Cardano, Geronimo, Offenbarung der Natur und natürlicher dingen auch mancherley subtiler würckungen

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ſachen/ Das zwölfft bůch.
Man ſagt auch daß in dem land Obdora/ außerthalbẽ dem fluß Obien/
Ewige trom
meten.
inſtrumenten ſeyend/ wölche wie die pauſannẽ von jnẽ ſelbs blaſend.
Vnd
ob wol die gantz hiſtorien von dem fluß Obien/ vñ der guldenẽ ſaul erdich-
tet/ iſt doch der hãdel an jm ſelbs nit vnmüglich/ ſonder gantz leichtlich zů
wegen zůbringen/ wie dann auch in Niderlanden vnd Frãckreich durch die
reder/ ſo vorhin durch mich beſchribẽ/ die mülenẽ vm̃getriben werden.
alſo
mögen ſich auch die trom̃en ſelbs ſchlagẽ/ die pauſaunẽ blaſen/ vñ nit allein
mit vnlieblicher ſtim̃ thönẽ/ ſonder auch ein wũderbarẽ lieblichen ſchall ge
bend.
vnd diſes on vnderlaß/ als wañ die Inſtrumentẽ durch blaßbelg vff
geblaſen wurdẽ.
Ich darff die weyß nit beſchreiben/ dieweil ſie leichtlich zů-
ſagen vñ zůuerſthen iſt/ vnd aber nit ſo bald zethůnd/ dañ an ſtatt der bel-
gen vnd fingeren/ thůnd {der} blaßbelgen vyle allein gnůg/ vñ ſeind die pfeif-
fen fein zů dem geſang gerichtet/ vnd hebend ſich eine nach der anderẽ vff.
In Franckreich möchte man diſe auch auff der ebne machen/ weil für vnd
für die wind daſelbſten ghond.
In Italien aber nit/ dann allein auff {der} ber
gen giblen/ vnd zwiſchen den felßen.
es bedörffen aber die pauſaunen oder
trum̃eten nit vyl kũſt/ weil der lufft ſo in den breittẽ rören zůſam̃en kom̃en/
můß durch die engen rören in die meſchenẽ hörner kom̃en.
es mag auch mitt
einem lieblichen/ aber gleichlautenden ſchall bereittet werden.
Weil ich diſes erzell/ ſo gedenck ich auch wz ich zů Brüchſel im Niderlãd
geſehen hab.
Es ſthond vyl glocken in einem ring auff eim thurn/ wie dañ
gemeinlich beſchicht/ die an ihrem getöß ein proportz haben/ ſo mit der Mu
ſica ſtimmet.
die diſer kunſt erfaven/ tretten hinzů/ vñ rüren eine nach der
anderen an/ nach dem ſie ordenlich verzeichnet/ vnd ſchlagend alſo ein lied
lin/ ab wölchẽ man ſich zůmehr zůuerwunderen/ dann daß es lieblich zůhö
ren ſeye.
dann die glocken behalten jre ſtim̃en nit/ ſonder hörend geleich mit
dem ſtreich vff.
Diſes beſchicht auch zů Löuen vñ Antorff. Solliches mag
man auch auff dem jrrdenen vnd anderem geſchirr machen.
Wann du aber
ſagſt/ warzů ſeind diſe glockẽ nutz?
Damit die gantz ſtatt die Muſica höre/
wölches dann nit ein kleiner nutz iſt.
Vnder die wunderbaren werck gehörend auch die ding/ ſo ſubteyl außge
Auſsgeſtocb@
arbeit@
ſtochen werden.
vnder welchen die ſtein am fürnembſten/ vnd ye herter ſie
ſeind/ als ein Sardonix/ vnd Achat.
dann wañ ſie gar hert ſeind/ haben ſie
nit ſo vyl anſehen/ vnnd ſeind allein nach der größe ſeltzam/ wann ſie auch
außgeſtochen werden/ verlieren ſie jren glantz.
Auff diſe volget das gold/
demnach die weichere ſtein/ vnd faſt zůletſt das holtz.
dann das eyſen/ ertz/
vnnd ſilber hatt ein mitle arth zwiſchen dem holtz vnd weichen ſteinen.
Vn
der dem holtz iſt keins (ſo vyl mir zůwiſſen) kummlicher dann das buchß-
bäumin/ dann es iſt hert/ glatt/ vnnd ſteyff aneinander.
alſo daß ich ettli-
che gezierden an der orglen geſehen/ ſo gar ſubteyl außgeſtochen/ daß man
es nit wol ſehen mocht.
Es iſt wũderbar zůſagẽ/ dz von Boethio erzellet wirt. dañ er ſpricht/ Als
künig Chennetus den Crutlintẽ des Fenellẽ ſun erſchlagen/ darzů auch den
künig Malcolmen Duffen/ des Fenellen ſchwager/ hatt diſer befolhen ein
kunſtliche ſaul vñ bildnuß zůbereitẽ/ welche in der hand ein guldenẽ apffel
hat/ mit vyl edlẽ ſteinẽ geziert.
wañ yemand den ſelbigen angerürt/ bracht
er ſich ſelber in den tod/ dañ er ward võ ſtũd an mit vyl pfeylẽ durch ſchoßẽ.
Durch diſen betrug hat er den künig geladen/ welcher deren dingen nicht

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