Cardano, Geronimo, Offenbarung der Natur und natürlicher dingen auch mancherley subtiler würckungen

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Von mancherlei wunderbaren
durch den Cicuten vnd wünſcherling tranck/ wie Theophraſtus bezeüget/
von wölchem zů anderen zeytten geſagt.
doch krüm̃et etwan diſer/ wie auch
der ſo von Meconien begegnet.
darzů mag nit ein yeder zů der nateren biß
kommen.
Der fünfft milt todt beſchicht/ wañ in einem gemach ſo erſt neüw
lich an wenden geweyßget/ koolen angezündet werden/ weyl einer ſchlaffet.
dannich hab etliche gefragt/ die man eylend erwütſchet vnd faſt todt gewe-
ſen/ wölliche mir angezeigt ſie haben nicht böſes entpfunden.
Zů letſt begeg
net diſes auch denen/ ſo in dem waſſer ertrinckend.
dann dertodt/ ſo auß deß
blůts außlauffen kommet/ iſt bey dem end gar ſchwer/ wie Tacitus dar-
non redet.
Man hatt offt vnd dick gefraget/ wie vyl kinder ein frauw zůmal gebetẽ
w[...] vyl ein
frauw zůmal
kinder g[...]
mög/ die lebendig beleiben?
Ariſtoteles zeigt an/ es habe ein frauw zů vier
geburtẽ zwentzig gebracht/ ſo der mertheil alle gelebet.
diſes beſtetiget auch
Paulus in dem xlvj.
bůch Digeſtorum/ als er von bezalung handlet/ vnnd
zů Vrſeien Ferocẽ ſchreibt.
Er zeigt aber nit genůgſam Ariſtotelis meinũg
an/ oder vyllicht redet er mehr/ dann ſich gebüret.
Es iſt nach mehr/ daß er
darzů thůt/ es ſeye zů ſeinen zeyten ein Egyptiſche frauw auß der ſtatt Ale
xandrien zů Rom geweſen/ wölliche zůmal fünff geborẽ/ die auch alle friſch
vnnd geſund beliben.
Doch haltet eben der ſelbig Paulus in dem fünfften
bůch/ als er von den gerichten handlet/ es mögend allein drey geboren wer
den/ ſo friſch beleibend/ wölliches ich etwan ſelbs geſehen.
Widerũb ſpricht
er in dem Tittel/ Wañ man ein theil deß erbs forderet auß dem Theophra-
ſten/ man ſoll kein geſatz ſtellen von dem/ daß ſich allein ein mal o{der} zwey be
gibt/ ſonder das offt beſchicht/ vnnd ordnet ein gſatz/ als wann man allein
möchte drey aufferziehen.
deßhalben mag wol ſein/ daß mehr dann drey zů-
malen geborenn/ mögend lebendig beleibenn/ aber man halt diſes für ein
wunderzeichen.
Der menſch wirt am vorderen theil deß haupts kaal vnnd in der mitte/
Menſchẽ haaraber nit am nacken/ auch die kinder/ weiber/ verſchnittenen/ vnd blinden
nitt.
den verſchnittenen fallend die haar allgemach auß/ außgenommẽ bey
der ſcham vnd augbrawen/ dann ſie habend die mit jnen an die welt bracht.
wölliche auch ein zweyſpitzigen bart habend/ werdend nitt bald kaal. es fal-
len auch etlichen die augbrawen auß.
den weiberrn wachſet etwan der bart/
als vor zeyten in Caria/ wölliches ein zeichen der weiſſagung geweſen.
Man
wirt zů erſten an dẽ ſeiten grauw/ dẽnach dauornen/ vnd zů letſt am hinde-
ren theil.
die bey einanderen ſchlaffen/ werdend ehe grauw/ von wegen ſei-
nes beyſchläffers athem.
wann man die haar zů nidereſt abhauwet/ wach-
ſend ſie wider/ wölliches mit den federen/ oder blůtloſen thieren flüglen nit
beſchicht.
wann etliche erkalten/ es geſchehe wölcherley geſtalt es wölle/ als
von alter/ ſchweinſucht/ kranckheit/ oder todt/ wachſend doch haar vnd ne
gel/ vnnd werdend herter.
Der menſch hatt vnder den augen/ vnnd ob den
augen haar/ auch an dem vorderen theil ſeines leibs/ ſo doch andere thier al
lein ob den augen haar haben/ vnd auff dem rucken mehr haar.
dañ in vier
füſſigen thieren iſt der rucken baß zů beſchedigen/ vnd müſſend ſich vyl da-
ſelbſten beſorgen.
alſo gebürt ſich baß/ daß jnẽ allein augbrawen ob den au-
gen ſtandend/ dann ſie reichend mehr fürſich.
Wann ein kneblin vnnd meitlin mit einanderen geboren werden/ leben
ſie ſelten beide/ dann die natur mag nit beiden genůg thůn.
Wann ſie aber

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