Cardano, Geronimo, Offenbarung der Natur und natürlicher dingen auch mancherley subtiler würckungen

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ſachen/ Das ſiebend bůch.
gekochte ſubſtantz iſt. wölches auch ein anzeigung/ wie faſt das honig dem
menſchlichen läben nutz vnd komlich iſt.
Es lebend ſonſt die binlin gemein
lich ſechs oder ſieben iar/ wölliches ſich doch nach lands arth vnd anderen
zůfälen enderet.
Wañ man jhnen in der herpſt abtheilung zů vil honig dan
nen nimbt/ můß man jhnen etwas wider geben/ oder mitt ſüſſem wein vnd
ſandaracha oder berg rodt erneeren.
Das ſandaracha iſt eben dz/ ſo auch e-
rythace o{der} cerynthus heißet eines bittern gſchmacks/ wölches mã in {der} waa
ben hölenen findet.
In gemein machend die binlin wachs/ honig/ Propolin
oder vorbauw bey deß imkorb loch/ erithacen/ Com̃oſin/ piſſoceron oder
gebichet wachs.
ſie machend auß diſen dingen die waaben/ vnd habend kein
andere matery darzů.
Das Propolis reüchet alſo ſtarck/ daß es etliche inn
dem reüchen für Galbanum brauchend.
das Erythace iſt ſchier wie ein Ara
biſch gume/ vnnd nitt faſt vngeleich.
dann man machet diſes auch auß der
beümen ſafft vnd dem tauw.
Die binlin ſchickend zů erſt die hummel als jhre knecht/ zů dem werck/ vñ
zwingend ſie zů der arbeyt.
den Künigen machend ſie ein große vnd ſchöne
wonung/ an einem beſonderen orth in dem korb/ ſo etwas höher dann die
anderen.
Diſes habend wir von der Immen oder binlinen gſchwindigkeit/
regiment vnd weißheit/ wöllen anzeigen.
nitt daß wir wöltend ein Hiſtori-
en ſchreiben von jhnen/ ſonſt müſtend wir auch anders anzeigenn/ als daß
der rauch von der öchßlinen kaat den immen heylſam ſeye/ die binkörb trö-
ckne/ vnd die ſchadhafften thierlin töde.
oder wann man mitt deß erſtgebo
renen kalbs kaat oder Citrarien ſafft die vordereſte löcher beſtreichet/ daß
ſie nitt daruon mögend faren.
es iſt auch gewüß/ daß ſie ein großen luſt ab
der Meliſſen habend.
Die immen ſeind gemeinlich ſchwartz/ dann weil ſie leicht/ wirt jhr ſub-
teile ſubſtantz bald auß getrocknet/ was aber feücht/ vnd harnach auß ge-
kochet als ein kol/ das wirt ſchwartz.
dann das jrrdiſch beleibet vorhanden/
vñ laſſet kein lufft harzů/ weil vyl feüchte vorhandẽ/ deßhalben ſeind auch
die fliegen alſo.
Doch ſagt man es ſeyend die wilde immen in Peru bey Car-
thago weiß/ wölliche kleiner dann die vnſeren ſeind/ auch gar vil honig ma
chend/ doch ſcherpffer vnd dünner dann bey vns.
Sy beſchlieſſend den ein-
gang deß korbs mitt wachs/ vnnd lond allein ein känelin beleiben/ durch
wölliches ſie hinein ghond.
doch gedencket auch Ariſtoteles der weiſſen bin-
linen.
Solliches mag beſchehen/ wann die matery wol zeyttig/ vnnd doch
nitt verbrennet iſt/ oder/ wann ſie von wegen jhrer ſubteile zů obereſt wol
auß getrocknet.
Die binlein volgend dem honig nach ſo jhnen genommen/
wann man die körb beſchneidet/ vnnd das alſo fleyſſig/ daß man es kümer-
lich vor jhnen verbergen mag/ wann ſie es auch gefunden/ nemmend ſie es
hin vnd eſſend das.
dannenhar iſt der wohn entſtanden/ ſie haſſend die die-
ben vnd den diebſtal.
Sy habend zwar auff die dieben/ ſo auch in jhrer art/
wol acht.
wann ſie die ergreiffend/ volgend ſie jhnen nach vnd tödend ſie/
vorab weil diſe voll vnd geſchwullen/ vnd nitt wol entrünnen mögend.
Zů nechſt bey den binen vnd jhrer arth ſeind die weſpen/ wölliche weder
wäſpenhonig nach gůtt wachs machend.
ſie freſſend auch alles auff. deßhalben wer
dend ſie leichtlichen in einem hafen/ da fleiſch iñen iſt/ gefangen.
dañ man
můß den hafen über das feüwr ſetzenn/ vnnd den teckel wol über den hafen

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