Cardano, Geronimo, Offenbarung der Natur und natürlicher dingen auch mancherley subtiler würckungen

Table of contents

< >
< >
page |< < (dccxlviij) of 997 > >|
Von mancherley wunderbaren
ſpraach nit zů dẽ end/ aber ſonſt an alle ort. Andere ſpraachẽ aber habẽ etliche
bůchſtaben ſo ſich zů anfang vnd in der mitte ſchicken oder nit/ wiewol nitt
allſam̃en.
dann in Griechiſcher ſpraach ſchickend ſie ſich alle in die mitte vnd
anfang.
Es ſeind auch die vocalen/ die ſtummen/ liquiden/ oder l m n r dar
zů conſonanten vnnd diphthongi gemeine bedeüttungen der bůchſt aben/
vorab bey den Griechen vnnd Lateineren.
darzů daß man einen ſchreibet/
vnnd den anderen lißet/ als bey den Lateineren das T für das C/ vnd bey
den Griechen das Γ für das Κ.
etliche ſeind auch beweglich/ die anderenn
beſtendig.
Bey den Orientaliſchen iſt gar gemein daß die bůchſtaben vnnd wörter
durch die puncten verenderet werdend.
an deren ſtatt habend die Griechen
charecteren als {γρ} für {γὰρ}/ vnnd die Lateiner etliche tittel.
es haben auch die
Griechen artickel als ό/ τ{οῦ}/ die Lateiner/ hic/ huius/ oder der/ deſſen.
die A-
raben ſetzen faſt für alle wort/ das alles haben auch die Griechen artickel ſo
ſie harnoch ſetzend/ als {οῦ}/ {τθ}.
Es ſchicket ſich aber die Griechiſche ſpraach in den articklen/ ſo man für-
ſetzet/ mehr zů der Italieniſchen mütterlichen ſpraach/ dann zů der Latei-
niſchen.
in denẽ aber ſo harnoch geſetzet/ zů deren keiner. Es ſtoſſen auch ge
meinlich die vocalen zůſam̃en/ wann einer auff den anderen volget.
aber in
Lateiniſcher ſprach nit/ dañ nur in verßen.
In Griechiſcher aber vnd Ita
lieniſcher nateürlicher gemeinlich/ doch nit allwegen/ doch in Italieniſcher
gemeinlicher.
S iſt ein gemeiner bůchſtab/ auff welchen ſich vyl nam̃en bey
den Lateiniſchẽ vnd Grie chen enden/ wie faſt alle rechte eigene nam̃en.
dar
noch das m/ vnd bey den Griechen dz μ vnd ξ.
die wörter aber bey den Latei
neren enden ſich auff ein o o{der} r.
bey dẽ Griechen der mehrtheil auff ein ω o{der}
{αι} ein diphthongũ.
die Arabiſchen nam̃en enden ſich faſt auff ein um o{der} u. es
enden ſich auch die wörter der zůkünfftigen zeyt faſt auff diſen bůchſtaben.
Die Arabiſche iſt der Griechiſchen ſpraach in dẽ gleich/ dz ſie auch dreyerley
numeros vnd zaalẽ hat.
die Italieniſche aber vnd Lateiniſch/ allein zwen.
Es ſeind auch die tempora vnd zeytẽ gemein.
doch hat die Grie chiſche mehr.
es ſeind auch modi oder geſtalten mañs vnd weibs vnderſcheid/ enderun-
gen in perſonen vnd caſen.
Es ſeind auch in verbis oder wörteren die vnder
ſcheid in actionẽ vnd paſſionen/ oder in handlungen/ vnd leiden.
Es ſeind
auch in nammen adiectiua ſo zů anderen geſetzet/ oder ſubſtantiua/ ſo für
ſich ſelbs beſthond.
Der Indianer ſpraach hat kein vocalen/ ſonder ſie brauchet an ſtatt {der} vo
calen die puncten.
Die Armeniſche ſpraach iſt der Griechiſchẽ gleich förmig/
wie die Hebreiſchen der Indiſchen/ vnd noch vyl mehr.
dañ die Armeniſche
iſt etwz von des Griechiſchen geenderet.
Es haben auch die Orientaliſchen
vyl dopplete bůchſtaben/ dañ ſie ſprechen etliches gar hert auß.
Es iſt auch
ein beſondere ſpraach {der} Tzeruianeren/ ſo vor zeyten auß India kom̃en/ vñ
die nateürliche Griechiſch ſpraach/ welche der maſſen der altẽ Griechiſchen
gleich förmig/ wie vnſer Italieniſche der Lateiniſchen.
Doch hat die Tzer-
uianiſche ſpraach xxx bůchſtaben/ die Griechiſche xxiiij/ vnd die Lateini-
ſche xix.
dañ dz K iſt bey vns kein bůchſtab/ Hiſt allein ein aſpiratiõ/ Z ge-
hört den Barbaren/ Y iſt Griechiſch.
die übrigen drey bůchſtabẽ ſein zůſam
men geſetzet vñ nit einfach.
Die Dalmatiſche ſpraach hat xxxij bůchſtabẽ/
vnd iſt zũ theil der Griechiſchẽ/ zům theil der Hebreiſchẽ gleichförmig.
Sie

Text layer

  • Dictionary

Text normalization

  • Original

Search


  • Exact
  • All forms
  • Fulltext index
  • Morphological index