Cardano, Geronimo, Offenbarung der Natur und natürlicher dingen auch mancherley subtiler würckungen

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Von mancherlei wunderbaren
das waſſer von wermůt/ hundsblůmen/ ſtinckenden Laſerpitiẽ/ oder eſels
dreck.
demnach auch von der ſubſtantz/ wann auß dem buluer waſſer wirt/
vnd deßhalben komlicher genom̃en oder vermiſchet werden mag.
Diſtillierung
beſchicht auff
vier weg.
Alſo ſeind viererley arth der verenderũg/ die werme/ feüchte/ verzug/ zer
ſtoßung/ oder außtruckung durch die werme/ als wann durch das feüwr
vonn dem wein gebrenter wein gezogen wirt.
durch die feüchtigkeit/ wann
etwas darein goßen wirt.
deßhalben iſt bekannt daß die kochung diſe beid
weg an jr hatt.
durch verzug/ als wañ die zerſtoßen mandelkernẽ bey Cim-
ment ligen/ vnd deſſen geruch an ſich nement.
Durch außtruckũg aber wer
den ſafft vnd öl.
es iſt auch widerũb bekañt/ daß die ding außgetruckt wer-
den/ ſo vorhin ein weil beieinanderen geweſen/ als der mehrtheil alle wol-
riechende öl/ ſo auß denen bey dẽ wegẽ jr vrſprung habẽd/ dz diſes der ſechßt
weg ſein mag.
Alſo werdẽ etlich vermiſchet vnd hernach gediſtilliert. damit
wirt der ſiebet weg.
Die werme machet für ſich ſells ſubteyl/ dann ſie ſünde
ret voneinanderen/ wermet/ vnd tröcknet auch deßhalbẽ.
darumb wirt ein
ding ſcharpff/ ſtarck/ vnd durchtringend.
Diſe acht ſtuck ſeind für ſich ſelbs
in der diſtillierung/ ſo allein von der werme beſchicht.
doch ſeind die werme
vngleich/ an der größe/ vnd zůfügung.
dann man appliciert vnd fügt diſe
auff vyl weg hinzů/ es iſt auch die werme eines gebogenen oder ſchlechten
feüwrs nit gleich groß/ alſo auch vonn der kolen/ äſchen/ miſt/ Sonnen/
bad/ vnd anderen dingen.
Darũb můß man gůt acht habẽ/ daß diſes ding/
ſo gediſtilliert wirt/ nit verderbe.
diſes beſchicht fürnemlich auff drey weg.
auß eigenſchafft der geſchirren/ als wann man inn bley oder kupffer diſtil-
liert/ oder auß größe/ als wann etwas verbrennet vñ verreücht/ oder wañ
das gediſtilliert verdirbt/ vnnd ein böſen geruch oder brentzlechtigen ge-
ſchmack bekommet.
Darumb ſoll die matery aller diſtillierũg zů erſten glaß/ demnach gold/
Geſchirr zů
dẽ diſtillierẽ.
darnach ſilber/ auch jrrden geſchirr vnd eyſen ſein.
doch ſeind die zwen erſtẽ
am beſten.
Wir brauchen gold/ wann wir fürchten es breche/ vnd wañ man
jm ein beſſere qualitet vnd eigenſchafft ſoll zů meſſen.
Es iſt auch nicht ſo
am gold felen mag/ allein daß es koſtlich iſt.
wiewol am gold minder dann
am glaß ab ghet.
doch mag das gold die feüwr nit erleiden/ ſo das glaß thůt.
nach dem gold volget das ſilber. wir brauchend eyſen/ wann es můß ſtarck
ſein/ vnnd fragen nicht darnach was es ſchadet/ dieweil man diſe ding ſo
geſtillieret von außen har brauchen will.
die irdine geſchirr ſeind faſt nicht
nutz.
damit aber nicht verrie chen möge/ iſt an anderẽ orthen angezeigt/ was
man für erden darzů brauchen ſoll.
Damit aber nicht von deß feüwrs ge-
walt verderbe oder zů nicht werde/ kommend wir diſem durch deß feüwrs
rechte größe vnnd eigenſchafften/ auch mit zůthůn deß waſſers/ vnnd ei-
ner vermiſchung zů hilff.
wañ aber das feüwr nicht nutz iſt/ brauchend wir
eſchen/ darzů etwan eſchen von weyden/ vnnd nit von hageichen oder her-
tem holtz.
Alſo ghond wir mit Marienbad vnd anderen der gleichen vmb.
In vermiſchung ab@r/ als wann man an faſt truckne ding waſſer thůt/ ſo
mans diſtillieren will/ als an zim̃et vnd negelein.
Man ſtellet das waſſer
auff vyl weg võ außen har hinzů/ deren wir ettlich im bůch der Subtilite-
ten angezeigt.
doch iſt der fürnem̃eſt vnnd beſt den vns Conrad Geßner/
der ſtatt zů Zürich/ in einer feinẽ figur/ als ich zů Zürich geweſen/ vñ wider
in Italien wolt/ angezeigt hatt.
Diſes war alſo/ daß auff einẽ eyſenẽ kreütz

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