiden hat etwas ſaltz in ihren/ darumb erſchüttet ſie mehr dann
lauterer ſchwebel.
ein jede erſchüttung hatt etwas mehr hinder jren/ dañ ein
einfacher ſtreich/ darumb begibt es ſich/ daß die ding ehe brechen/ wölliche
durch ein zitterigen ſtreich geſchlagen werden.
Diſes zeiget zů erſt die erfarung an. dañ wañ du ein pferſig an ein ſchwert
Zitterig ſtrei-
che hat groſe
krafft.
ſteckeſt/ vnnd mitt der hand henckeſt/ vnnd dann das ſchwert mitt einem
ſtecken ſchlechſt/ wirſt du nit allein den pferſig/ ſon{der} auch den kernen leicht
lich von einanderen theilen.
dann diſes hab ich offt erfaren. Man ſagt auch
wañ man ein groß ochſen bein auff ein hauffen ſtrauw legt/ vnd dañ ein ax
auff das bein hebt/ vñ mit einem büſchelin ſtrauw auff die ax ſchlecht/ ſoll
das bein zerbrechen.
vnd ob wol diſes wunderbar/ iſt doch bekanndt daß in
einem zitterigen ſtreich ein große krafft iſt.
deßhalben hie billich die vrſach
zů erforſchen.
dann es hat eine oder zwo.
Zů erſt wann diſes ſo geſchlagenn wirt/ auff ein herte taflen gelegt/ wirt
diſes ſo den ſtreich entpfacht/ etwas dicker/ weil die taflen widerſthet/ vnd
auch das theil ſo den ſtreich nim̃et.
alſo wirt es auch dem ſtreich nit weichen/
dann je dicker ein dick ding wirt/ je minder es ſich zertheilen laſſet.
wann es
aber auff ein weich bett oder ſtrouw gelegt oder gar nit auff ligt/ mag es nit
dick werden/ ſonder ſencket hinab/ vnd ermüdet.
deßhalben was dürr vnnd
trocken/ mag der geſtalt leichter von einanderen zertheilet werden.
die an-
der vrſach iſt/ daß in einem zitterigen ſtreich diſes ſo geſchlagẽ iſt widerkom
met/ ehe ſich der erſt ſtreich geendet hat.
wann es nun widerkeeren ſoll/ weil
der ander ſtreich beleibt/ můß ein ding zerſpalten.
darũb wann das ſchwert

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