Cardano, Geronimo, Offenbarung der Natur und natürlicher dingen auch mancherley subtiler würckungen

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ſachen/ Das eilfft bůch.
In Mitnachtiſchen landen machet man ledere ſchiff/ mitt wölchen man
den waſſeren baß mag widerſthen.
Es brauchen die meerreüber ſolliche faſt
gern.
dann weil diſe nider ſeind/ mögend ſie der kauff leüthen ſchiff gar wol
durchboren.
Ich acht auch daß bey diſem kein anderer mangel/ dann daß ſie
nit weerhafftig/ langſam dahar fahren/ vñ nitt faſt groß mögen gemachet
werdẽ.
Man machet auch ſchiff auß {der} großen Ringiferen fiſchen ſpannade
Lederſchi@@.ren/ vnnd bindend diſe hertt mitt bintzen zůſamen/ weyl ſie kein eyſen ha-
bend.
ſie beſtreichend diſe mitt bäch gar wol/ vnnd fügend die bretter mit@
hültzenen neglen wol zůſamen/ ſie machend die ſelbigen gar kurtz vnd eng/
aber ſonſt dieff/ weyl ſie kurtz ſeind.
darumb ſchaumend die wällen gar faſt
bey ihnen/ von wegen der felſen/ ſo vnder dem waſſer verborgen ligend.
Man mag alſo nit allein der notwendigkeit zů hilff kommen/ ſonder es iſt
faſt nütz.
Die ſchiff brechend nitt/ ſonder weichend dem vngeſtümen meer
durch die ſegel/ weil ſie mitt lederen riemen wol zůſamen gebunden/ es we-
re dann ſach daß die band nach lieſſend.
Weil diſe auch wol verbichet/ mö-
gend ſie ein gůtte zeytt den vngeſtümen winden/ vnnd meerwällen wider-
ſthen.
Man hatt auch lange ſchiff/ ſo ſie Haapar nennẽ/ wölche vmb ſo vyl
gefahrlicher/ ye ſchneller ſie ſeind.
die kürtzeren nennen ſie Scatha. die lan-
gen brauchend ſie gar ſelten auff dẽ meer/ ſonder in lauffenden flüſſen/ vor
ab die fiſcher/ damit ſie behendigcklich der gefahr entrünnen mögen.

Von der Architeetur vnnd bauwkunſt/
Das lv. Capittel.

EIn Bauwmeiſter ſoll wüſſen/ was vnnd wie man alle ding ma-
chen ſoll.
wölliches dann inn drey weg abgetheilet. durch den ge-
brauch/ ſtercke/ vnnd gezierde.
man ſoll auch alles inn der ord-
nung behalten/ wann ein theil ſoll außgelaſſen werden.
Der ge-
brauch iſt das end/ von wölliches wegen ein ding gemachet wirt.
der ſtercte end/ iſt die langwirigkeit/ die gezierde aber iſt deß ends luſt vnd
ſchöne.
Wie mag er aber wüſſen/ wie er alles machen vnnd außerwelen ſoll?
machen namlich/ als wie der kalch zů zebereitten/ vnnd wie vyl/ dann der
drittheil der ſchwere ſoll abghen.
Man ſoll aber zů den gebeüwen den ſtaub
zů Puteolen für das ſand erwelen.
Machen vnd erwelen/ als wann man ei-
nes bauw fundament auff das land oder waſſer ſetzet.
Man ſoll das ölbau-
men holtz erwelen für alles anders/ wann es von nötten/ als wann man dz
fundament auff das land oder waſſer ſetzen will.
vnnd das ſelbig ein klein
anbrennen.
dann wann man es zů vyl brennet/ zerbricht es gern/ wie ande-
re kolen auch thůnd.
Etliche ding dienen zů der gezierd/ wölche auch zů vyl
dingen nutzlich ſeind/ als {der} bauw Andronici.
darzů die vmblauffende bildt
nuß Palladis/ durch wölche man die wind recht erkennen mocht/ vnnd an
ders dergeleichen.
Wider der winden gewalt/ meerslufft/ vnnd groß regenn/ ſoll man die
Schöne ge-
mach zů b@@el
ten.
wend verbichen/ wie die Carthaginenſer gethan.
man ſoll diſen rath nit ver
achten/ es iſt auch kein zweyffel er kom̃e von Plinio har.
doch ſeind die ver-
gipſete gemach beſſer/ wölche man auch für luſtige halten ſoll.
Man mag auch diſe mit kleinẽ koſten gar ſchön machen/ als wañ es mar-

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