Cardano, Geronimo, Offenbarung der Natur und natürlicher dingen auch mancherley subtiler würckungen

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ſachen/ Das fünfft bůch.
vnd der durch ſichtig den durch ſichtigen/ vnd aber nit ſo eygentlich den O-
nyx.
welcher auß mancherley arthen zůſam̃en kom̃en (als geſagt) vnd dun-
ckel iſt/ dieweil er mit weiſſen äderlinen offt vnderſcheiden/ (dañ es iſt kein
ſolliche milchweyſſe durch ſichtig) dañ die milch weiſſe farb entſtath auß ei-
ner weyße ſo etwas dunckelecht iſt.
Darumb iſt der Sardonyx wie der Sar
da/ doch hat er ein ſchwartze/ oder himmelblawe/ oder purpur farbe/ oder
weyße (wie ein nagel iſt) wurtzel.
er wachſet ſo ſeer daß mã vor zeyten heffter
an den ſchwerteren darauß gemachet hatt.
daß aber der Sardonyx durch-
ſichtig ſeye/ verſthet man genůgſam auß deß Plinij ordnung vnd worten.
Der Iaſpis vnd Achat hatt auch mancherley farb/ dann die edle geſtein
nem̃en auch alle farben an ſich.
Deßhalbẽ iſt der Iaſpis der ſiebend vnder
Iaſpis.den gemeinen edlen geſteinen/ der alle farbẽ an ſich nim̃et/ gemeinlich mitt
blůtrot tropffen beſprẽget iſt.
der Indiſch iſt etwz edler/ durchſichtig/ vnd
grün.
der Grammatiſch aber iſt der aller edleſt/ welcher in dem grünen ein
wißen ſtrich hatt.
wañ aber deren vyl ſeind/ heiſſet er Poligram̃os. er iſt wol
als ſeltzã als yenẽ ein ander edelgeſtein/ laßt ſich auch ebẽ ſo wol anſchauwẽ.
Der achteſt iſt ein Achat/ welcher etwas gemein hatt mit dẽ Iaſpis/ weil
Achat.er durchſichtig/ dunckel vnnd vermiſchet/ darzů alle andere farben an ſich
nimmet.
man haltet vyl auff den duncklen/ ſchwartzen/ glantzendẽ/ mit ei-
nem gantzen weyſſen ſtrich.
Diſe drey gatungen müſſen wir von einanderẽ
abſünderen/ dañ von anderen ſeind ſie gůt zů erkennen.
in dẽ Iaſpys ſeind
alle farben dunckel/ vnnd begäret man in dem durchſichtigen ein dünckle/
vnd in der dünckle ein durchſichtigkeit.
Es iſt auch der Iaſpis faſt gernpur
purfarb oder grün/ der Achat weyß oder ſchwartz.
in dem Achaten iſt auch
ein ordnung (wie wol nit gar vnderſch eidlich) in den farben/ vnnd offt ein
ſtrich.
in dẽ Iaſpis iſt alles vermiſchet. demnach werden in dem Iaſpis offt
die farben vnnd ſubſtantzen vermiſchet/ vnnd ſtellet das blůt/ iſt auch der
mertheil geſprenget/ welches alles dem Achaten fälet.
Man ſagt aber wañ
mã diſen in ein ſiedet waſſer thüge/ mache er die ſiedẽde bein dariñen weich/
welches on zweyffel gewüſſer im Iaſpis manglet/ dann es im Achaten ſolte
waar ſein.
Es werden beide ſtein von dem Onyx vnnd Sardonyx in dem
vnderſcheiden/ daß der Sardonyx leüchtet vnd durch ſichtig iſt/ auch zwo
farben hatt/ geordnet vnnd hert iſt.
Es ſcheinet auch deß Onyx farben/
darzů die fleiſchfarb/ welche an dem Iaſpis vnnd Onyx nit gefundẽ würt.
Von dem Onyx haben ſie diſen vnderſcheid/ daß diſer gletter iſt dañ der
Iaſpis/ aber weicher vnd dunckler dañ der Achat/ alſo daß der Onyx faſt
in mitten der zweiẽ edlen geſteinen iſt.
demnach daß die gewüſſe nagelfarb
in dem Onyx alle zeit vorhanden/ ſo vileicht in dem Iaſpis nie geſehen/ vñ
in dem Achaten gar ſelten/ wölcher doch nit ſo ordenlichẽ vnderſcheiden.
Dergeſtalt werdẽ diſe auch von dem geſtein/ ſo dreyẽrley farben ſeind/ vnd
vor beſchriben/ vnderſcheiden.
dañ in den drey geferbtẽ iſt die weiße allezeit
in der mitte/ vnd eigẽtlich von der eyſen farb oder ſchwertze abgeſünderet.

Es wirt aber der Iaſpis vnd Achat alſo von dem durchſichtigẽ Onyx vn-
derſcheiden/ daß nit von nöten ſolliches anzůzeigẽ/ dieweil ẽs weitlänffig
vnd bekannt.
Wie aber ein jeder vnder diſen von den anderen edlen geſtei-
nen ſo einer beſonderen art vnd nit gemein/ vnd in ſum̃a die gemeinen von
den ſeltzamen mögen vnderſcheiden werdẽ/ mag man durch diſe anzeigũg
verſthan.
An der größe/ als wann er nümmer ſein gewüß ziel übertriffet/

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