Cardano, Geronimo, Offenbarung der Natur und natürlicher dingen auch mancherley subtiler würckungen

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439 (ccclxxxiij)
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440 (ccclxxxiiij)
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ſachen/ Das acht bůch.
tzel/ ſo klein iſt/ vnd blüet nimmer. Man vermeinet es ſoll diſes kraut das
leben verlengeren.
es iſt auch nitt on vrſach/ dieweil es auß einer beſonde-
ren eigenſchafft beſchicht.
Es hatt aber kein vrſach daß etliche ſagend/ es ſollend die knöpff am na-
bel anzeigen/ wann mehr kinder auß der můtter müſſend geboren werden.
dañ es můß diſes für ſich ſelbs waar ſein/ oder etwas abergleübiſch auß der
Aſtrologen weyſſagungen.
dann es iſt müglich/ daß die ſterbe/ oder keüſch
lebe/ ſo vyl kinder haben ſolte.
oder nitt für ſich ſelbs/ ſonder daß es ſein mö
ge.
Es wurdend aber alſo der mehrtheil vyl knöpff haben/ vnnd die ſo bey
einem mann were mehr/ die ander minder.
wölches doch nitt ſein mag/ daß
die durch ein vngeleiche zaal mitt einanderen mögend begriffen werden/ o-
der es wirt die gröſte zaal darbey ſein/ die ſeye bey wölchẽ ſie wölle.
Dieweil
aber gar ſelten ſolliches nitt verhinderet/ dann ſie wirt eintweders nit kom
lichen bey einem mann ſein/ oder wann ſie ſchon gar kom̃lich/ wirt ſie durch
kranckheit oder anderen anlaß verhinderet/ wie hatt man dann diſes wüſ-
ſen mögen/ ſo faſt nimmer beſchicht?
Darũb ſoll man ſagen daß die frucht
baren leib der mehrtheil vyl knöpff bey dem nabel bekommen/ vnnd die vn
fruchtbaren wenig/ ſo auch nitt eigentlich vnderſcheiden/ alſo daß ſie offt
mitt dem end über einkommen.
Der geſtalt wirt die waarheit inn zweyffel-
hafftigen fragen erforſchet.
Es zeigt Hector Boethius an/ es ſeye ein grab in Schotten einer heili-
gen frauwen Guanora/ wann ein frauw darauff getrettẽ/ ſeye ſie vnfrucht
bar worden.
Alſo mögend die heiligen frauwen auch mehr ſchad dann nutz
ſein.
Es mag wol ſein daß etlichen ſolches ongefahr begegnet/ dẽnach ſeind
auch andere alſo worden/ wañ jnen auß forcht jre monat verſchlagen/ oder
auß einbildung verderbt.
Oder das etlich andere ſolliches nitt habend dörf
fen erfaren/ oder daß ſie anff einem boden gelegẽ/ der vnfruchtbar machet.
dann diſes mag on zweyffel beſchehen. alſo ſollen wir ehe alles glauben/ dañ
halten es thüend die gůtten etwas böſes.
Was iſt aber diſes daß jren vyl in der kranckheit todten oder geſpengſten
Krancken ſe-
hend todtenn
vnnd geiſter.
ſehend?
vnnd diſes alſo gewüß/ daß ſie es anzeigend/ wann ſie geſund wor
den.
Wie dañ auch Alexander auß Alexandren von jm ſelbs bezeüget/ ſpre
chende/ Als ich zů Rom kranck vnd im bett gelegen/ iſt mir wachen den ein
geſtalt einer wunderſchönen frauwen fürkommen.
als ich diſe erſehen/ hab
ich lang bey mir ſelbs gedacht/ ob ich vylicht durch ein falſch geſicht etwas
anders dann es an im ſelbs were/ ſehe.
Wie ich aber meine ſinn krefftig be-
fundẽ vnd ſie nit hinweg weichen wolt/ hab ich ſie gefragt/ wer ſie ſeye?
do
hatt ſie lieblich angfangen zůlachen/ vnd die wort ſo ſie gehört/ wider geant
wortet/ als wañ ſie mich recht verſpottet.
wie ſie mich auch lang beſichtiget/
iſt ſie hingeſcheiden.
Vyllicht möchte in yemand der vnwarheit anklagen/
doch iſt von diſem in büchern der ewigen heimlichkeiten angezeiget.
ich ge-
denck aber es ſeye nicht daran gelegen/ es habe ſolliches er o{der} ein anderer ge
ſehen.
dañ es iſt gewüß/ dz diſes nach {der} natur beſchehen möge/ auch on deß
teüffels geſpengſt.
dañ diſes iſt yetzmal vnſer fürnem̃en. Deßhalbẽ ſehen et-
liche kranckẽ der geleichẽ gſichten/ etliche nit.
etliche gedenckẽ derẽ/ die ande
rẽ nicht.
Derẽ wölche ſolches gedenckẽ/ ſeind etlich ſo vermeinen ſie habẽ es
eigentlich geſehẽ/ etlich bekennẽ dz ſie es nit eigentlichẽ geſehen/ darũ můß
man erforſchen wie ſolches zůgange.
die nit ſehẽ/ denen iſt das hirn nit gar

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