Cardano, Geronimo, Offenbarung der Natur und natürlicher dingen auch mancherley subtiler würckungen

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Von mancherlei wunderbaren
abgeſün{der}t werden/ von wegen des mangels/ wölches dañ auch beſchicht.
dañ wann die teüchel zůlang lauffen/ werden die bäch erſchöpffet. Wölche
aber kein mangel an dem waſſer habẽ/ ob ſie wol teüchel oder känel haben/
lauffend ſie eintweders für vnd für in das meer/ oder haben nit nach ihrer
größe teüchel/ oder nit für vnd für/ wie auch die känel nit.
oder ſie ghand
an von dem ſchnellen zůlauff der waſſeren/ wie von den ſchneẽ harkom̃en.

Inn dem meer aber nützet gar vyl die verhinderung des gegenlauffenden
waſſers/ vnd des außlauffenden vnd einlauffenden.
auß diſen vrſachẽ wer
den die flüß ſelten erſchöpffet/ wiewol zů zeiten allſam̃en.
Das waſſer wirt am aller mehrſten verderbt in den ſoden vnd ciſternen.
wie das waſ-
ſer verbeſſert
roerde.
es hilfft auch etwan der rägen vnnd heiſſe zeit darzů/ als wir vorgeſagt ha-
bend.
Wann man es aber gar will leüteren/ ſo laß den leim vnnd was wüſt
iſt daruon/ damitt es reyn werde.
demnach erneüwere diſes mitt ſtätigem
ſchöpffen.
dañ es laufft für vnd für widerumb auß den aderen herzů. dem-
nach laß inn den ſod ein irrden geſchirr/ das voll ſaltz/ eſſig/ bydrargiro o-
der queckſylber iſt/ vnd verſtopff es wol mitt dem kalck ſo in öl bereitet iſt/
vnnd laß es ein zeit lang darinnen.
Ettlich thůnd fiſchlein darein/ wann
die lebendig bleibend/ reinigend ſie das waſſer/ wann ſie ſterbend/ ſo ver-
derbend ſie es.
Es ſeind ettlich die ſagend man möge es inn den geſchirren
reinigen/ wann man den vmbkreiß/ daran das waſſer ſtoßt/ mitt mandel-
kernen reibe/ doch iſt vyl gewüſſer/ daß das böß waſſer mitt der zeit ſich
ſelbs leütere/ vnnd widerumb gůt werd/ wölches ſo man es durch ſechet/
gantz gůt wirt.
Doch bedunckt es gantz ſchwerlich zůſein/ das man das on
alle bewegung erhalten möge/ wo es nitt durch ein feüwrige krafft erquick
etwirt.
Wölches aber durch das tropffen härfür kommet/ das wirt erhal
ten/ dann es iſt ein werme darbey.
darumb wirt es auch verderbt/ wañ es
gar verreücht.
Deßhalben laßt die feüwrige werme kein faulung zů/ wie
auch inn dem gebratenen/ dann ſie verhinderet des luffts würckung.
wöl-
ches aber bewegt wirt/ erhaltet ſich durch ſein kälte.
dann was treffenlichẽ
kalt iſt/ das faulet nitt/ es ſey mitt der that alſo/ oder möge ſonſt alſo wer-
den.
Es mag aber kein feücht ding gar kalt ſein. dañ was kalt/ das iſt dick/
vnnd was bewegt wirt/ mag des luffts wirckung nitt annemmen.
wölches
aber langſam bewegt wirt/ das leidet nicht von einer kleinen werme/ vnd
wirt durch ein große nit verderbt/ dann es verreücht/ vnd werden dempff
darauß.
In dem aber das allgemach entſpringt/ ſeind feüwrige dämpff.
Die vrſach aber der ſchnellen feülung/ auch inn den weyeren/ iſt die er-
den.
dann die werden vermiſchet/ darumb ſeind auch die trüben waſſer ehe
faul.
wölche lauter ſeind/ die werden vorhin trüb/ ehe dann ſie faulend. da-
rumb iſt bey der faulung des waſſers ein vermiſchung.
Wann aber dz waſ-
ſer bewegt wirt/ reyniget es ſich/ vnnd treybt alles ſo jhm nit zůgehört hin
weg/ als man inn den lauteren bronnen ſihet.
dann was ſchwer iſt/ das falt
zůboden/ was leicht iſt/ das treibt es zů obereſt auff die ſeiten.
was jm aber
faſt vermiſchet iſt/ als das ſaltz inn dem meer/ das mag es nit abſünderen.
dann es mag diſes auffkein orth legen. Wann das aber etwas weiters lauf-
fet/ leüteret es ſich/ dañ das do vermiſchet iſt/ wirt allgemach von der vor-
lauffenden dünnen materien verlaſſen.
darũb iſt diſes/ ſo am aller ſchnel-
ſten laufft/ am lautereſten.
Wann man aber das mit ſchüttenen verlegt/
dringet es vyl ſtercker härfür/ nitt das es ein größere krafft überkomme/

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