Cardano, Geronimo, Offenbarung der Natur und natürlicher dingen auch mancherley subtiler würckungen

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Von mancherlei wunderbaren
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            dere alle durch ſein ſcherpffe zerſchneidet/ alſo auch durch ſein glätte/ dar-
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            zů von der weyße/ weil er faſt zwitzeret. </s>
            <s xml:space="preserve">Hargegen iſt ein Cryſtall weicher
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            dann alle andere/ weil er ſich faſt feylen laßt/ vnd nit zwitzeret/ vnd wach-
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            ſet etwan größer dann fünfftzig pfund ſchwer/ alſo iſt auch diſer leicht-
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            lichen von den anderen allen abgeſünderet/ vnnd an das ander auſſereſt
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            orth geſtellet/ er iſt aber dem Adamant an der farb vñ durchſichte geleich.</s>
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            <s xml:space="preserve">Der Aſter oder ſternſtein/ wölcher ein liecht in jm hatt/ vnd wañ man
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            ihn gegen der Sonnen hebt/ widerſcheinet/ iſt auch weyß/ aber doch her-
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            ter dann der Cryſtall. </s>
            <s xml:space="preserve">Er wirt bewöret wañ er (wie ich vorgeſagt) ſolliches
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            on alle rönde vollbringet. </s>
            <s xml:space="preserve">er laßt ſich auch nit gern auß ſtechẽ. </s>
            <s xml:space="preserve">ich hab auch
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            ein ſaffran gelen geſehen/ wölcher ſolliches mehr thůt/ vñ war ſchier grün/
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            wölchen ich auch von deß wegen koſtlicher halte. </s>
            <s xml:space="preserve">Doch werden auch etliche
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            inn denen gattungen auß geſprengten farben/ vnder wölchen man ver-
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            meint ein weiſſen Sarden zůſein/ vnnd der ſo goldfarb iſt. </s>
            <s xml:space="preserve">ye weicher di-
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            ſe alle ſeind/ ye ehe verlieren ſie jhren glaſt/ darumb iſt es gůt daß man di-
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            ſe außpoliere. </s>
            <s xml:space="preserve">Es vermeinet auch Plinius/ ſie werdẽ von dem eſſig vnd
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            Salpeter etwas gletter/ vnd entpfahen ein ſollichen ſchein. </s>
            <s xml:space="preserve">Doch wirt der
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            Indiſch Cryſtall etwas ſo hert/ daß er den anderen weichẽ edlen geſteinen
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            die weyß ſeind/ möchte verglichen werden/ alſo das man ihn nit wol erken
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            nen mag. </s>
            <s xml:space="preserve">Dañ es ſeind faſt alle Orientaliſche edle geſtein an jrer art etwas
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            herter/ vnd fürnemlich die Indiſchen/ wölches du zů allen zeiten ſolt ein-
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            gedenck ſein. </s>
            <s xml:space="preserve">Das dritt edel geſtein iſt etwas herrlicher vñ gemeiner/ ein
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            Onyx/ wölches zweyerley art ſeind/ durch ſichtig/ wölchen man Carchedo
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            nien neñet/ wie ein Indiſch himmelblaw/ doch eines dunckelẽ ſchein/ oder
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            einer bechfaltigen farb/ oder wie ein ſchwartzer nagel am finger/ oder pur
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            purfarb/ o{der} hornfarb/ wie ein Chryſolith/ Sardẽ/ vñ Iaſpis. </s>
            <s xml:space="preserve">Die Indi-
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            ſchen haben flemlin in jnen/ vnd weyſſe ringlin zůring harumb. </s>
            <s xml:space="preserve">Die eines
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            nagels farb haben/ ſeind köſtlicher/ vnd durchſichtig. </s>
            <s xml:space="preserve">alſo auch die man-
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            cherley vnd ſcheynende farben ſeind/ in wölchem die äderlin zůſam̃en ſtoſ-
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            ſend/ zů ring vmb aber ein weiſſen circkel haben. </s>
            <s xml:space="preserve">Wir probierẽ der meh-
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            ren theylen einen Onyx an dreyen dingen/ an einer duncklen ſchwertze/ ey-
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            ſenfarb/ vñ lauteren weyſſe/ wölches theyl eigentlich vnderſcheiden. </s>
            <s xml:space="preserve">Sye
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            haben alleſam̃en einen duncklen glaſt/ vnnd feißten durchſchein/ oder ein
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            ſcheinende dünckle. </s>
            <s xml:space="preserve">Ich glaub aber es ſeye der dunckel vnnd der durchſich-
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            tig nit einer arth/ wiewol man ſie mit einem namen neñet/ dann man fin-
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            det diſe beyde arthẽ nitt beyeinãderen/ oder vermiſchet/ wie am Iaſpis vñ
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            anderen. </s>
            <s xml:space="preserve">Deßhalben ſagen wir eigenlichẽ es ſeye der Onyx (wölchẽ wir Ni
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            colen neñen) mit einer zwifachen farb vnderſcheiden/ wie ein nagel am fin
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            ger/ oder ein dunckele ſchwertze/ oder auch dreyerley geſtalt/ als ich ange-
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            zeigt hab. </s>
            <s xml:space="preserve">doch hatt diſer ein andere würckũg/ vnd iſt von dem erſtẽ vnder-
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            ſcheiden. </s>
            <s xml:space="preserve">dañ er treibt das gemüt nit alſo zů freuelkeit/ vnd iſt den augẽ nit
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            ſo angenem. </s>
            <s xml:space="preserve">Der dritt iſt allein durchſichtig/ vnder wölchẽ die him̃elblau-
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            we (wie geſagt) der edleſt iſt. </s>
            <s xml:space="preserve">Deßhalben weil diſe nit faſt zůſam̃en ſtim̃en/
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            vnd nit ein farb/ noch ein herte/ noch ein würckũg habẽ/ ſoll er ein zweyfa@
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            biger Onyx heiſſen/ vnnd die überigen einer beſonderen arth ſein. </s>
            <s xml:space="preserve">dieweil
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            deren vyl vnd gar gemein ſeind.</s>
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            <s xml:space="preserve">Die ſechßte art iſt ein Sardonix/ wölcher den nam̃en võ einem Sarden
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            vnd Onyxen entpfangen. </s>
            <s xml:space="preserve">Doch hatt der Sardonyx den Sarden in ihm/
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