Cardano, Geronimo, Offenbarung der Natur und natürlicher dingen auch mancherley subtiler würckungen

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324cclxviijVon mancherley wunderbaren oder geſchwer hinderhalten wirt/ oder wann das Phlegmon oder geſchwer
ſchon entſtanden/ wirt das geblüt von den neüwen ſtichen zůſamen gezo-
gen/ deßhalben/ ſo die zeitigũg beſchehen/ es ſich ſtillet/ vnd wirt nit mehr
angereitzet.
oder daß deß gifftes krafft durch das milter/ ſo hinzů gethon ge
temperiert wirt/ alſo daß der ſchmertz in ein kitzlung verkeeret wirt/ oder
vmb deren ding aller willen.
daß man aber ſagt/ es vergrabe ſich der Drack
inn ein grůben/ iſt erdichtet wie ich mein/ dieweil er zů ſollicher würckung
kein geſtalt hatt/ auch ſein leben nitt dahin gerichtet.
Darumb ſoll man di-
ſes ehe von den meerſchlangen glauben.
dann den ſchlangen iſt eigentlichen
angeboren/ hülenen zů ſůchen.
Diſer vermeinet aber er ſeye in dem ſand ver
borgen/ wann er auß dem waſſer kommet.
Sonſt ſeind auch andere vergiff
tet als der Scorpion/ angelfiſch/ Torpedo oder zitterfiſch/ Murena/ Iu-
lis/ Meerſchwein/ vnnd meerſchlangen.
vnder allenſamẽ aber iſt der meer-
haß am aller ſchedlicheſten/ als der allein an dem angriff treffenlich ſchadẽ
thůt.
Doch ſeind ſie auff mancherley weg ſchedlich/ dañ der Scorpio/ Meer
ſchwein/ vnd angelfiſch/ gieſſen jhr gifft auß/ wie von dem Dracken geſagt
iſt.
Etlich thůnd die ſpinnen auch darzů. dann zwar Plinius vnderſcheidet
die ſpiñen von den ſchlangẽ.
doch achten wir deſſen nicht/ dieweil alle ſtarck
angel wañ ſie ſtechen/ gifft in jhnen halten/ alſo daß ſchmertzen/ feber/ vnd
Phlegmonen oder geſchwer harnach volgen.
Es můß auch wenig gifft bey
einem dracken o{der} angelfiſch ſein/ dieweil jhren ſo vyl von deren ſtich geſund
werden/ weil wir doch geſehen/ daß zwey weiber ab einer nadlen ſtich geſtor
ben/ ob man wol vyl mittel vnnd hilff darzů gethon.
Es werde nun für ein
feüchtigkeit oder eigenſchafft auß dem ſtich eingoſſen was es welle/ ſagend
wir es ſeyend die fiſch/ von den anglen har gifftig.
Darumb ſollen wir auch
nit an einer ſpinn/ über diſe vernügt ſein.
Der Iulis/ Murena/ vnd meer-
ſchlangen aber hand jhr gifft in den zänen vnd im ſpeichel.
Die Iulides ſeind alſo gifftig/ wann ſie ein fiſch gebiſſen hand/ vnnd die
11Iulis fiſch. leüth daruon eſſen/ entpfinden ſie ein krim̃en in dem affterdarm.
Sy lanf-
fend auch hauffechtig zů den ſchwimmenden/ vnd ſtellen diſen nach wie die
mucken.
Diſer fiſchen leib iſt mit kleinen vnd dünnen ſchüppen vmb geben/
vnder wölchen grüne/ blauwe/ ſchwartze/ eyſenfarb/ vnnd rote ſtrich geſe-
hen werdẽ/ alſo dz man vermeinet/ man ſehe an dẽ fiſch ein regenbogẽ.
dann
er iſt faſt klein vnd faret mit hauffen dohar/ wie ich geſagt hab.
Deßhalben
hand ſie auch mancherley farb wie die ſchlangen/ fürnemlich aber mit blei-
cher vnd grüner farb vnderſcheiden/ darzů mit einẽ krum̃en leib/ ſo vyl ge
ſpitzter angel hatt.
Deßhalben wz für fiſch an geſtalt deß leibs/ oder wie die
ſchlangen vnd Můrenẽ gebogen ſeind/ wölche auch angel hand als die ſcor-
pionẽ vnd andere ſo gemeldet ſeind/ o{der} die mit mãcherley farben vn{der}ſchei-
den/ als wir von den Iuliden geſagt/ wölche alle andere fiſch an ſchöner ge
ſtalt übertreffen/ die ſeind alle vergifftet.
Ich verſthen hie nit die fleckechti
gen fiſch/ als die iunge eſelin vñ {der} kramat vogel arte/ vnd wie auch nit vn-
der den jrrdiſchẽ thierẽ die Panthier vnd Lintzen/ ſon{der} die mancherley far
ben an jhnẽ hand/ wie gemeldet iſt.
dañ in allen diſen dreyen zeichẽ wirt ein
trückne angezeigt.
Auß wölchem begibt ſich/ daß diſe vergifftet ſeind/ doch
beſchicht diſes in den bruñen vñ flüſſen nit/ dieweil dz waſſer nit geſaltzẽ iſt.
Der Paſtinacen oder angelfiſchen gradt (domit wir wider zů dem han-
22Paſtinae o-
der angel-
fiſch.
del kom̃en von wölchẽ vor geſagt) iſt gekrumbt/ vnd hin vnd wi{der} mit ſchar

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