Cardano, Geronimo, Offenbarung der Natur und natürlicher dingen auch mancherley subtiler würckungen

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Von mancherlei wunderbaren
beßer/ daß es auch im winter grün iſt. dieweil aber die zeit vnd orth ſolliche
enderet/ iſt gemeinlich an diſen der geruch vnd geſchmack lieblich/ ſo nutz-
lich vnd allwegen grün ſeind/ ab welchẽ man auch nit leichtlich ein verdruß
hatt.
dann was hatt doch ein minderen geruch oder geſchmack/ dann das
brot/ vnd überkommet man doch niemer mehr ein verdruß darab?
Es dienẽd die koſtlichen beltz auch zů freüden vnd woluſtẽ. doch ſeind die
Gůt beltz.wolff beltz am allergeſündeſtẽ.
Man hatt an den Sabellẽ ein wolgefallẽ an
der vyle/ lenge/ vnd ſchwartzen haaren/ vnd wann ſie zů rechter zeit gefan
gen worden.
man erkennet ſie auch bey diſem/ wann ſie ettlicher haarẽ man
glen.
deßhalben die verkäuffer/ damit allenthalben ein betrug ſeye/ die ſel-
bigen außziehen.
dann welche ſchon daſſelbig haar habend/ denen fallet es
auß/ vnd iſt gar ſchwach.
Die Xhutener haltẽ die Aſpreolẽ fel am köſtlich-
ſten/ auff die der ſchwartzen füchſen/ darnach der Sabellen/ dañ der bibe-
ren/ auff die übrigen halten ſie gar nicht.
Die vnſeren habend luchs fäl ſo gar ſchön ſeind. Die marder fäl habend
ein kleinen vnderſcheid von Aſpreolen/ doch ſeind ſie bey vns nit ſo koſtlich
als die Sabellen/ dann es ſeind deren gar vyl/ weil ſie auch an anderẽ orthẽ
wachſen/ vnd dieweil die marder von Aſpreolẽ vnderſcheiden/ welches auch
waar iſt/ vñ am meiſtẽ von Rutheniſchẽ.
Ich hab diſe gattung all geſehen/
außgenom̃en kein Rutheniſche Aſpreolen/ vñ ſchwartz füchſen.
dañ {der} füchs
fel werden von der werme wegen ſchwartz/ wañ ſie die werme/ von wegẽ des
kalten eüſſerlichen lufft/ hinein ziehen.
dz aber der bärẽ heüt bey dem waſſer
Duuina/ ſo auſſerthalben den Schwaben vñ Nouogradẽ gegen Mitnacht
ligt/ weyß ſeind/ beſchicht nit allein von kelte/ ſonder weil faſt diſes thier
auß mãgel des fůters můß in dem meer leben/ darumb werdẽ die haar von
dem meerwaſſer weyß.
doch kommet diſes auch von der fiſchſpeyß/ wie den
menſchen beſchicht.
Es werdẽ aber der haſen heüt allein auß kelte weiß/ wie
auch der meüſen/ dieweil diſes thierlein ein kleine werme/ aber die bärẽ vnd
füchs ein gar ſtarcke habend.
doch hatt es mitt den bären doſelbſt zwo vrſa-
chen.
ſie ſeind aber gar ſeltzam/ dann man mag ſie auß reüche des lands we-
gen nit bald fahen.
deßhalben ſagt Sigiſmũdus der Freyherr/ er habe zwen
daſelbſten geſehen/ welches er für ein wunderzeichẽ achtet.
ſie ſeind gar köſt
lich/ wie alle andere ſeltzame ding/ ſo mit großer arbeit zůwegenn gebracht
werden.
Es iſt gewüß daß in Schotten/ inn dem land Gallouidien/ bey des
ſtatt Dunfreis an dem waſſer Nid/ gar ſchöne/ weyſſe vnd ſubteyle wullen
wachſet/ wölche darũb zů den Engellenderẽ/ Frantzoſen/ vnd Teütſchen ge
fürt wirt.
Vnder den geruchen iſt der biſem vnd zibethus der aller lieb
Beſt geruch.licheſt/ auch von etlichen blůmen/ doch vergeth der ſelbig gar bald.
Man
mag den zerſtoßenen biſem die lenge in einem waſſer zerlaßen/ welches dañ
auch den ſelbigen geſchmack bekom̃et.
man můß es für vnd für zertreiben/
an dem morgen vnd zů abent/ vnd allgemach waſſer darüber gieſſen.
Dañ
welcher gerecht/ iſt alſo feißt/ dz er das waſſer zů öl endert/ von von dem öl
gar außgetröcknet wirt.
diſes můß man ſo lang thůn/ biß er als dick wie ein
honig wirt/ darnach thůt man den vierdten theil zibeth daran.
alſo erhaltẽ
ſie einander/ vnd haben ein lieblichen geruch/ wañ man die gerüch zim̃lich
durcheinander miſchet.
Sie überkom̃en aber mehr des waſſers geruch vnd
dampff/ dañ ſubſtantz/ als Guilhelmus Balinus anzeigt.
dañ des biſems
ſubſtantz iſt alſo trocken/ dz er nit bald flieſſen mag.
Deßhalben dörret man

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