Cardano, Geronimo, Offenbarung der Natur und natürlicher dingen auch mancherley subtiler würckungen

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Subteilen ſachen.
Aequinoctial ligend (dann der lufft iſt doſelbſten gar ſchnell) demnach die
kleinen/ vnd andem orth da die wind weyend.
Auß gleycher vrſach vermei-
net man auch/ ſie ſeyend vyl kleiner vnd höher dann ſie aber ſeind.
Harge-
gen aber ſcheinend die ſtein vnd fiſch im waſſer größer/ dann ſie aber ſeind.
Man vermeinet auch/ es ſeye ein yedes waſſer kleiner/ wann man es beſeitz
anſicht/ vnd achtet es nit faſt tieff.
Solliches habend etliche nit bedacht/
ſeind betrogen/ vnd bey nahe gar ertruncken.
Wie ghet es aber zů/ dz allein der Mon mãcherley figuren vnd geſtaltẽ
Von der Mo@
geſtalt.
an ſich nim̃et/ vñ die anderen ſternen alzeit rund ſeind?
Diſes beſchicht da-
rumb/ daß er dunckel iſt/ vnd iſt ſein liecht/ welches er von jm ſelbs hatt/
ſo vyl ſchwecher dann der Sonnen liecht/ daß man es gar nit ſicht/ wo es
nit von der Sonnen erleüchtet wirt/ vnnd man vermeint es ſeye am ſelbi
gen orth nicht darbey.
Es ſeind auch allein in dem Mon flecken/ deßhal-
ben ein große frag bey den alten entſtanden/ weil etlich vermeinet {der} Mon
habe der Elementen natur an jm/ vnnd werde deßhalben bewegt.
Andere
vermeinend/ es ſeye des großen meer Oceani/ oder der erdẽ vmbkreiß bild
nuß/ welche in dem Mon als in einem ſpiegel erglantze.
Ich ſag aber es mö
ge nicht tödtlich an dem Mon ſein/ weil es ein ewig ding iſt/ vnd mag kein
bildnuß alſo weit in einem ſpiegel erſehen werden.
Deßhalben iſt er eintwe
ders an dem orth durchſichtig/ do die flecken ſthond/ wie auch inn ſpieglen
beſchicht/ wann das bley abgeſchaben iſt/ oder es ender ſich am ſelbigẽ orth
das geſicht.
Es iſt aber noch ein frag von dẽ Mon/ welche gantz entpfindtlich/ nam̃
Vollmon
krafft inn dem
meer.
lich/ warumb bey vns der Vollmon das meer macht ab vnd zů zelauffen/
vnd bey den Indiern der Neüwmon.
Mich bedaucht daß ſolliches ab vnd
zůlauffen vrſach/ die mäßige werme/ vnd nähe des Mons ſeye.
Es iſt aber
der Mon wañ er voll vnd neüw iſt/ an gleichem orth/ nam̃lich der Sonnen
neher/ inn den quarten aber vnd viertlen der erden.
Er iſt auch in vnſe-
ren landen meßiger/ wann er voll iſt/ weil der lufft nit alſo hitzig.
bey den
Indianeren aber wann er neüw iſt/ von wegen deſſelbigẽ lands große hitz.
Er erhebt aber/ wann er ſich etwas auß ſpreitet/ als inn dem Vollen vnd
neüwen Mon.
dannzůmal enderet er ſein geſtalt auß der Sonnen nähe/
aber ſein liecht vnnd krafft/ nit allein von des liechts/ ſonder auch der er-
den nähe wegen.
Es iſt aber wol zůuerwunderen/ daß man durch die ſternen welche alſo
Landſchafft
zůerkennen.
weit von vns ſeind/ das meer vnd die landſchafften/ ſo vor augen ſeind/ er-
kennen mag/ ich will erſt geſchweigen/ daß die alten auß deren hilff durch
die meer gefaren.
Vnd iſt noch ein größer wunder/ daß diſe welche das vn-
gewitter an vnbekannte landſchafften geworffen/ auß dem geſtirn/ wiſſen
mögen/ wo ſie ſeyend.
Solliches hatt Ioannes Baptiſta von der bruck Vi-
go von mir zůwiſſen begert.
dem handel iſt alſo.
Wann es ſchön wetter worden/ vnd der himmel heiter iſt/ ſo bedenck an
dem tag der Soñen/ vnd zůnacht eines anderen Planeten höhe durch das
Aſtrolabium/ wann das geſtirn in mitte des him̃els bey Mittag ſthet/ von
diſer höhe zeüch der Soñen orth declination oder neigung/ wañ die Sonn
von anfang deß Widers zů anfang {der} Wag laufft.
Wañ aber die Soñ von
anfang der Wag gegen des Widers anfang ghet/ ſo thůn der Soñen orth
declination o{der} abneigũg darzů/ vñ wz dir kom̃et/ das zeüch von neüntzig/

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