Cardano, Geronimo, Offenbarung der Natur und natürlicher dingen auch mancherley subtiler würckungen
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Von mancherlei wunderbaren
necheren/ vnnd thůn wider eins darzů/ vnnnd nimb ein theil deß vnder-
ſcheids von diſem vnderſcheiden/ nach der Minuten vyle/ die über der ge-
raden/ ſo zů erſten genommen/ vnderſcheid vorhanden/ vnnd die ſelbigen
zů dem erſten vnderſcheid.
Wir wöllend aber diſes beleiben laſſen/ vnd zů anderen dingẽ/ ſo gemei-
Hültzene flie
gende tauben.
ner ſeind kom̃en.
dann es iſt ein frag ob die hültzene taubẽ/ ſo von Architen
dẽ Tarentinen gemachet worden/ wie wir das ſelbig zů anderen zeyten auß
dẽ Gellio angezeiget/ möge auch zů bereittet werden?
namlich die von jren
ſelbs fleüge/ vnd nach dẽ ſie růwet/ vnbeweglich ſeye?
dañ ich hab zũ offterẽ
malen ſeül vnd bildtnuſſen auff dẽ tiſch ſpacieren geſehẽ/ auß krafft der ver
borgenen rederen.
darzů ein fliegenden vogel/ doch nach nitt für ſich ſelbs/
ſon{der} er hieng an einẽ ſeil.
deßhalben mag es kümerlich ſein/ dz einer von jm
ſelbs auffare/ dann die band müſſen ſteyff ſein ſo jn bewegen.
vnd ſeind dar
zů ſchwerer/ dañ dz ſie ſich mit eigener krafft möchten vmbtreiben.
Wañ ſie
aber zů anfang bewegt vnd getribẽ/ vorab wañ ein gůter wind wäyet/ mag
ſolches wol ſein/ von wegẽ deß großen geflügels vnd {der} rederen krafft.
Deß-
halbẽ můß deß leibs ringferigkeit/ der flüglen größe/ {der} rederen ſtercke/ vñ
der winden hilff zůſamẽ kom̃en.
Wölches die genß vnd ſchwere vögel nit vn
derlaſſen/ damit die tauben in gewüſſer ordnung auffliegen/ aber in vnge-
wüſſer krafft deß feüwrs/ wie auch die ampelen.
dañ alſo wirt ſie ſich von jr
ſelbs auffrichten/ die flügel bewegẽ/ aber doch geleich auff hörẽ/ dañ dz feür
beleibt nit/ vnd mag man diſem kein matery geben/ die kein ſchwere habe.
Diſe ding beſchehen im lufft. aber in dẽ herten vnd glatten boden/ wann et
wz in dẽgewicht ſthet/ wirt es gar leicht.
Darũb füret man die laſt gar leicht
lich auff dem eyß als bey den Schwaben.
es iſt auch der Teütſchen ſpil/ etwz
von einem hund gefüret werden.
wañ es aber auff einem puncten ſtünde/ vñ
bald fallen möchte/ můß der wagẽ an vier orthẽ die erde berürẽ.
dañ wie ein
yedes greifflich ding ſechs theil hat/ mag diſes ſo ſchwer iſt/ nit überſich fal
lẽ/ auch nit vn{der}ſich/ von wegẽ deß boden/ wañ nun diſes an der rechten vñ
lincken/ darzů hinden vnd vornen auffghalten wirt/ vnd das ein theil von
dẽ gegentheil gehinderet wirt/ mag es an kein orth fallen.
wañ es aber mit ſo
vyl achſen auffgehalten/ wurde es durch etlich hinderung von einanderen
ghen vnd zerbrechen.
wann aber etwas rotund/ vnd auff einem puncten in
dem gewicht ſthet/ rüret es den ebnen boden an/ wie es von Euclide ange-
zeigt wordẽ/ vnd lauffet faſt gern bey {der} achs vm̃.
darũb ſeind die wägen mit
vier rederẽ die läſt zů fürẽ/ gãtz kõlich erfundẽ.
Man mag aber nach diſen
andere ſo geringer ſeind machẽ/ man kan auch andere auffgericht auff einẽ
ſtachel vñ faſt ſcharpffen achſen fürẽ/ wañ die ſeiler zů beidẽ orthẽ dz heben.
Man hat auch ein rechnung mit den zeyt ſtunden/ wölliche von ſand ge-
zeytſtunden.machet/ biß auff diſen tag/ nit über ein ſtund halten.
doch hatt man diſe zů
kleineren theilẽ gebracht.
Es hat aber die teglich zeytglock ſo vyl re{der}/ dz mã
den werckmeiſteren ein iargelt darzů verordnen můß.
vnd iſt doch diſes nit
genůg/ dañ wie ſie über die zeyt/ alſo wöllẽ ſie auch über vns herren ſein/ vñ
habend wir hie zwiſchen kein rechte ſtund.
alſo wann man harauß nimmet/
das rad anſchicket/ der zincken wider angeſtellet/ die lam̃el geſtrecket/ lauf-
fet ein halb iar hin.
Deßhalben hat ein Polender oder Sarmata dẽ Fürſten
Hieronymo Palauicino ein ſand ſtund gemachet die xxiiij ſtund haltet/
auß dem aller ſubteyleſten bley bulffer/ als zů anderẽ zeyten angezeiget iſt.

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