Cardano, Geronimo, Offenbarung der Natur und natürlicher dingen auch mancherley subtiler würckungen

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Von mancherlei wunderbaren
ſchen ſolliche etwas dunckler/ iſt ſie doch/ von wegen det vollkommenheit.
Es iſt auch etwas lieblichers/ dieweil du nun ein malen geweſen/ vyl mehr
glückſelig vnnd herrlich/ dann ſchlecht vnnd vnglück hafftig geweſen ſein.

auch beßer ein menſchen dann ein hirtzenkefer.
darumb auch weger glück-
hafftig geweſen ſein/ ſo nit anderſt vorhanden.
dannenhar kom̃en die tha-
ten der weidlichen künigen/ vorab deß großen Alexanders/ Iulij Ceſaris/
vnnd anderen.
Nun aber/ wie gemeldet/ bleibt der verſtand. darumb iſt in
vyl weg kommlich wann man glückſelig geweſen.
wañ du auch diſes nit biſt
das du aber ſein magſt/ vnnd wilt das du ſein magſt/ iſt wie das höchſt gůt.

ſolliches vollbringt vnſer geſatz.
Darumb werden wir vff vier geſtalt glück
ſelig.
durch ſteyffen glauben der zůkünfftigen welt/ beſtendige nachkom-
menden/ ſeligen leben/ vnnd verloffener thaten oder weyßheit vnnd ehr.

Solliche ding machend vns auff zweyerley weg glückſelig/ wann die men-
ſchen ſolliches gedencken/ vnd vnſer conſcientz diſes erkennet.
Diſes zeigt auch die natürlich begird an. dann ein yeder wolt lieber ein
Athenienſer/ dann der knecht/ ſo an galgen gehenckt/ geweſen ſein.
Es be-
gert aber niemand mehr Bucephalus oder Alexanders roß geweſen ſein/
dann ein haſen.
alſo iſt bekandt/ daß nit allein beßer glückſelig geweſen ſein/
wann du es ſchon nit biſt/ ſonder auch daß die glück ſeligkeit in erkanm nuß
vnnd vernunfft ſtande.
Es müſſend auch diſe/ ſo glückſelig leben wellen/ wüſſen/ das wir geſagt
haben/ namlich daß beſſer/ das leben vnd vergangene handlung gůt gewe-
ſen ſein.
wann gar kein vnderſcheid/ ſolt man deß woluſt allein pflegen. dañ
wir habend diſes allein/ deſſen wir genießen.
dem iſt alſo. darumb ſoll man
ſich in den tugenten üben.
dann wann der tugenden werck vollbracht/ mach
et es dem gemüt ein beſondere freüd.
vnnd hargegen deß leibs woluſt ein
traurigkeit.
darumb iſt auß ſollichem gnůgſam bekanndt/ daß diſes vn-
ſers leben mit der vorgenden leben nichts gemein hatt.
dann das vergan-
gen iſt allwegen/ dar zů krefftig/ diſes aber vnkrefftig/ vnd ein traum deß
ſchatten.
darumb iſt auch vnſer glück ſeligkeit faſt gar nicht.
Es iſt aber bekant daß die glück ſeligkeit zů erſten ſthet bey der juget/ be-
ware glück-
ſeligkeit.
ſtendiger geſundheit/ vnd ſchönen leib.
demnach bey den güterẽ des glücks/
daß einer nit arm ſeye/ auch nit gar zů reich.
dann die behauſung vnd reich
thumb der menſchen ſollend ein ziel haben.
dann große reich thumbẽ ſeind
wie ein große galeẽ/ die wenig kriegßleüt hatt.
dañ wañ man diſe nit verwha
ret/ verderben ſie/ vnd bekommet alſo der menſch eines trägen vnd torech-
tigen namm.
Wann du aber ſorg wilt haben/ wer hatt auff die hüter ſorg?
der bauwman/ artzet/ ſchaffner/ koch/ kauffman/ fürſprech vnnd dienſt/
die tragend alle ab.
darumb iſt faſt kein größere ſtraaff/ wann man diſes
erhalten will/ ſo man aber küm̃erlich erhalten mag.
diſes ſeind große reich
thummen.
Dar zů wann du kranck biſt/ geth es niemand übler dann dem
reichen.
die artzet verziehen die kranckheit/ der erb ſtellet dir nach. vnnd
wann er dich an lachet/ wünſchet er dir den todt/ wann er ſchon der beſt iſt.

wann er aber böß iſt/ hilfft er dir auch zů dem end.
Des reichen kinder/ wann ſie groß ſeind/ wöllend dem vatter auch nitt
mehr gůtz/ dann andere erben.
wann die kinder klein ſeind/ iſt der vat-
ter faſt ſorgfeltig/ wie er diſe wol verſicheren möge/ wann er geſtorben.
Da-
tumb ſoll wol einer reich ſein/ aber nit zů ſehr.
vnnd das nach gelegenheit

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