Cardano, Geronimo, Offenbarung der Natur und natürlicher dingen auch mancherley subtiler würckungen

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ſachen/ Das dreizehend bůch.
Wann man in vnſeren landen diſes gewechs möchte fürbringen/ were di
ſe farb beßer weder die auß metall gemachet.
dann man möcht nit allein die
ſeyden/ ſonder auch die wullen der geſtalt ferben/ vnd dann ein ſcharloch
@der chermeſin nennen.
Daſelbſten iſt auch ein gumme ſo copalquahuitl heißt/ gantz durch ſich
[...]g/ vnnd eines lieblichen geruchs/ welches auß einem verwundten baum
[...]eüſſet.
etlich meynen es ſeyen myrrhen. wann man diſes gummen mit öle
@ermiſchet/ wirt hartz darauß/ darum̃ můſte es ein faſt feißte feüchtigkeit
haben.
doch haben wir des geruchs arth an einem anderen orth beſchriben.
es habend aber deren ſubſtantz alle ein feißte vnd ſubteyle feüchtigkeit.
Es hat mir auch Antonius Bambinus von Piſaurien ein ſtuck ſchwar-
tzes gumme gebracht/ ſo einer vngewüſſen arth vñ geruch geweſen/ ſagen-
de/ er hette diſes auß Mexicen gefüret.
vyleicht war es vonn dem gewechs
Otocotel/ dann wann man deſſen ſafft vnder ſeines holtz geſtoßen buluer
miſchet/ gibt es ein ſollichen lieblichen geruch.
Es iſt ein gar ſchöner vnd
lieblicher baum.
Alſo iſt auch das mieß/ ſo an den Cederdannbeümen/ die überauß hoch
ſeind/ rinden vnd äſten wachſet/ offt einer ellen lang.
wann man diſen ſto-
ſet/ gibt er das buluer den wir Cypern buluer neñen/ wann diſes Cyperiſch
buluer recht zůbereitet.
dieweil auch gemeinlich alles gemieß an beümẽ ein
ſtarcken geruch/ mag man wol gedenckẽ wie das an Cederbäumen fürtref-
fenlich ſeye/ dieweil diſes gewechs ein hartz/ ſo wie die erdbeer ſchmecket/
harfür bringt/ darzů bey dem ſaamẽ ein gantz wolriechẽd öl.
Es ſeind auch
ander Cederbäum/ ſo beer tragen/ wölche doch kleiner/ vnd nit als treffen
lich wie die vorgenden ſeind.
Damit ich aber wider auff der farb matery komme/ vnd wir ſie erkeñen
Fa@@en [...]-
men.
mögend/ müſſend wir nit allein die gemeine vnderſcheid der farben/ ſo inn
büchern von Subtyliteten angezeigt/ ſonder auch die beſonderen erkeñen.
Vnder diſen ſeind etliche zůſammen geſetzet/ die ander einfach. Es ſeind
auch ettliche gemein/ als der ſcharlach/ etliche beſonder/ als die weyß farb
an roſen iſt/ welche in anderen gering weyß genennet wirt.
vnnd die gilb
farb/ wie an dem honig iſt/ welche doch an roſen nit alſo glãtzet iſt.
alſo auch
die ölfarb an roßẽ/ ſo von des ölbaums farb den nam̃en hatt.
alſo auch die
rotlechte/ welche etwas neher dem roten/ doch dunckler iſt/ vnd das der ge
ſtalt/ wie an einem anderen orth angezeigt/ als wir von den haarfarben ge
handlet haben.
Es iſt auch der hirtzen farb der roßen eigen/ doch {der} geſtalt/
dz ſie mehr den hirtzen zůſtendig/ vñ von jnen hirtzfarb genennet wirt.
alſo
iſt des wißelein farb noch dunckler.
welche von deß wiſelein balg genennet.
vnd die burriſche oder rote farb an roßen/ ſo an anderen rot geneñet/ doch
nit gar eigentlich/ dann es iſt eines trunckenen.
farb/ vnnd etwas minder
dann rot.
Man hatt auch ein getruckte farb an roßen/ wañ ſie gar ſchwartz
ſeind.
Es ſeind auch noch gemeinere/ welche von diſen dingẽ/ denẽ ſie gleich
ſeind/ oder von einer anderen vrſach/ den nam̃en entpfangen.
als dañ farb
von der dañen/ ſo ein kleinen vnderſcheid von dem roten hatt/ doch faſt ge
ſprenget.
dann bechfarb von dem bech/ wie auch vonn der violblům/ viol-
farb/ vnd die balauſtrien farb von den granat äpffel blůmen.
alſo die lein
farb/ wölche einen kleinen vnderſcheid von dem katzenblauw hatt/ wie-
wol diſer byſſus/ oder ſubteyl leinwad/ ein edel ding iſt/ als an einem

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