Cardano, Geronimo, Offenbarung der Natur und natürlicher dingen auch mancherley subtiler würckungen

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ſachen/ Das ſechßt bůch.
von der räße vnd ſcherpffe. doch ligend auch die ſchlangen vn{der} dem ſchlan
genkraut verborgen/ die meerzwibeln vnd zwibelen ſeind vnſchedlich/ die
ruten geſunder vnd nutzlich.
Man ſol einen jeden ſaamen wann der Mon
wachſet vnd warme tag ſeind/ ſeyen.
Wañ du aber zů der kriechbäum vnd
kirßbäum wurtzel/ vyl mehr zů den ſetzlingen räben/ die nießwurtz/ oder
lange krumen cucumeren/ oder ſcamonien ſetzet/ werden ihre frücht pur-
gierẽ/ wie auch Cato gelernet hatt.
alſo beſchicht auch wañ man diſe zů dem
köl oder mangolt ſetzet.
Die bäum tödtet man/ wann man ſie in den hundstagen mit einem bo-
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rer biß auff das marck boret// vnd demnach petroleum mit ſch wäbel hin-
ein thůt.
dañ alle gewächs verderbend vyl ehe wann man ſie in der hitz ver
wundet.
deßhalben wañ man ihnẽ die runden vmhauwet/ verderben auch
andere alle zů der ſelbigen zeit/ dañ es iſt gewüß daß das leben entweders in
den runden/ oder im marck ſtecket/ als wir in den heimlichkeiten angezeigt
habend.
diſe beid ſeind im ſtock/ äſten vnd wurtzlen. Wañ du nun zů diſen
zeiten das onnutz kraut außgehauwen/ demnach mitt ſchwebel vnd äſchen
beſprengt haſt/ ſo ſterben ſie.
Alſo habend wir angezeigt wie die gewechs mö
gend erhalten werden/ welches auch auß einem vngezweifelten grund har-
kom̃et.
Man ſagt auch von einem anderen/ nam̃lich wañ man die ſaamẽ in
krautwürmen blůt naß machet/ oder aber in der großen haußwurtzẽ ſafft.
Vnd welches noch mehr man vermeint/ wañ man diſen/ weil er noch grün
iſt/ in die ſchnecken heüßlin behaltet.

Von wein vnd eſſig/ Das xxiiij. Capitel.

DEr wein iſt der aller beſt/ an ihm ſelbs/ oder auß dem gebrauch/
oder an der ſeltzamkeit.
Zů vnſerer zeit aber iſt der Monobaſi-
ter/ welchen man gemeinlich den Maluaſier nennet/ der aller
edleſt/ vor zeiten war der Falernum/ wie auch die Merſiter re-
ben am hübſcheſten ſeind.
aber der Trözeniſch wein machet et-
wan vnfruchtbar/ vnd der Achaiſch mißburten/ dañ der ein iſt entweders
bitter/ oder abdäuwiſch/ der an{der} aber gar zůfeücht.
ſolliches mag der wein
leichtlich zůwegen bringen/ dieweil er in täglichem gebrauch/ vnd einer ſtar
cken natur.
Wañ man aber diſem ſein nateürliche feüchte nimmet/ wirt er
zů eſſig/ darumb ſpeiſet der eſſig gar nicht.
er wirt auch ſo vyl ſcherpffer/ ſo
vyl vnd der wein ſtercker geweſen.
deßhalben wirt der wein durch dz feüwr
zů eſſig/ weil der feißter theil verzeret iſt.
Diſes aber iſt des gegenwertigen bůchs ordnung mit dem bůch von den
wie ſich diſes
lůth mit dem
werck der
Subtiliteten
halte.
ſubtiliteten/ alſo das die ding/ ſo doſelbſten mit kurtzem gehãdlet/ hie weit
läuffiger/ vnd wie man pfligt zůſagen/ gar in die hend geben werden.
Was
aber doſelbſten weitläuffig/ on eroffnung der vrſachẽ/ das wirt hie mit an-
zeigung der vrſachen/ auff dz kürtzeſt außgelegt.
Dieweil dañ der eſſig kein
feißte feüchtigkeit in jm hatt/ löſchet er am mehrſten das feüwr auß.
Dann
über dieſs dz er die feüchte feißtigkeit nit laßt an ghan/ wie auch dz waſſer/
võ wegẽ ſeiner kälte/ verderbt er auch daſſelbig durch ſein ſcherpffe/ darũb
ſeind etlich geſatz für den eſſig gemachet/ das feüwr vñ brunſt mit zůlöſchẽ.
Es wirt aber ein jeder wein zů eſſig/ vnd die beid werden auß allen din-

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