Cardano, Geronimo, Offenbarung der Natur und natürlicher dingen auch mancherley subtiler würckungen

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Subteilen ſachen.
wein auff dem waſſer ſchwimmen/ ſo du das brot hinweg thůſt/ alſo daß di
ſe gantz vnd gar einander vermiſchet ſeind.
Zů gleicher weiß mag man auch dem wein kein milch wermiſchet wer-
wie man abg@
falnen wein
widerbringt.
den.
Dann man nimbt den abgefallen wein/ vnnd laßt diſen inn ein ſau-
ber faß/ thůt allgemach den zehenden theil milch darzů.
über acht tag ver
kaufft man ihn bey der maß/ weil er noch lauter vnnd gůt iſt.
wann er aber
lang im becher/ oder geſchirr bleibt/ falt er widerumb ab.
Es bleibt auch
auff dem bort des bechers/ ein feißte des buters/ darbey man den be-
trug erkennet.
So mann aber denn wein verhieten will/ daß er nitt ab falle eb er trüb
werde/ ſo thůn den zehenden theil brants weins darunder.
vyl beſſer were
ſchwebel/ aber der geſchmack verrath den betrug/ dann ich hab deſſen trun
cken.
ſolliches thůt auch der alat. aber ſie ſeind beyde ſchädlich.
Es iſt aber inn gemein zůwiſſen/ daß alle ding die do ſchwer vnnd zäch
ſeind/ oder leimig/ den wein ſchön vnnd lauter machend.
Zäch vnd ſchlei-
mig als milch/ vnnd das weyß vonn dem ey.
Dannether werden alle ſafft
ſo mitt ihm vermiſchet/ gereiniget.
Aber was ſchwer iſt/ begert vnder-
ſich/ als die bachſtein/ geſotten vnnd darnach geſpalten/ vnd zů puluer ge
ſtoßen/ darnach darunder gemiſchet/ ziehent ſie (dieweil ſie trocken ſeind)
alles an ſich was leymig iſt/ darumb wirt er trüb.
wann ſie aber an ſich ge-
zogen habend/ als dann farend ſie zů boden/ vnnd reinigent alſo den wein.
Saltz möchte ſolliches auch wolthůn/ aber es wirt an dem geſchmack er-
kennet/ vnnd macht ein vnlieblichen wein.
Man mag auch leichtlich allen gefelſcheten wein inn metalliſchen erken-
wie man gefel
ſcheten wein
erkennen.
nen.
dann wann ſie vier vnd zwentzig ſtund in dem becher ſthond/ vnd das
metalliſch zů boden begert/ von wegẽ ſeiner ſchwere/ verleürt der wein ſein
farb/ vnd wirt wüſt.
Wañ aber der wein mit honnig gefelſchet iſt/ merckt man es geſchwind/
ſo man auff ein glüend eyſen kleine tröpfflein ſpritzet/ dann ſo der wein ver
zeert iſt/ bleibt das honig.
dann die ſubſtantz des weins iſt dünner weder
des honigs.
Zůgleicher weiß/ wann das honig gefelſchet (als mit hirßmeel)/ darnach
wie man ge-
felſchet ho-
nig erkennen.
kocht vnnd verſchaumpt/ vnd in ein glaß gethan wirt/ bleibt das trieb o-
ben.
Alſo hab ich in dem vorigẽ jar/ ein Driackers krämer ergriffen zů Pap-
phey.
Wann etwan ein ſchwer puluer darunder iſt/ ſetzt es ſich zů vndereſt/
vnnd wirt dunckel von dicke.
Daß Oel erzeigt ſein falſch inn dem brennen. dann eintweders es kracht
wie das gefel
ſchet öl erken
net werde.
vnnd rauſchet/ oder es kirrt/ oder aber der öltrůſen wirt vyl mehr dann es
werden ſolte.
Du ſprichſt aber/ warumb beſſert den wein die milch? Ich
ſprich/ darumb/ wann ſie vndereinanderen vermiſchet ſeind/ ſitzt daß feißt
vnderſich/ vnnd was trüb inn der milch iſt/ zeücht es mit ſich.
alſo bleibt
darnach das wäſſerig inn dem wein/ welches jm hilfft vnnd beſſert.
Da-
rumb ein klein theil weins/ erzeigt den trug/ dann weil er ſchwach vnnd
leicht iſt/ falt er leichtlich vom lufft widerumb ab.
Aber dem wein bringt
ſein geſchmack widerumb/ Nägelin/ inn ein Pomerantzen geſteckt/ vnd in
ein geſchirr gehenckt/ alſo/ daß es den wein nit berür.
Deßhalben ſag ich/ welche von natur nit gleich ſeind/ mögend nit recht

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