Cardano, Geronimo, Offenbarung der Natur und natürlicher dingen auch mancherley subtiler würckungen

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Von mancherlei wunderbaren
das die kümmerlich deſſen trůſen vnd vnrath werend. dann des himmels
lauff hatt ein ander end dañ ſolliche gebärũg/ als anderſtwo iſt angezeigt/
wiewol ſolliches auch auff daſſelbig volget/ vñ nutzlich iſt/ ſo iſt es doch nit
ſein eigentlich fürnemmen.
Diſes iſt auch gantz vngereimbt/ das der him̃el
vmb das centrum lauffe/ vnd dz deßhalben die erden müſſe ſtillſthen.
dañ
der himmel iſt rund erſchaffen/ vnd lauffet auch in einem circk herũb/ dañ
er lauffet an ſeinem orth/ als wir harnach wöllẽ beweiſen.
weil aber die vmb
kreiß der himmel ein centrum vnd mittel puncten habend/ vnd vmb diſen
zůgleich vmblauffend/ dz beſchicht ongefar.
dann es mag nit anderſt ſein/
aber dz nit vmb ſeinet willẽ.
Sie lauffen aber zů ring harumb/ von wegen
der vrſach ſo wir hernach ſetzẽ wöllẽ.
zůgeleich aber/ wie ſie nit müd/ ſonder
von jnen ſelb bewegt werden.
Wann man aber ye ein vrſach will mercken/
ſolliches geleichen lauffs/ můß man es nitt von dem Mathematiſchen pun
cten har nem̃en/ ſonder nateürlich vmb die Polos.
dann es můß das nach
dem das meß genommẽ wirt/ ein theil des dings ſein das be wegt wirt/ vnd
kein ding/ ſo auſſerthalben dem ſelbigen iſt/ vnd allein nach Mathemati-
ſcher weiß vereinbaret.
Ich verwunderen mich aber auch/ weil er den Pla-
tonem vnnd die anderen verſpottet/ ſodo Mathematiſche gründ der na-
teürlichen dingen geſtellet haben/ das er ſolliches gebott nit auch behalten
hatt.
Wann er nun die erden zů einem Centro machet/ iſt doch die erden
nitt darumb ſo herrlich/ dieweil ſie nitt allein ein trůſen der welt/ ſonder
auch der Elementen iſt/ das der him̃el nach dere müß bewegt werden.
dañ
er hatt der erden vnadeliche geſtalt an anderẽ orthen angezeigt.
Diweil dañ
nun die him̃el gleichfermlich/ vnnd auß dem mitleſten circkel/ als dem an-
fang der bewegung/ dohar lauffen/ vnd nit von wegen der erden vnd des
centrum/ was verhindert dz noch circkel vorhanden ſeyen ſo auſſerhalben
gemeinẽ centro ſeind vnd kleine kügelin/ ſo man Epicyclos nennt/ dieweil
doch alles was geſchehen wirt/ der geſtalt mag bewiſen werden/ vñ die ſum̃
mit ſolchẽ reglen überein kommen.
Es iſt aber Veneris geſtalt darwider/
wölche wann ſie von wegen des Epiciclo wider hinderſich geth/ můß hin-
ab ſteigen/ vnd ſolte hundertmal gröſſer geſehen werden.
doch wöllen wir
nit ſo hartneckig ſein/ das wir ein zweifelhafftiges für ein gewüſſes beſtäti-
gen wöllen.
dann es iſt gewüß vnd warhafftig das der himmel in einẽ circk
lauffe von ſeines ſelbs wegen/ vnd nit von wegen diſer minderẽ ding/ vnd
auch geleichförmig/ von wegẽ ſeiner beſtendigen krafft/ vnd ſeines orths/
vnd nit von wegen des centrum.
das aber diſe kleine kügelin vorhanden/
wöllend wir an einem anderen orth anzeigen.
Das ein iſt gewüß/ das die vr
ſachen nicht hinderen/ dann das ſolliche kleine kuglen ſeyen/ vnd die eccen
trici oder circkel/ ſo nit in gleichem mittel puncten ſeind.
Wañ mir nun für
geworffen wirt/ das die theil ſo den abſiden mit dem eccentrico o{der} die krüm
me am vmblauffen/ mitt dem circkel eines anderen centrum verwandlen/
jr ſtatt verenderen/ ſo antworten wir/ keines wegs beſchicht diſes/ dann dz
gantz bleibt an einem orth.
dann ob wir wol ſetzen/ ſie haben alle einen pun-
cten/ werden ſie doch jre ſtatt enderen/ wann ſich die theil bewegen.
dañ es
mag nicht vmblauffen vnd doch an ſeinem orth bleibẽ/ ſonder wie es ſich be
wegt/ alſo enderet es auch ſein orth.
deßhalben volget das der himmel nitt
bewegt werde/ dann allein ſtuckweyß nach ſeinen theylen.
Die Poli aber welche man verneinet ſtill zůbleiben/ růwẽ in der warheit

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