Cardano, Geronimo, Offenbarung der Natur und natürlicher dingen auch mancherley subtiler würckungen

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Subteilen ſachen.
ten werde/ möchte jemand ſagen/ warumb diſes mehr in koolen vnder der
äſchen erhalten wurde/ dann wann es auffgetecket iſt/ dieweil kein bewe-
gung von der äſchen darzů kommen mag.
Diſes iſt ein leichte frag/ vnd ge
höret nitt in diſes bůch/ in wöllichem ich mir fürgenommen allein fürnem-
me vnnd wichtige ſachen anzůzeigen/ darumb will ich fürterhin mich der
geleichen mäſſigen.
So vyl aber die frag belangt/ antworten ich/ das feüwr
habe allwegen ein bewegung/ aber die koolen ein gar kleine/ wölliche auch
vnder der äſchen iſt.
Wann nun die koolen oder glůt auffgetecket/ zerſtöret
der lufft das vmbligend feüwr/ dann er begeret zerſtören/ vnnd nitt ſelbs
zerſtöret zů werden.
es mag auch die klein bewegung nitt erhalten/ wann es
aber mit äſchen zů getecket/ mag jm der lufft nicht ſchaden.
Darumb wirt das feüwr auff drey weg erhalten. wann es ein bewegung
durch ſich ſelbs anrichtet als in den kertzen/ vnd in gemein/ wann der flam̃
durch ſein eigene bewegung ſich ſelbs beſchirmet.
oder wann es durch ein an
dere bewegung erhalten wirt/ als wañ der wind wäyet/ oder die blaaſtbelg
gezogen/ deßhalben gemeinlich große brünſt angangen wann der wind faſt
gewäyet hatt.
Zů dem dritten wann es vor dem lufft ſicher iſt/ doch daß es
möge etwas lufft haben/ als vnder der äſchen.
Es ligt auch nicht daran ob
es ein andere äſchen/ oder von dem ſelbigen holtz har keme.
Man mag auß einem jeden boltz ein facklen machen/ wann es aber dick
Facklen.vnd ſteyff/ ſeind ſie langwerender.
Nimb ein eichen ſcheit eines ellenbogen
weyt vmb ſich/ vnd ſpalt diſes von oben herab biß zů nidereſt in vyl ſtuck/
als in zwölff oder ſechßzehen/ oder noch mehr/ doch das es zů nidereſt gantz
ſeye.
dann dörre diſe zwen oder drey tag inn einem bachoffen wol auß. wann
nun die wäſſerige feüchtigkeyt daruonn kommet/ vnnd die feißte beleibt/
brent es wie ein kienholtz.
wann diſes auch eines manns lenge hat/ beleibet
die facklen anderthalb ſtund/ vnd gibt ein häl vnd ſchön feüwr.
Es entſthet hie auch ein frag ob die gediſtillierte vnd gebrente waſſer/ et
Ob die gebr@
ten waſſer
gůt ſeyend.
wz krafft an jnen habend o{der} nit.
Es hat einer neüwlich ſein gedechtnuß wel
len ſtercken/ vnnd Meliſſen drey tag inn weiſſen wein gelegt/ darnoch den
wein ſenfftiglich daruß getrucket/ vñ ein brent waſſer durch diſtillierẽ berei
tet/ diſes getruncken/ vnnd vermeinet die gedechtnuß alſo zů ſtercken.
weil
er aber ein hitzige läberen/ hatt er ſein gůtte geſundtheit faſt gar verloren.
Deßhalben hab ich etwan angezeiget/ als ich vonn der artzney mißbrauch
gehandlet/ es ſeye faſt gar kein krafft darbey/ weil ſie ihren geruch vnnd ge
ſchmack verloren.
Dann das wermůt waſſer iſt dem wermůt nitt geleich/
iſt auch nit bitter/ ſonder welches faſt zů verwunderen/ ſüßlechtig.
Es zeiget aber der gebrennet wein an (ich will jetz deß roßwaſſers ge-
ſchweigen) daß etwas krafft darbey iſt.
dann wann du ſagſt diſes beſchehe
von demm feüwr/ ſprich ich/ wie ghet es zů/ daß diſes inn anderen auch nitt
iſt/ dann diſes wermet faſt wol/ tröcknet/ durchtringet/ ſchmecket gar
ſtarck/ vnnd brennet.
Deßhalben gewüß/ daß die brennete waſſer etwas
krafft habend/ aber nitt alle/ oder alle geleicher geſtalt.
Dann wölliche einer ſubteylen ſubſtantz/ vnnd etwas kelte habend/ be-
kommend ein waſſer/ daß ihnen nitt vngeleich/ als die Roſen.
Wölliche a-
ber einer ſubteilen vnnd warmen ſubſtantz/ überkommen ihnen ſelbs auch
ein geleiches/ aber doch ein brennendes waſſer/ als der wein/ vnnd etliche
metalliſche ding anzeigend.

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